Urlaub im Hochgebirge: Risiken für Herz- und Lungenkranke

Wer sollte das Hochgebirge meiden?

Immer wieder wird man als Ärztin oder Arzt mit der Frage konfrontiert, ob kranke Menschen im Hochgebirge Urlaub machen dürfen. Gefährdet sind im Hochgebirge vor allem herz- und lungenkranke Menschen. Schwache Menschen mit einer Herzinsuffizienz müssen sich in der Höhe sehr vorsehen. Vor allem sollen Kranke, die bereits in der Ebene Atemnot haben, keinesfalls höhere Regionen aufsuchen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Höhenluft

Herzgeschwächte mit Beschwerden oder Herzkranke mit einer Verengung der Herzkranzgefäße sollten Höhen über 2500 m meiden. Nach einem Herzinfarkt sollte man die Höhe ebenfalls meiden. Liegt der Herzinfarkt längere Zeit zurück und bestehen keine Beschwerden mehr, können Herzkranke auch wieder ins Hochgebirge, wobei immer eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt sinnvoll ist.

Lungenkrankheiten und ihre Risiken in der Höhe

Bei Patienten mit Lungenkrankheiten ist ebenfalls größte Vorsicht geboten. Hier sollte am besten ein Lungenfacharzt befragt werden, um das Risiko einzuschätzen.

Weitere Risikogruppen wie Blutarmut und Nierenerkrankungen

Eine Gefahr besteht auch bei Menschen mit Blutarmut und bei schwer Nierenkranken, da durch die Blutarmut die Sauerstoffversorgung des Körpers gefährdet ist.

Symptome und Beschwerden bei Höhenbelastung

Allgemein kann man sagen, dass es nicht sinnvoll ist, mit Gewalt einen Urlaub im Hochgebirge zu planen, wenn man schon im Flachland Schwierigkeiten hat. Auch im Urlaub sollte man an seine Sicherheit denken. Ein Urlaub, der im Rettungsfahrzeug endet, ist kein Urlaub.

Tipps für einen sicheren Bergurlaub

Vernünftige Planung und Alternativen für Risikopatienten. Lieber mit Vernunft etwas zurückstecken und die Schönheiten genießen, die möglich sind, als sich auf unüberschaubare Risiken einlassen. Bekanntlich hat der Mensch häufig die Sehnsucht nach Dingen, die schwer erreichbar sind und sieht Naheliegendes vor lauter „Fernweh“ nicht.

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Eine Antwort auf „Urlaub im Hochgebirge: Risiken für Herz- und Lungenkranke“

Wir veröffentlichen so viele Erfahrungsberichte, da es anderen Betroffenen helfen kann, mehr Informationen zu ihrer Krankheit zu erhalten. Dadurch ergeben sich mehr Möglichkeiten, Fragen an Ihren behandelnden Arzt zu stellen, um die Vorgehensweise oder Behandlung besser zu verstehen. Aus diesem Grund sind auch die Erfahrungen anderer Menschen, die an dieser Krankheit leiden, wertvoll und können dem Einzelnen nützen. Wir freuen uns daher über jeden Erfahrungsbericht.

  1. Ändert sich die Wirkung von Mediamenten im Hochgebirge?

    Muss die Dosierung von Truxal und Citalopram angepasst werden?

    Viele Grüße.

    Lieber Besucher unseres Gesundheitsportals,

    die von Ihnen genannten Medikamente können zu Herz – Kreislauf – Nebenwirkungen führen(z. B. Blutdruckabfall) oder zu Regulationsstörungen der Körpertemperatur, zu Störungen des Salz – und Wasserhaushalts mit ernsten Folgen und zu Schlafstörungen. Solche Probleme können sich im Hochgebirge drastisch verstärken, da die Körpertemperatur durch Anstrengung ansteigt(es könnte zu gefährlicher Hyperthermie kommen), der Wasser- und Salzverlust durch Schwitzen ein Problem werden könnte und der Sauerstoffmangel sich z. B. verstärkend auf Schlafstörungen auswirken kann. Deshalb sollten Sie unter dieser Medikation nicht ohne ärztliche Rücksprache und Beratung und nicht ohne angemessenes Training und Vorbereitung ins Hochgebirge. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

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