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Chronische Pankreatitis = chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung

03.07.2010:

Erfahrungsbericht zum Thema Chronische Pankreatitis = chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung

Link zum Fachartikel Chronische Pankreatitis = chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung

Hallo, liebes Team,

vor ca 4 Wochen wurde im Rahmen einer Routineuntersuchung bei einem ganz milden Schub meiner seit 2008 bekannten Colitis ulcerosa eine Bauchspeicheldrüsenentzündung festgestellt. Anhand erhöter Lipase-Werte (lagen bei ca. 400) . Ich habe davon nichts gemerkt. Keine Schmerzen. Dann erfolgten sehr viele Untersuchungen. Ultraschall: unauffällig, Magen-Darm-Spiegung:leichte Proktilitis, MRT: ohne Befund, Endsonographie: ohne Befund, ERCP: Bild einer autoimmunen Pankreatitis. Blutwerte ohne Querverweise auf autoimmune Marker. Alles o.k. Die Werte gingen unter Therapie rasch wieder nach unten. Nach ca. 1,5 Wochen wieder im Normbereich. Keine Probleme beim Essen oder Trinken. In 2 Wochen soll jetzt erneut eine ERCP gemacht werden. Ich bin ja froh, dass das alles so sorgfältig gemacht wird, auf der andern Seite bin ich aber auch leicht irritiert. Können solche Besonderheiten, gerade im autoimmunen Bereich, einmalig auftreten? Und wie soll ich das kontrollieren? Kann ich etwas für mich tun? Wie wird das weiter therapiert? Assoziert das mit dem Darm, oder tritt es einzeln auf? Wie hoch ist der Stressfaktor auslösend für diese Erkrankungen? Ich bin alleinerziehend mit zwei Söhnen, gehe arbeiten und habe ein eigenes Haus, weiblich 37 Jahre

Vielen Dank für Ihre Mühen

Liebe Leserin,

die autoimmune Pankreatitis ist selten und eine sehr rätselhafte Erkrankung. Sie geht mit einer IgG4 - Erhöhung im Serum einher. Infolge der Entzündung kann die Erkrankung zu Verengungen des Bauchspeicheldrüsenganges und Gallenganges führen. Die Erkrankung ist häufig vergesellschaftet mit anderen Autoimmunerkrankungen, auch mit Colitis ulcerosa. Jeder 2. Patient bekommt nach Therapie innerhalb eines Jahres ein Rezidiv, etwa 1/3 der Patienten benötigen eine Immunsuppression mit Azathioprin. Sie werden deshalb die nächsten Monate in enger Überwachung bleiben müssen, zumal Sie körperlich keine Beschwerden hatten. Wir wünschen Ihnen, dass Sie zu den 50 % gehören, die nie weider damit Probleme haben. Gute Besserung wünscht

Ihr Biowellmed Team

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