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Ohrschmalzpfropf = Cerumen obturans

 
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Ohrschmalzpfropf = Cerumen obturans

Die Verstopfung eines Gehörganges durch Ohrschmalz kann zu einer akuten Hörminderung führen und sehr unangenehm sein.



Ursache:

Es kann ein zu enger Gehörgang vorliegen, der den Sekretabfluss behindert, der Sekretabfluss kann ohne äußere Ursache vermindert sein, es kann eine übermäßige Produktion von Ohrschmalz vorliegen, das Ohrschmalz kann aufquellen(z. B. beim Baden), Fremdkörper im Gehörgang(z. B. Hörgerät) können den Ohrpfropf zusammen drücken und damit verfestigen, häufig ist jedoch auch eine übertriebene Reinigung mit Wattestäbchen die Ursache des Ohrpfropfs, da man mit dem Wattestäbchen das Ohrschmalz eher in die Tiefe befördert als nach außen.



Behandlung:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Ohrpfropf zu entfernen. Der HNO - Arzt kann ihn mit einem Häkchen oder einem Sauger entfernen, der Allgemeinarzt kann ihn herausspülen. Trommelfellverletzungen sind als Komplikation theoretisch immer möglich. Nicht spülen sollte man bei alten Menschen mit bereits vorgeschädigtem Trommelfell oder sehr großen Gehörgängen, da in solchen Fällen das Trommelfell eventuell deutlich weniger Druck aushält(normalerweise reißt das Trommelfell erst bei einem Druck von 912 mm Hg, im Alter können diese Druckwerte jedoch deutlich sinken, vor allem bei geschädigten Trommelfellen, die z. B. vernarbt sind oder Kalkablagerungen aufweisen). Wenn der Gehörgang sehr weit ist, kann der Druck, der mit der Ohrspritze erzeugt wird(meist 200 - 300 mm Hg) steigen und ebenfalls zur Gefahr werden. Bei ohrgesunden, jüngeren Patienten kann ohne Weiteres gespült werden, wobei es meist besser ist, den Pfropf medikamentös vorher aufzuweichen. Anschließend sollte der Arzt das Trommelfell nochmals anschauen und entscheiden, ob eventuell Ohrtropfen zur Nachbehandlung nötig sind(wie z. B. Otodolor soft®).
 
 
 
 
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