Was ist Psoriasis-Arthritis?
Die Psoriasis-Arthritis tritt in Verbindung mit einer Schuppenflechte als Entzündung an den Gelenken in Erscheinung oder geht ihr voraus. UrsacheDie Ursache ist noch unbekannt. Man vermutet derzeit, dass Bakterien oder Viren eine Immunreaktion in Gang setzen, die zu einer Zerstörung eigenen Körpergewebes führt (Autoimmunprozess).
Symptome der Psoriasis-Arthritis
Häufig betroffene Gelenke
Betroffen sind in 50 % die Fuß- und Handgelenke beidseits. Bei ca. 30 % liegt ein asymmetrischer Befall vor. Nicht selten ist der gesamte Strahl befallen (1 Finger oder 1 Zehe mit sämtlichen Gelenken) oder sind in selteneren Fällen die Endgelenke und Handwurzelknochen befallen. Prinzipiell kann jedoch jedes Gelenk befallen sein wie z. B. Wirbelsäule, Iliosacralgelenke, Brust-Schlüsselbeingelenke, Kniegelenke.
Nagelveränderungen als Hinweis
Die Gelenke verformen sich und schmerzen, schwellen an. Häufig bestehen auch Nagelveränderungen wie Tüpfelnägel (Nägel sehen aus, als hätte man mit einem Stecknadelkopf kleine Dellen in die Nägel gebohrt) oder Ölnägel (Nägel haben eine gelben Fleck, der wie ein Ölfleck aussieht). Es können auch Sehnenentzündungen auftreten.
Diagnose der Psoriasis-Arthritis
Frühdiagnose und Laborwerte
Das Vorliegen einer Schuppenflechte muss bei Gelenksschmerzen immer an diese Erkrankung denken lassen. Im Labor sollte HLA-B27 bestimmt werden, der bei Befall des Iliosacralgelenkes bei 70 % der Patienten positiv ist. Die Frühdiagnose ist jedoch schwierig, zumal sich im Röntgenbild keine spezifischen Veränderungen zeigen.
Bildgebende Verfahren
Mit Hilfe des Knochenszintigramms können bereits frühzeitig entzündliche Gelenksveränderungen festgestellt werden, ebenso mit der Magnetresonanztomographie. Veränderungen der Nägel können wegweisend sein.
Behandlungsmöglichkeiten
Medikamentöse Therapie
Die Behandlung ist schwierig und langwierig. Man kann entzündungshemmende Rheumamittel versuchen (NSAR). Reicht dies nicht aus, kann man Methotrexat einsetzen, das manchmal kombiniert werden muss mit Kortison. Man kann Kortison auch in das Gelenk spritzen. In jüngster Zeit werden auch TNFalpha-Blocker verwendet (s. auch unter rheumatische Erkrankungen).
Physiotherapie und ergänzende Maßnahmen
Fango, Moorbäder, Eis, Elektrotherapie und Krankengymnastik vermindern ebenfalls die Schmerzen und sollten zur Erhaltung der Gelenkbeweglichkeit angewendet werden. Für die Ernährung gelten Regeln wie für alle rheumatischen Erkrankungen, d. h. Verzicht auf Genussmittel und überwiegend pflanzliche Ernährung sind sinnvoll.
Stressmanagement und Entspannung
Da Stress negative Auswirkungen auf die Erkrankung hat, empfiehlt sich das Erlernen eines Entspannungsverfahrens (siehe auch unter Wellness).
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