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Durchfall = Diarrhoe

Fachartikel zum Thema Durchfall = Diarrhoe

Durchfall kann sehr viele verschiedene Ursachen haben. Von Durchfall spricht man bei mehr als drei nicht geformten Stuhlgängen pro Tag und einem Gesamtstuhlgewicht von über 250 g pro Tag. Normalerweise kommt es bei der Verdauung zu einer Wasserrückaufnahme im Darm, insgesamt werden nur etwa 0,15 l Wasser über den Darm ausgeschieden.

Ursachen

Die häufigste Ursache eines akuten Durchfalls sind Lebensmittelvergiftungen mit Bakterien und Viren. Es kommt zu einem plötzlichen Auftreten von Brechreiz, Übelkeit, Erbrechen, Fieber und breiigem und wässrigem Durchfall. Da diese meist nach ein bis drei Tagen wieder vorbei sind, ist bei leichten Verläufen eine Diät und Behandlung mit Medikamenten gegen das Erbrechen ausreichend. Bei schwerer Entwässerung und Kreislaufproblemen, die bis zum Kollaps gehen, ist eine sofortige Abklärung und Behandlung notwendig.
Auch nach einer Antibiotikatherapie kann es zu Durchfall kommen.
Bei chronischem Durchfall muss auch an eine mikroskopische Colitis gedacht werden- s. unter Colitis ulcerosa/Behandlung.

Ursachen der bakteriellen Nahrungsmittelvergiftung

Durchfall entsteht durch krankhafte Bakterien im Darm wie z.B. Salmonellen, Shigellen, Escherichia coli, Protheus, Jarsinien, Clamydien, Camphylobacter usw. oder von bakteriell verseuchter Nahrung gebildeten Giften wie z.B. Giften von Staphylokokken oder Clostridien. Daneben gibt es andere bakterielle Ursachen wie bei Thyphus, Cholera und Viren, (häufig Rotaviren). Auch Parasiten wie Amöbien, Lamblien oder Askariden können Durchfall verursachen. Auch Arzneimittel wie z.B. Antibiotika können Durchfall verursachen, wobei unter Antibiotikatherapie ev. krankhafte Bakterien, wie Clostridium difficile (das Gift dieses Keims schädigt die Schleimhaut und kann zu Geschwüren im Bereich des Darmes führen mit blutigen Durchfällen und starken Krämpfen. Unbehandelt führt diese Krankheit häufig zum Tod) den Darm überwuchern, was zu schwerem Durchfall führen kann und einer dringenden Behandlung bedarf. Es gibt Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z.B. Lactoseintoleranz), die zu Durchfall führen. Auch manche Medikamente wie Abführmittel, Chemotherapeutika, oder Überdosierungen von Digitalis können Durchfall verursachen.

Feststellen der Erkrankung

Die Diagnose kann durch eine Stuhluntersuchung gestellt werden, die jedoch Zeit braucht, da der Stuhl zunächst im Labor angezüchtet werden muß, um die Erreger zu identifizieren.

Behandlung

Durchfall kann durch den hohen Wasserverlust und Mineralstoffverlust lebensgefährlich werden. Daher ist eine Durchfallerkrankung schweren Verlaufs lebensbedrohlich und muss in der Klinik behandelt werden mit ev. Infusionen von Wasser und Mineralstoffen.
Es stehen Mittel zur Verfügung, die den Durchfall stoppen. Besonders zu achten ist auf eine genügende Wasser- und Elektrolyt- und Mineralstoffzufuhr. Die Diät sollte so gewählt werden, dass keine weiteren Durchfälle dadurch provoziert werden, d.h. reizarm auf den Darm wirken. Unterstützend können Medikamente gegeben werden, die auf den Darm entkrampfend wirken und dadurch die Bauchschmerzen beseitigen.
Durchfall, der durch Antibiotika entsteht, kann, wie die Fachliteratur zeigt, häufig vermieden werden, wenn man während der Therapie probiotische Lebensmittel zu sich nimmt.
Hier haben sich am meisten Lactobacillus GG, Lactobacillus sprogens und S. Boulardii in einer Tagesdosis von 5 - 40 x 10 Milliarden CFU bewährt. Zur Therapie bei bereits vorhandenem Durchfall reicht diese Einnahme jedoch nicht aus.

Chronischer Durchfall osmotische Diarrhoe

Ursache sind Substanzen, die nur sehr schwer vom Darm in den Körper aufgenommen werden und osmotisch wirken, d.h. Wasser an sich ziehen. Dadurch kommt es zu einer Verflüssigung des Stuhlganges und erhöhter Ausscheidung. (z.B. Lactulose, Magnesiumsulfat)

Sekretorisch Diarrhoe

Hierbei wird vermehrt Wasser in den Darm ausgeschieden durch Reizung mit Giften, z.B. Giftstoffen von Bakterien oder Abführmitteln, wie Rizinus oder Bisakodyl. Auch körpereigene Stoffe, die erhöht vorliegen, wie z.B. Gastrin, können Durchfall hervorrufen.

Durchfall durch Schleimhautveränderungen

Er kann auftreten z.B. bei bakteriellen Infektionen, aber auch bei Sprue, durch Bestrahlung des Darmes bei Darmerkrankungen wie Morbus Crohn usw.
Eine gesteigerte Aktivität (Motilität) kann auftreten bei Stoffwechselstörungen wie Schilddrüsenüberfunktion oder Zuckerkrankheit und dadurch zu Durchfall führen.
Bei einer chronischen Durchfallerkrankung ist also auf jeden Fall eine gründliche Diagnostik notwendig, um die Ursache herauszufinden. Da die Erkrankung schleichend erfolgt, sind die schweren Folgen oft nicht ohne weiteres für den Betroffenen erkennbar. Es gibt auch durchaus Patienten, die sich mit ihrem leichten Durchfall sehr wohl fühlen, da sie dann leichter ihr Gewicht halten und sich gut fühlen, wenn der Darm leer ist. Dann ist es oft sehr schwer, das Verständnis beim Patienten dafür zu wecken, daß langfristig schwere Schäden im Bereich z.B. des Knochens folgen können, wenn eine ungenügende Stoffaufnahme im Darm besteht.

Erfahrungsberichte zum Thema Durchfall = Diarrhoe

  • Neuester Erfahrungsbericht vom 26.03.2018:

    Hallo,
    Ich habe nach vielen Antibiotika eine Clostridien-Indektion bekommen, welche mit Metronidazol behandelt wurde. 5 Tage nach absetzen ereilte mich ein rezidiv und dann würde ich mit Vancomycin behandelt. Das ist jetzt knapp 7 Wochen her. Stuhlprobe von vor 3 Wochen war negativ, obwohl ich immer wieder breiigen Stuhlgang habe, dann wieder festen. Es ist ein permanenter Wechsel. Auch die stuhlfrequenz wechselt stark, was mich fast verrückt werden lässt. Ich nehme zusätzlich immer noch Perenterol und probiotika. Kann ich nach den ganzen Wochen immer noch ein Rezidiv bekommen? Und wie lange spielt mein Darm noch so verrück?
    Liebe Grüße

    Liebe M.,

    ein Rezidiv ist immer noch möglich, deshalb sollten Sie nochmals eine Stuhlprobe durchführen. Perenterol würden wir in Ihrem Fall nicht empfehlen, weil Clostridien sehr aggressiv sind und bei geschwächtem Immunsystem die Gefahr einer Pilzbesiedlung besteht, die auch gefährlich werden könnte. Sie könnten es nach Rücksprache mit Ihrem Arzt z.B. mit Flosamen versuchen. Gute Besserung wünscht

    Ihr Biowellmed Team
  • Erfahrungsbericht vom 31.05.2017:

    Hallo zum Thema durch fall ich hatte antibiotika nehmen müssen wegen blasenentzundung nun habe ich durchfall wobei ich sagen mus das ich schon vorher immer mit durchfall und Verstopfung zutun hab nehme zurzeit patenterol 3mal...
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  • Erfahrungsbericht vom 30.07.2016:

    Hallo.. Ich habe durch mehrere blasenentzündungen und daraus resultierenden scheideninfektionen in den letzten Monaten immer wieder Antibiotika schlucken müssen. Ständig Bauchschmerzen Durchfälle Müdigkeit. Stuhlprobe ergab Clostridien difficile leider wurde es nicht behandelt und war dann auch eine Woche schon negativ....
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  • Erfahrungsbericht vom 05.05.2014:

    Hallo und guten Tag. Also mir geht es wieder besser. Gott sei Dank, denn es war zum Verzweifeln. Warum: Vor zwei Monaten war ich in Ungarn zum Abendessen und wieder zurück nach Deutschland. Einen Tag vor Ungarn bekam...
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  • Erfahrungsbericht vom 30.01.2013:

    Hallo, habe fast jeden morgen Durchfall. Bin total kaputt davon. Darmspiegelung und Magenspiegelung gemacht alles o.k. Auch meine Blutwerke (Entzündungswerte sind o.k.). Bin schon in Akupunkturbehandlung und hilft auch nicht. Tja was kann man tun. Bacukneifen sind auch dabei...
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  • Erfahrungsbericht vom 08.08.2011:

    Hallo! Vor gut 3 Wochen habe ich wegen Bronchitis Keimex 400 verschrieben bekommen. Hat mir wunderbar geholfen. Jedoch am letzten Tag der Einnahme bekam ich starken Durchfall. Die Stuhlprobe hat ergeben: Clostridien. 10 Tage Metronidazol 400 mg. Am 6...
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  • Erfahrungsbericht vom 23.05.2010:

    Hallo,Ich hatte vor knapp 4 Wochen einen vereiterten Zahn den ich 3 Tage mit ein Antibiotika behandelte.Danach wurde mir der Zahn auch gezogen. Ca.5 Tage später bekam ich dann eine Speicheldrüsenentzündung die bis heute noch anhält,auch da musste ich erneut...
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  • Erfahrungsbericht vom 22.08.2008:

    meine schwiegermutter hat nach einem schlaganfall im april eine peg-sonde gelegt bekommen, sie bekommt ihre antibiotika und andere medikamente über die sonde leider hat sie seither immer durchfall dieser ist leicht grünlich und vom geruch 'chemisch', sie bekommt 3...
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  • Erfahrungsbericht vom 11.04.2008:

    Hallo, Ich hatte 1999 eine Blinddarm OP, 1 woche danach musste ich Notoperiert werden da sich eine Entzündung im Dickdam gebildet hat! Dabei wurden mir 15 cm vom Dickdarm entfernt. Seitdem leide ich an ständigen, unkontrollierbaren Durchfällen! Unkontrollierbar deswegen,...
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  • Erfahrungsbericht vom 29.11.2007:

    1997 wurden mir nach Strangulationsileus 3 m Dünndarm entfernt. Seitdem bestehen ausdauernde Durchfälle, die sich nach einer späteren BypassOP durch die danach erforderlichen Medikamente weiter verstärkten. Gute Erfahrungen machte ich mit Luvos Heilerde innerlich, ich ergänze das durch Loperamid (Versuche...
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  • Erfahrungsbericht vom 02.02.2007:

    Auch ich leide an Durchfällen aufgrund einer Dünndarmresektion von 1,5 m. Der Blinddarm wurde ebenfalls entfernt und dann der restliche Dünndarm mit dem Dickdarm verbunden. Seitdem habe ich ständige Durchfälle und wiege nur noch 55 kg bei 1,80 m Größe....
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  • Erfahrungsbericht vom 30.01.2007:

    Ich habe vor 3 Wochen mit Antibiotika angefangen.4 Tagen danach habe ich Diarrhoe bekommen die noch andauert. Ein Bekanter hat mir Salzwasser (lauwarm) zu trinken empfohlen. Ist das richtig? Es wird immer schlimmer.Bitte helfen Sie mir. Lieber Besucher unseres...
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  • Erfahrungsbericht vom 23.11.2006:

    Hallo, habe auch aktuell eine Blasenentzündung behandelt bekommen mit hochdosierten Antibiotika. Nun seit 4 Tagen unter Krämpfen schmerzhafte wässrig Stühle. Stuhlprobe wurde schon abgegeben, Ergebnis liegt aber erst morgen vor. Habe nun schon Uzara, Tannacomp und Perenterol durch (lt....
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  • Erfahrungsbericht vom 16.06.2006:

    Auch ich habe nach einer Dünndarmresektion oft Durchfall(noch 1,5 m Darm) Vorhandener Eisenspeicher wurde mit Injektionen aufgefüllt. Jetz habe ich dauernd Sodbrennen und auch schlechte Blutwerte: kreatinin 1.34, Gamma Gt 54.0, GPT 40.0,CRP 0.30, Glucose 32.0.Auf welche Krankheit können die...
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