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Hirntumor (Astrozytom)
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Hirntumor (Astrozytom)
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Ein inzwischen 75 jähriger Patient, den ich seit 12 Jahren kenne, erkrankt an einem Hirntumor. Zur Vorgeschichte ist bemerkenswert, dass er während der ganzen Jahre an Kopfschmerzen im oberen seitlichen Kopfbereich litt, genau dort, wo man jetzt den Tumor fand. Er wirkte schon immer etwas vorgealtert, müde, unkonzentriert, erschöpft, überfordert, nervös und litt unter Schlafstörungen. Er berichtete immer wieder, dass ihn alles sehr anstrenge und seiner etwa gleichaltrigen Ehefrau in keiner Weise gewachsen sei. Gespräche mit ihm verlaufen relativ einseitig, da er viele Empfindungen schildert und Probleme, meine Ratschläge und Äußerungen aber nur schwer aufnehmen kann. Er wirkt so, als sei er immer ein bisschen zerstreut und schon wieder bei seinen eigenen Gedanken, wenn ich mit ihm rede. Er erzählt mir, dass er schlecht schlafe, schnell schwitze und auch sexuell seine Frau nicht zufrieden stellen könne. Im Laufe der Jahre finden immer wieder Untersuchungen beim Nervenarzt einschließlich Gehirnuntersuchungen statt. Eine Erkrankung lässt sich dabei nicht finden. Der Patient wird vorwiegend mit pflanzlichen Mitteln wegen seine Schlafstörungen, depressiven Verstimmungen, Kopfschmerzen und seiner Erschöpfung behandelt. Er ändert sich die ganzen Jahre nicht gravierend, weder von seinen Beschwerden noch von seiner Wesensart. Im Oktober 2003 erfolgt wieder einmal eine computertomographische Untersuchung des Gehirns , die nur altersgemäße Veränderungen zeigt. Im Januar kommt der Patient an einem Freitagabend zu mir und hat leichte Wortfindungsstörungen und das Gefühl, die rechte Hand gehorche ihm nicht richtig. Bei der Untersuchung zeigt sich eine Schwäche der gesamten rechten Körperhälfte. Eine noch am gleichen Tag durchgeführte Untersuchung des Gehirns zeigt jetzt den Hirntumor. Der Patient wird an der Universitätsklinik vorgestellt. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte dort führen zunächst eine
Gewebeprobe durch, die der Patient als sehr unangenehm empfindet, da er aus Sicherheitsgründen nur eine örtliche Betäubung erhält. Nach Erhalt des Resultates entscheidet man sich für eine Bestrahlung des Tumors. Dies ist für den Patienten sehr belastend, da er häufige Transporte in die Uniklinik in Kauf nehmen muss und sich so schwach und elend fühlt. Während der Behandlung erfährt er keine Besserung seines Zustandes und bekommt einen Krampfanfall, so dass derzeit die weitere Therapie an der Klinik stationär erfolgt.
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