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Nasopharynxkarzinom = Schmincke - Tumor

Fachartikel zum Thema Nasopharynxkarzinom = Schmincke - Tumor

Kurz und bündig

Es handelt sich um eine bösartige Erkrankung des Nasen – Rachen – Raumes.

Ursache

Unbekannt. Ein Zusammenhang mit dem Eppstein – Barr – Virus scheint zu bestehen, da DNS dieses Virus häufig in Tumorzellen nachgewiesen werden kann. Das Virus befällt zunächst den Rachenraum und infiziert dann die B – Lymphozyten, die sich zu Lymphoblasten umwandeln und sich vermehren. Jedoch erkranken nur wenige Eppstein – Barr – Infizierte an einem Nasopharynxkarzinom, da noch andere Faktoren für die Erkrankung verantwortlich sind wie z. B. eine erbliche Komponente (gehäuftes Auftreten in Ostasien), eine Immunschwäche, Rauchen, vermehrter Alkoholkonsum und andere Faktoren, die wir noch nicht alle kennen. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. In Asien und Afrika tritt dieser Tumor sehr viel häufiger auf als bei uns. Die Neuerkrankungsrate beträgt weltweit ca. 1,6 pro Jahr, bei uns in Deutschland etwas weniger.
Bei Holzarbeitern ist das Nasopharynxkarzinom als Berufskrankheit anerkannt, da eine Belastung durch Eichen- und Buchenstaub die Krebsgefahr erhöht, eventuell spielen auch Chlorphenole und Formaldehyd bei der Krankheitsentstehung eine Rolle.

Beschwerden

Häufig bestehen keine Beschwerden oder wird als erstes Zeichen eine Lymphknoten – Verdickung wahrgenommen, die sich als Metastase entpuppt. Nasenbluten oder eine verstopfte Nase können ebenso Anzeichen sein.

Feststellen der Erkrankung

Bei der Untersuchung durch den Hals – Nasen – Ohren – Arzt wird bereits die Verdachtsdiagnose gestellt. Eine Gewebeprobe sichert den Verdacht. . Die Bestimmung des Eppstein – Barr – Titers im Blut ist für die Diagnostik und die Verlaufsbeobachtung wichtig.

Nach WHO erfolgt die Einteilung in:

  • Plattenepithelkarzinom I und nicht verhornendes Karzinom:
  • differenziert II
  • undifferenziert III

Einteilung nach der TNM – Klassifikation

  • T1: Tumor auf den Nasopharynx begrenzt
  • T2: Tumor breitet sich auf den Oropharynx und/oder die Nasenhöhle aus
  • T2a: ohne parapharyngeale Ausbreitung
  • T2b: mit parapharyngealer Ausbreitung
  • T3: der Tumor befällt Knochenstrukturen und /oder die Nasennebenhöhlen
  • T4: der Tumor breitet sich ins Gehirn aus und/oder befällt Hinnerven, die Fossa infratemporalis, Hypopharynx, Augenhöhle oder Spatium masticatorium
  • No: keine örtlichen Lymphknoten sind befallen
  • N1: Metastasen in gleichseitigen Lymphknoten über der Schlüsselbeingrube mit einer Größe von maximal 6 cm
  • N2: Metastasen in beidseitigen Lymphknoten über der Schlüsselbeingrube von maximal 6 cm Größe
  • N3: Metastasen in den Lymphknoten oberhalb der Schlüsselbeingrube von 6 cm oder mehr
  • N3a: Metastasen von über 6 cm
  • N3b: Ausdehnung der Metastasen in die Schlüsselbeingrube


Behandlung

Die Behandlung besteht in der hoch dosierten örtlichen Strahlentherapie mit Dosen insgesamt um 70 – 74 Gy in mehreren Sitzungen, selten muss eine neck dissection (radikale Ausräumung der Halslymphknoten) durchgeführt werden. Die 5 – Jahres – Überlebensrate liegt hierbei je nach Stadium des Tumors zwischen 20 und 80 %. In einer neuerdings durchgeführten Studie konnte nachgewiesen werden, dass bei örtlich fortgeschrittenen Tumoren eine gleichzeitige Behandlung mit Bestrahlung und Chemotherapie (verwendet wurde Oxaliplatin mit 70 mg/m˛ pro Woche) einen deutlichen Vorteil für die Patienten erbrachte.

Erfahrungsberichte zum Thema Nasopharynxkarzinom = Schmincke - Tumor

  • Neuester Erfahrungsbericht vom 18.11.2018:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich habe eine kurze Frage zur Ausbreitungsgeschwindigkeit von Nasophyraxtumoren.
    Folgendes ist passiert - vor über einem Jahr habe ich ein Kratzen im Bereich des Nasophyrax verspürt. da ich meine Zunge umklappen kann und dort die ersten 2 cm fühlen kann ist mir dort an einer stelle eine kleine Verhärtung aufgefallen. Ich habe darauf hin einen Hno Arzt aufgesucht der mittels Flexoptik dorT an der Stelle auch eine kleine Verdickung festgestellt hat. Seiner Einschätzung nach sah diese Stelle allerdings unauffällig auf und er entließ mich wieder.


    Die Stelle hat sich gefühlstechnich seitdem nicht verändert (mind. ein jahr lang)
    da ich weiss das eine Ferndiagnose so nicht möglich ist, meine Frage ist dieses Vorgehen vom Arzt korrekt oder hätte eher eine Biopsie stattfinden müssen? desweiteren kann man darauf schließen das es ggf. etwas angeborenes ist
    da es sich über diesen langen Zeitraum (1 jahr) nicht verändert?

    Zur Person
    32 Jahre, männlich- forst Mitarbeiter älso leider auch mit sträuben zu tun

    Vielen Dank für Ihre Hilfe

    Lieber F.,

    leider können wir das aus der Ferne nicht beurteilen. Allerdings ist es nicht so aufwändig, eine Probe zu entnehmen. Dann ist man einfach sicher. Entweder stellen Sie sich doch bitte an einer HNO Uni - Klinik vor oder bitten Ihren HNO - Arzt, eine Probe zu entnehmen.
    Es ist eher unwahrscheinlich, dass sich ein bösartiger Prozess innerhalb eines Jahres nicht verändert, aber Sicherheit hat man dadurch auch nicht. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team










  • Erfahrungsbericht vom 22.07.2011:

    Bei mir wurde im August 2009 ein Nasopharnyxkarzionom Stufe 4 festgestellt und anschließend im September 6 Wochen lang mit Bestrahlungs und Chemotherapie behandelt. Metastasen hatte ich nicht. Bisher sind keine Rezidivien aufgetreten, jedoch kann ich noch schlecht schlucken und bin...
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  • Erfahrungsbericht vom 16.03.2011:

    zu Toprak vom 3.2.2011,

    Empfehlung darf ich als Betrroffener aussprechen,
    mir wurde von der Uni-Klinik in Frankfurt / a.M abgeraten,
    und die Uni-Klinik in Mainz empfohlen, bei Hr. Prof. Dr. Mann.
    Ich wurde dort bis heute erfolgreich im Jahr...
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  • Erfahrungsbericht vom 04.03.2011:

    Nasopharynxkarzinom = Schmincke - Tumor, wurde bei mir vorab als Verdacht, wegen meiner dicken Mestasen am linken Hals erst ende Juni 2009 geäußert, vom behandelnden HNO-Arzt.

    Zum Verlauf bis zur endgültigen Diagnose:

    Ich war bei ihm...
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  • Erfahrungsbericht vom 03.02.2011:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mein Patenkind ist 12 Jahre alt. Er ist am Nasopharynxkarzinom erkrankt. Die Ärzte in der Klinik Höchst haben von März bis Anfang Juli die Krankheit nicht diagnostieren können. Dem kleinen wurden die Mandeln entfernt...
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  • Erfahrungsbericht vom 15.09.2010:

    Hallo,
    mein Mann erkrankte 2003 an einem Schmincke-Tumor, der erst einmal erfolgreich behandelt wurde (OP, Chemo und Bestrahlung). Leider blieben viele Nachwirkungen. 2007 brach ein Rezidiv (Plattenepithelkarzinom) am Hals aus und er verstarb 2008.

    Da mein Mann Tischler war,...
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  • Erfahrungsbericht vom 04.12.2008:

    Bonjour an Alle!
    Bei mir wurde soeben ein Nasopharynxkarzinom diagnostiziert. Ich bin 60 Jahre alt und sportlich, kerngesund, nur mediterrane Kost... Es soll nicht operativ entfernt werden sondern mit Bestrahlung und eventuell soll ein Hauch von Chemotherapie eingesetzt werden. Ich...
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  • Erfahrungsbericht vom 14.11.2007:

    Hallo,

    ich habe mal eine Frage: ich war als Jugendlicher an EBV erkrankt und habe nun seit einigen Wochen in der hinteren Nase eine flächige Verhärtung, die sich purös anfühlt (huckelig) aber so gut wie nicht zu entfernen ist;...
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  • Erfahrungsbericht vom 06.03.2007:

    Ich bin 40 Jahre alt und hatte als Kind ständig mit Angina und Mittelohrentzündungen zu tun. Die Mandeln wurden mir samt Zäpfchen entfernt. Seitdem habe ich keine Probleme mehr, außer eine chornische Otitis ist zurück geblieben, die auch schon zweimal...
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  • Erfahrungsbericht vom 22.01.2007:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    meine Mutter ist an einem Nasopharynxkarzinom erkrankt, die Erkrankung wurde zu spät entdeckt. Sie hatte einen Knoten rechts am Hals der sehr schmerzhaft war, deshalb ist sie zum Arzt gegangen. Nach einer...
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  • Erfahrungsbericht vom 03.01.2007:

    Ich hatte 1987 einen Nasopharynxkarzinom, der wie folgt behandelt und beseitigt wurde:

    Operation (alles wurde entfernt), danach Bestrahlung und danach bekam ich ein halbes Jahr 3x wöchentlich eine Interferon-Infusion.

    Behandelt wurde ich im Marienkrankenhaus. Dort gibt es sicher...
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  • Erfahrungsbericht vom 06.12.2006:

    Bei meinem Mann ( 56 J. ) wurde im Dez. 2005 ein Nasopharynxkarzinom festgestellt. Ende Januar 2006 begann eine Strahlentherapie mit 6 MV-Photonen eines Linearbeschleunigers 74,4 Gy auf den Nasopharynx und die zervikalen Lymphabflußwege und eine Simultan Chemotheraoie ( 2...
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  • Erfahrungsbericht vom 25.09.2006:

    Meine Mutter ist an einem ausgedehnten Nasopharynx-Karzinom erkrankt.Es wurde eine mehrwöchige Radiochemo-therapie gemacht.Der Tumor war 3 Monate danach um 2cm geschrumpft.Nur 2 Monate später ist er so groß wie zuvor.Eine erneute Bestrahlung kommt nicht in Frage, auch keine Operation.Die Onkologin...
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  • Erfahrungsbericht vom 20.05.2006:

    Ich habe mich vor 12 Jahren, im Alter von 34 Jahren mit dem Eppstein-Barr- Virus infiziert und war einige Wochen am sog. Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt.
    Ich würde mir für alle Betroffenen eine bessere medizinische Aufklärung und VORSORGE in...
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