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Endokarditis - Prophylaxe
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Endokarditis - Prophylaxe
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Kurz und bündig:
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Bestimmte Herzerkrankungen weisen ein erhöhtes Risiko auf, an einer Herzinnenwandentzündung zu erkranken. Bei diesen ist es wichtig, bei Zahnbehandlungen, ärztlichen Eingriffen oder Untersuchungen oder bei hochfieberhaften Erkrankungen vorbeugend Medikamente ( Antibiotika ) einzunehmen, um eine Erkrankung zu verhindern.
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Vorbeugung einer Herzinnenwand-Entzündung=Endokarditis-Prophylaxe
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Bei Auftreten von Bakterien im Blut =Bakteriämie kann es bei bestimmten Erkrankungen zum Festsetzen der Bakterien im Bereich des Herzens kommen. Diese können dann eine Herzinnenwandentzündung hervorrufen. Um dies zu verhindern betreibt man heutzutage eine Vorbeugung mit Antibiotika bei bestimmten Erkrankungen.
Notwendig ist die Vorbeugung bei operativen Eingriffen im Bereich des Mundes oder Rachens, z. B. bei zahnärztlichen Eingriffen oder auch bei Eingriffen im Bereich von Hals und Nase, bei Spiegelung der Bronchien (Bronchoskopie), bei Operationen oder diagnostischen Behandlungen im Bereich des Unterleibes oder des Magens oder Darmes ( z. B. bei Magenspiegelungen, Blasenkatheterisierungen, Darmspiegelungen, Darmoperationen, Entbindungen, Ausschabungen oder Operationen im Bereich des Unterleibes). Betroffen von dieser Vorbeugenotwendigkeit sind nach den neuen Leitlinien nur noch Patienten mit künstlichen Herzklappen, mit Endokarditis in der Vorgeschichte, mit bestimmten angeborenen Herzfehlern und nach Herztransplantation.
Die Behandlung richtet sich üblicherweise nach den Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Herz- und Kreislaufforschung.
Es wird empfohlen bei Behandlungen im Mund-und Rachenraum Penicillin als Amoxicillin 3g als Tablette ( 50 mg/kg ) 2 Stunden vor dem Eingriff einzunehmen. Wenn dies nicht möglich ist, das Penicillin Ampicillin 3g (50 mg / kg ) in die Vene ? Stunde vor dem Eingriff zu spritzen. Bei Behandlungen im Unterleibs- oder Verdauungsbereich gibt man Amoxicillin 3g ( 50 mg /kg ) als Tablette 1 Stunde vor dem Eingriff und 1,5 g nach 6 Stunden bzw. Ampicillin 3g zusammen mit Gentamycin1,5 mg pro kg Körpergewicht 30 Minuten vor dem Eingriff in die Vene und Ampicillin 1 g 6 Stunden nach dem Eingriff in die Vene bei hohem Risiko. Bei Penicillinallergie greift man auf Clindamycin 600 mg ( 15 mg /kg ) 1 Stunde vor dem Eingriff als Tablette bzw. in die Vene bei Erkrankungen des Mund- und Rachenraumes zurück und auf Ofloxacin 400 mg oder Vancomycin 1g ( 20 mg / kg ) i.v. über 1 Stunde bei Erkrankungen des Verdauungstraktes und der Unterleibsorgane bzw. bei hohem Risiko zusätzlich Gentamycin 80 mg ( 2 mg/kg ) i.v. und eine erneute Dosis Vancomycin 6 Stunden nach dem Eingriff.
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Patientenberichte:
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| Patientenbericht vom 22.10.2006: |
Ich, 42, muß seit zwei Jahren eine Endokarditisprophylaxe machen (Grund: Streptokokken-Infekt, Endokarditis und rheumatisches Fieber nach Geburt meiner Tochter). Daher
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