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Bauchspeicheldrüseninsuffizienz = Pankreasinsuffizienz

15.02.2020:

Erfahrungsbericht zum Thema Bauchspeicheldrüseninsuffizienz = Pankreasinsuffizienz

Link zum Fachartikel Bauchspeicheldrüseninsuffizienz = Pankreasinsuffizienz

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin männlich und 52 Jahre alt, 1,89m, 79 kg.
Vor einigen Wochen wurde erst nach meinem Drängen („eine Untersuchung der Pankreaselastase sei nicht nötig“, so der Facharzt (!!)) bei mir eine schwere exokrine Pankreasinsuffizienz diagnostiziert (Pankreaselastase im Stuhl Wert < 50).
Vorher brachten andere Untersuchungen keinen Befund: Alpha Amylase, Lipase (2x), Bilirubin gesamt, GOT, GPT, y-GT, alkalische Phosphatase, kleines Blutbild, Calprotectin im Stuhl, Sonografie, Darmspiegelung (außer Rektumsprosse), Fruktoseüberprüfung, bakterielle Dünndarmbesiedlung, Zöliakie, alles ohne Befund, nur eine hochgradige Laktoseintoleranz (203 ppm, Ernährung wurde angepasst). Ein MRT des Oberbauchs ergab ebenfalls keinerlei Befund.
Die Symptome waren sehr weicher, breiiger, glänzender, meist bestialisch stinkender (faule Eier) Stuhl (Stuhlfrequenz meist 1x/Tag), ferner massenhafte, meist bestialisch stinkende (faule Eier) Blähungen, phasenweise bis kurz vor Weihnachten (Zeitraum ca. 4 bis 5 Wochen) leichter Druck bzw. leichte Schmerzen Oberbauch mittig, starke Darmgeräusche, Gewichtverlust 6 kg in 4 Wochen.
Ich erhalte nunmehr Enzyme Pangrol 40.000, damit habe ich die Symptome weitestgehend im Griff.
Die Ursachen sind auch klar: Ich habe etliche Jahre geraucht, bis vor mehreren Jahren 6 – 8 Zigaretten täglich, danach bis zur Diagnose vor ein paar Wochen im Durchschnitt 1 Zigarillo täglich sowie (Hauptursache) Alkohol getrunken, fast täglich, meist Rotwein, meist nicht mehr als die für Männer angeblich nicht gefährlichen 40 g am Tag, bei Feierlichkeiten oder auch am Wochenende auch mal mehr. Jeder Mensch ist halt unterschiedlich, der eine Körper hat mehr, der andere Körper weniger Abwehrkräfte. Seit der Diagnose habe ich den Alkohol- und Nikotinkonsum eingestellt.
Jetzt meine Fragen:
1) Es heißt immer, dass eine EPI quasi eine Folgeerkrankung ist. Meistens sei eine (chronische) Pankreatitis oder ein Karzinom die Ursache. Außerdem wird immer von (starken) Bauchschmerzen gesprochen. Ich konnte aber lesen, dass 5% der Betroffenen, wie ich auch, keine Bauchschmerzen verspüren und nur bei 70% Ablagerungen am Pankreas sichtbar seien.
Wenn beim MRT nichts gesehen wird, heißt dies auch zu 100%, dass keine (chronische) Pankreatitis oder ein Karzinom vorhanden ist? Welche Untersuchungen sollte man noch machen?
Ist es möglich, dass man „einfach so“, also nur eine schwere EPI durch Alkohol- und Nikotinkonsum bekommen kann? Im Internet selbst bei Beiträgen von Fachärzten und Professoren wurde davon nie etwas erwähnt.
2) Eventuell ist auch die Gabe eines Säurehemmers (PPI) oder von Bicarbonaten notwendig. Wie kann man dies feststellen/untersuchen? Die Gabe von PPI ist abwegig aufgrund des Osteoporoseproblems. Meine Mutter ist davon betroffen, sie musste 20 Jahre PPI einnehmen. Kann man auch selbst Natriumhydrogencarbonat (Kaiser-Natron) einnehmen? Was ist dabei zu beachten?
3) Rizoenzyme sollen bereits im ph-Bereich 3 bis 9 gegenüber Schweineenzyme 5 bis 7 wirken. So gesehen ein Vorteil. Nachteil ist, sie wirken schon im Magen. Wie wahrscheinlich ist es, dass dabei Probleme, z.B. Magenschmerzen auftreten? Wie ist die Berechnung/ Umrechnung bei Rizolipase? (Schweinlipase: 2.000 bis 4.000 Ph.Eur.-Einheiten Lipase pro g Nahrungsfett)
4) Darf man bei einer schweren EPI oder chronischen Pankreatitis Kaffee trinken und wenn ja wieviel?

Dieser Bericht ist zwar recht lang, aber ich wäre Ihnen zutiefst dankbar, wenn Sie auf meine Fragen jeweils antworten könnten.
Mit freundlichen Grüßen

Lieber Leser,

es gibt nichts auf dieser Welt, das 100% sicher ist außer dem Tod. Auch Untersuchungen sind es nicht. Jedoch ist das MRT schon sehr, sehr zuverlässig. Die Ursachen Alkohol und Rauchen reichen für eine Pankreasinsuffizienz aus. Wenn Sie dies unterlassen und auf eine gesunde, fettärmere Ernährung achten, sollten Sie hoffentlich keine Probleme bekommen. Wenn Ihre Enzym-Substitution Ihre Beschwerden beseitigt, benötigen Sie sonst keine weiteren Medikamente. Bei Kaffee sehen wir kein Problem, wir würden Ihnen jedoch eine Beschränkung auf 2 Tassen empfehlen, auch wegen des Osteoporoserisikos. Liebe Grüße

Ihr Biowellmed Team

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