Warum ist Blutspende so wichtig?
15.000 pro Tag: So viele Blutkonserven werden in der medizinischen Versorgung benötigt. Doch das Durchschnittsalter der Spendenden ist mit 50 Jahren hoch – die Altersgrenze von 68 Jahren für viele Bereitwillige also nicht mehr fern.
Hinzu kommt die begrenzte Haltbarkeit der Konserven. Blutspenden sollte daher möglichst wenig im Weg stehen – auch beim Thema Impfen. Was Sie beachten sollten!
Wann führen Impfungen zur Rückstellung?
Impfungen können ein Grund sein, Spendewillige für einen gewissen Zeitraum zurückzustellen. Dies ist der Fall, wenn eine Lebendimpfung, z. B. gegen Gelbfieber, Röteln, Masern, Mumps, Varizellen, Typhus oder Cholera, weniger als 4 Wochen zurückliegt.
Eine Tollwut-Impfung, der Verdacht auf eine Exposition oder eine Postexpositionsprophylaxe weniger als 1 Jahr zurückliegen. Eine Hepatitis-B-Impfung weniger als 4 Wochen zurückliegt.
Blutspenden nach einer Impfung: Wann ist es möglich?
Spendewillige, die Tot-, Toxoid- oder gentechnisch hergestellte Impfstoffe erhalten haben, müssen nicht zurückgestellt werden. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) ist eine Blutspende nach der Impfung mit einem Totimpfstoff bereits nach einem Tag möglich.
Es ist jedoch zu beachten, dass keine klinischen Symptome feststellbar sein dürfen und die Person sich gesund fühlt. Dies gilt unter anderem für folgende Impfungen: Poliomyelitis inaktiviert, Typhus inaktiviert, Tetanus, Diphtherie, Influenza, Cholera inaktiviert, FSME, Hepatitis A, HPV.
Blutspende nach COVID-19-Impfung
Auch nach einer Impfung gegen COVID-19 mit den in Deutschland zugelassenen Vakzinen bestehen keinerlei Einschränkungen bezüglich einer Blutspende – und zwar sowohl bei der Grundimmunisierung als auch bei der Boosterung.
Fühlt sich die geimpfte Person wohl, kann sie bereits am Folgetag Blut spenden. Treten jedoch Symptome auf, die zeitlich eindeutig mit der Impfung assoziiert sind – also beispielsweise Impfreaktionen wie Kopf- und Gliederschmerz, Fieber oder Abgeschlagenheit – ist eine Spende erst mindestens 24 Stunden nach Abklingen der Symptome möglich.
Wie motivieren wir mehr Menschen zur Blutspende?
42 Mio. Menschen in Deutschland geben regelmäßig ihr Blut für medizinische Zwecke. Ein wichtiger und förderungswerter Beitrag. Es gilt aber auch, weitere Spendewillige zu motivieren.
Dabei sollte eine Impfung nicht im Wege stehen. In vielen Fällen sind im Zusammenhang mit Impfungen keine oder nur kurze Rückstellungen zu erwarten.
Leseempfehlungen:
-
Entwicklung und Schutz durch Influenzaimpfung
Entdecken Sie, wie Influenza-Impfstoffe nicht nur vor Grippe schützen, sondern auch positive Effekte auf neurodegenerative Erkrankungen haben können.
-
Unvorhersehbare Auswirkungen der COVID-19-Pandemie
Einblick in die verschiedenen unvorhersehbaren Herausforderungen und Entwicklungen, die durch die COVID-19-Pandemie entstanden sind.
-
Coronavirus und weltweite Pandemien kurz und bündig
Der Artikel bietet einen prägnanten Überblick über die globale Entwicklung des Coronavirus und dessen weitreichende Auswirkungen.