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Aortenaneurysma

 
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Aortenaneurysma

Eine 65 jährige Patientin, die ich schon seit Jahren kenne, hat ein Bauchaortenaneurysma, einen hohen Blutdruck, eine Zuckerkrankheit, chronische Rückenbeschwerden und ist übergewichtig. Seit ich sie kenne, kontrolliere ich das knapp unter 5 cm messende Aneurysma mit Ultraschall und ab und zu mit Computertomographie, ohne dass eine Veränderung auftritt. Wegen ihrer Rückenbeschwerden ist die Patientin auch in orthopädischer Behandlung und bekommt dort Spritzen, Tabletten und Krankengymnastik. Eines Tages erkrankt die Patientin an einem schweren grippalen Infekt, wobei der Zucker entgleist und es ihr sehr schlecht geht. Sie erholt sich nur sehr langsam, nimmt deutlich an Gewicht ab, klagt zunehmend über Knie- und Rückenbeschwerden, wirkt auf mich fahl, obwohl das Blutbild in Ordnung ist. Sie klagt nicht über Bauchbeschwerden und beteuert immer wieder, dass ihr wohl sei und sie sich absolut fit fühle. Als ich wieder eine Kontrolle des Aneurysmas veranlasse, stelle ich eine deutliche Vergrößerung fest und bringe jetzt die Beschwerden Gewichtsverlust, Appetitminderung und Tückenschmerz eher mit dem Aneurysma in Zusammenhang. Mir wird auch klar, warum die Patientin immer wieder beteuert, ihr sei wohl. Sie ist über ihre Erkrankung aufgeklärt und will auf keinen Fall operiert werden, weil sie Angst davor hat. Ich denke jedoch, dass sie sich über die Gefahren nicht wirklich bewusst ist. Sie lebt in der Annahme, dass sicher nichts passieren wird, wie es seit vielen Jahren der Fall ist, und dass sie mit ihren Beschwerden noch lange so leben kann. Trotz Skepsis kann ich die Patientin zu einer gründlichen Diagnostik und Vorstellung in einer gefäßchirurgischen Abteilung überreden. Ich fürchte, dass sie sich der Operation unterziehen muss und hoffe nur, dass man diese miminalinvasiv durchführen kann.
 
 
 
 
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