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Schlafstörung bei einer körperlichen Erkrankung

Fachartikel zum Thema Schlafstörung bei einer körperlichen Erkrankung

Eine inzwischen 80 jährige Patientin verbringt leider einen Teil ihrer Nächte vor dem Fernseher oder im Wohnzimmer beim Lesen. Sie hatte erstmals Schlafprobleme, als sie in die Wechseljahre kam. Davor hatte sie immer gut und tief geschlafen. Mit dem 51. Lebensjahr fingen ihre Schlafprobleme dann an. Anfangs versuchte sie, diese einfach zu ignorieren. Sie merkte jedoch, dass sie immer fahriger und nervöser wurde und ihre Aggressivität zunahm. Außerdem war es eine Einschränkung ihrer Lebensqualität, nicht durchschlafen zu können, denn sie hatte den Schlaf immer genossen und war nach einem wohligen Schlaf erfrischt und voller Tatendrang aufgewacht. Dann plötzlich hatte sie zunehmend weniger Lust, ins Bett zu gehen, weil ihr das Herumwälzen und Grübeln auf die Nerven ging. Und wenn sie dann schließlich ins Bett ging und ein paar Stunden Schlaf fand, wachte sie früh und gerädert wieder auf und war den ganzen Tag müde und lustlos. Schließlich konnte sie ihren Zustand so nicht mehr akzeptieren und versuchte verschiedene Naturheilmittel. Anfangs glaubte sie, damit eine Besserung zu erreichen, jedoch schon bald hatte sie wieder das gleiche Problem. Schließlich vertraute sie sich ihrem Hausarzt an. Dieser verordnete ihr ein Schlafmittel, das sie fortan nahm und damit zufrieden war. Sie hätte es zwar lieber gesehen, ohne Medikament zu schlafen, versuchte es auch immer wieder, kam dann jedoch reumütig wieder auf ihre Tablette zurück. Dies ging über viele Jahre so, bis sie an Myasthenia gravis erkrankte. Mit der Behandlung dieser Erkrankung war ein Verzicht auf fast alle Schlafmittel notwendig. Wir versuchten alles, was möglich war, jedoch ohne wesentlichen Erfolg. Inzwischen hat sich die Patientin wohl oder übel damit abgefunden, dass sie nächtelang gar nicht und an anderen Nächten nur unbefriedigend und kurz schlafen kann. Sie träumt von alten Zeiten und von der Wohltat eines guten Schlafs.

Erfahrungsberichte zum Thema Schlafstörung bei einer körperlichen Erkrankung

  • Neuester Erfahrungsbericht vom 24.04.2015:

    Hallo,

    ich habe schon seit längerer Zeit das Gefühl, dass irgendwas mit meinem Schlaf nicht in Ordnung ist. Es ist ganz egal, wie früh oder spät ich ins Bett gehe und wie viel Stunden Schlaf ich bekomme. Ich fühle mich morgens grundsätzlich wie gerädert und hab oft tagsüber auch das Gefühl, dass ich einfach nur müde bin und schlafen sollte. Gerade in den letzten vier Wochen glaube ich, dass sich alles noch weiter verschlimmert. Weiß nicht, ob dass mit Frühjahrsmüdigkeit zusammenhängen kann, wenn da wirklich was dran ist.

    Ich habe mich die letzten Tagen viel im Internet umgeschaut und befürchte jetzt, dass es bei mir eine Apnoe sein könnte. Auf http://magazin.betten.de/schlafapnoe.html habe ich einen Fragebogen gefunden, den ich ausgefüllt habe. Bin dabei auf 24 Punkte gekommen und überlege ernsthaft, ob ich einen Arzt aufsuchen soll. Die Frage ist nur, ob da ein Besuch beim Hausarzt ausreichend ist?! Vor einigen Jahren war ich auch schon mal wegen Schlafproblemen beim Arzt. Damals habe ich nur Medikamente bekommen, die ich irgendwann eigenmächtig abgesetzt habe, weil ich mich damit nicht wirklich besser fühlte. Medikamente will ich auf keinen Fall wieder. Ich bin jetzt 39 Jahre alt und habe keine Lust darauf, ständig was nehmen zu müssen, um schlafen zu können. Falls es wirklich eine Apnoe ist, grault es mir auch vor dem Gedanken, nachts mit so einem Beatmungsgerät schlafen zu müssen. Habe zur CPAP-Therapie auch schon einiges gelesen und geschaut. Sehr interessant fand ich unter anderem diesen Vortrag https://www.youtube.com/watch?v=IFaWiqWnnh8, wobei ich mich wirklich frage, wie man das sein ganzes Leben lang durchhalten kann, wenn man da nacht für nacht am Gerät hängt.

    Vielleicht sind hier auf der Seite ja Personen unterwegs, die wissen, dass sie an einer Apnoe leiden und diese bereits behandeln lassen. Werde diese Woche anfangen ein Schlaftagebuch zu schreiben. Kann mir vielleicht noch jemand sagen, ob ich lieber sofort zum Spezialisten gehen soll oder doch erst zum Hausarzt? Habe bei solchen Erkrankungen aufgrund meiner geschilderten Erfahrung nur wenig Vertrauen.

    Danke fürs Lesen und evtl. fürs Antworten.

    Liebe Grüße
    sleepless76

    Liebe(r) Leser(in),

    Sie sollten sich erkundigen, ob Ihr HNO Arzt diese Diagnostik durchführt oder ein Internist. Beides ist möglich. Dort wird zunächst eine einfache Basisdiagnostik durchgeführt, bei der Sie ein Gerät umgehängt bekommen, das nachts Ihre Schlafgeräusche aufzeichnet. Erst, wenn sich hier der Verdacht auf eine Schlafapnoe erhärtet, bekommen Sie einen Termin in einem Schlaflabor. Wir raten nach Ihrer Schilderung durchaus dazu. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team
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