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Katzenkratzkrankheit

Fachartikel zum Thema Katzenkratzkrankheit

Kurz und bündig:

Die Katzenkratzkrankheit verläuft überwiegend gutartig, kann jedoch vor allem bei immungeschwächten Patienten zu schweren Komplikationen führen.

Ursache:

Auslöser ist in der Regel das Bakterium Bartonella henselae. Katzen infizieren sich meist durch Flöhe mit dem Erreger(15 % der Katzen in Deutschland weisen Antikörper auf) und stellen ein Reservoir dar. Die Katzen selbst zeigen normalerweise keine Krankheitssymptome. Sie übertragen den Erreger durch Biss oder Kratzen auf den Menschen.

Beschwerden:

Nach einer Inkubationszeit von 3 - 10 Tagen kommt es häufig zu einer Rötung, Papel oder Pustel an der verletzten Stelle, die 1 - 3 Wochen bleibt. In einem Zeitraum von weiteren 1 - 7 Wochen schwellen auf der Seite der Verletzung die regionalen Lymphknoten an. Da die Bissverletzungen meist an Händen, Armen und Hals auftreten, schwellen meistens die Lymphknoten im Bereich der Achselhöhle oder am Hals an. Nur selten finden sich Lymphknoten verstreut am Körper. In der Hälfte der Fälle kommt es zu leichtem Fieber. In ca. 10 % der Fälle treten Abszesse und Geschwüre auf. Die Lymphknotenschwellungen bleiben meist 2 - 4 Monate, in Einzelfällen auch länger und heilen in ca. 90 % der Fälle von selbst wieder ab. Es können jedoch auch Komplikationen auftreten.

Feststellen der Erkrankung:

Besteht der Verdacht auf die Katzenkratzkrankheit sollte man eine Infektion durch die Bestimmung der Bartonella - Antikörper nachweisen. Es kann vorkommen, dass sich in den Anfangsstadien der Erreger nicht nachweisen lässt, dann sollte man nach 2 - 4 Wochen nochmals den Test wiederholen. Der kulturelle Erregernachweis ist schwierig. In besonderen Fällen kann man den Nachweis von Bartonella-henselae-DNA mit PCR versuchen.

Therapie:

Die Diagnose ist zur Abgrenzung gegen andere Erkrankungen wie z.B. Lymphome wichtig. In den meisten Fällen benötigt man jedoch wegen des gutartigen Verlaufs keine Therapie, auch keine Antibiotikum - Gabe. Diese ist bei kompliziertem Verlauf notwendig. In Frage kommen dann Azithromycin, Clarithromycin, Ciprofloxazin, Docycylin und Rifampicin.

Komplikationen:

  • Beteiligung des ZNS mit Enzephalitis(es können Kopfschmerzen auftreten, Krampfanfälle, Nervenentzündungen im Sinne von Polyneuritis, Radikulitis, Myelitis und Hirnnervenbeteiligungen) und Neuroretinitis mit schmerzlosem einseitigem Sehverlust.
  • Befall von Leber und Milz mit Granulomen und Abszessen in diesen Organen
  • Befall von Lunge und Herz mit Lungenentzündung und Endokarditis(meist Aorten- und Mitralklappen- die Erregerkultur ist meist negativ)
  • Beteiligung des Skelettsystems mit Granulomen und Osteomyelitis, vor allem im Bereich von Schädel, Rippen oder Wirbelkörper.
  • Parinaud`sches Okuloglanduläres Syndrom, wobei Erreger in die Bindehäute gelangen und eine granulomatose Bindehautentzündung mit gleichseitigem Lymphknotenbefall meist vor dem Ohr hervorrufen.
  • Beteiligung anderer Orgaen wie Brust oder Ohrspeicheldrüse mit Anschwellung der entsprechenden Lymphknoten.
  • systemische Katzenkratzkrankheit, bei der die Erreger verstreut den Körper befallen und eine generalisierte Lymphknotenschwellung hervorrufen, dauerhaftes Fieber, Abgeschlagenheit und Organbeteiligungen.

Vorbeugung:

Bei Katzen, die nur im Haus leben, ist das Infektionsrisiko gering. Katzen, die sich auch draußen aufhalten, sollten von Flöhen befreit werden und man sollte die Hygieneregeln im Umgang mit den Katzen einhalten. HIV - Patienten sind erhöht gefährdet und sollten über das Risiko informiert werden.

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