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Kurzdarmsyndrom

03.08.2006:

Erfahrungsbericht zum Thema Kurzdarmsyndrom

Link zum Fachartikel Kurzdarmsyndrom

Wer hat einen Tip für meine Mutter (61)
Kurze Zusammenfassung: 2001 Dickdarm OP wegen Rektumcarzinom. Nachfolgend massive Obstipation, letztendlich Dickdarmlähmung. Daraufhin 2005 komplette Dickdarmresektion als Therapie der Lähmung. Nachfolgend Loch im Dünndarm, erst nach 7 Tagen trotz starker Schmerzen wurde nochmal operiert. Ergebnis: massive Peritonitis. Es folgten noch 3 OPs mit Übernähung und Dünndarmresektionen aufgrund immer wieder auftretenden Leckagen am Dünndarm inkl. Fistelbildung. Anlage eines Ileostomas. Massive Gewichtsreduktion von 75 auf 48 kg bei 165 cm. Zurückgeblieben waren 2 große Abszesshöhlen im Abdomen und kleinem Becken mit fuchsbauartig angelegten Fistelgängen. Der Rektumstumpf war ebenfalls offen. Zwischenzeitlich auch MRSA. Dies ist alles innerhalb 5 Monate fortlaufend stationär passiert. Nun hatte sie nach ca. 7 Monaten zuhause nach einer ambulanten 'Fistelweitung überRektumstumpf damit die Entzündungsflüssigkeit aus der Abszesshöhle ablaufen kann' starke Schmerzen und eine extreme, abgrenzbare Verdickung des Bauches. Einlieferung in die 1. Klinik, drainieren der Abszesshöhle von der Bauchdecke aus, Verlegung in eine Uniklinik, dort in einer 7-stündigen OP Ausräumung der Abszesshöhlen mit Entfernung der Gallenblase und Kürzung u. Vernähung des Rektumstumpfes. 2 Tage später Durchspülung des Restdünndarms zur Kontrolle. Erstmal alles dicht. Restdünndarmlänge geschätzt 1,6 m (wo die restlichen Meter geblieben sind kann man aus den OP-Berichten nicht ersehen)
Aktuell: Ausschüttung durch das Ileostoma von ca. 4-5Liter täglich, meist nur flüssig und viel mit Gallenflüssigkeit, Infusionen mit Periplasmal und Schmerzmitteln.
Entlassung vorraussichtlich in ca. 2 Wochen. Die psych. Belastung kann man sich glaub ich evtl. vorstellen.
Frage: Was kann man zuhause zusätzl. tun, damit es nicht zu einem starken Nährstoffman
gel kommt? Woher kommt diese extreme Flüssigkeitsausschüttung? Wie kann man erreichen, dass der Rest Dünndarm nicht so hyperaktiv ist?

Liebe(r) Besucher(in) unseres Gesundheitsportals,

manchmal ist ein Krankheitsverlauf sehr schlimm wie bei Ihrer Mutter. Wir können nur für sie wünschen, dass es bald wieder aufwärts geht. Bei einer unserer Patientinnen lag ein ähnliches Problem vor. Wir konnten einiges erreichen durch die Gabe von Cholestyramin, einem Medikament, das Gallensalze bindet und dadurch den Durchfall reduziert, durch die Gabe von 1000 mg Calcium, das eher verstopfend wirkt und ohnehin gut ist, da bei so niedrigem Gewicht der Knochen leidet und eine Osteoporose droht und durch Isosource, eine spezielle Nahrung, die man sowohl zum Trinken verabreichen kann als auch über eine Ernährungssonde, wenn dies notwendig wird. Dies müssen jedoch die betreuenden Ärztinnen und Ärzte entscheiden, da Ihre Mutter derzeit auf jeden Fall einer intensiven medizinischen Betreuung bedarf. Die großen Mengen an Flüssigkeit entstehen übrigens durch eine osmotischec Diarrhoe, da aus dem Dünndarm osmotisch wirkende Substanzen in den Dickdarm gelangen, da sie ungenügend aufgenommen werden und ungenügend verddaute Nahrungsmittel in den Dickdarm gelangen. Eine Osmose entsteht, wenn durch eine halbdurchgängige Membran Waser zur konzentrierteren Lösung gezogen wird. Ein ganz wichtiger Faktor ist natürlich auch der Überlebenswille und die Dankbarkeit, dass sie trotz aller widrigen Umstände noch lebt. Wir sehen immer wieder, dass Patienten, die positiv denken, schneller gesund werden und Hürden besser nehmen als solche, die ständig mit ihrem Schicksal hadern nd nach Fehlern suchen. Kein anderer Mensch ist für eine spontan auftretende Erkrankung verantwortlich und jeder Mensch muss froh sein, wenn er Hilfe erhält. Deshalb empfehlen wir Ihnen, Ihrer Mutter Mut zu geben und sie in Ihrem Bestreben, gesund zu werden, maximal zu unterstützen. Wir würden uns jedenfalls freuen, wenn es ihr bald besser gehen würde.

Ihr Biowellmed Team

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