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Analkarzinom

Kurz und bündig

Das Analkarzinom ist eine bösartige Erkrankung mit guter Heilungschance, vor allem bei frühzeitiger Entdeckung. Deshalb ist es so wichtig, an Früherkennungsuntersuchungen teilzunehmen und bei ersten Beschwerden sofort zum Arzt zu gehen.

Ursachen

Ursachen können mechanische Reizungen sein, chronische Entzündungen wie sie z. B. bei Schuppenflechte oder Fissuren oder Fisteln auftreten, humane Papillomviren(16 und 18), die auch Kondylomata verursachen oder zu Zervixkarzinomen führen können.

Beschwerden

Es kann Blut im Stuhl auftreten, der Analbereich kann jucken oder schmerzen, der Stuhl kann unregelmäßig, untypisch geformt oder verstopft sein, es kann ein Fremdkörpergefühl im Anus auftreten, eventuell kann man den Stuhl nicht mehr richtig halten oder es können vergrößerte Lymphknoten in der Leiste auftreten.

Feststellen der Erkrankung

Der Arzt kann eventuell bereits bei der Austastung des Darmes den Verdacht stellen. Dann ist eine Spiegelung des Enddarmes oder eine komplette Darmspiegelung notwendig. Bestätigt sich der Verdacht, müssen weitere Untersuchungen wie Kernspintomographie des Beckens, des Oberbauches(oder CT), Röntgenuntersuchung der Lunge und Endosonographie angeschlossen werden.

Stadieneinteilung

T1: Tumor unter 2 cm
T2: Tumor 2 – 5 cm
T3: Tumor über 5 cm
T4: Einwachsen des Tumors in die Nachbarorgane

Besonderheiten des Analkarzinoms: Der Analkanal ist vom After bis zur Linea dentata von Plattenepithel ausgekleidet, oberhalb der Linea dentata von Rektumschleimhaut. 2/3 der Adenokarzinome sind Plattenepithelkarzinome, der Rest Adenokarzinome. ? der Adenokarzinome liegen direkt am Übergang Haut/Schleimhaut und sind schwieriger zu behandeln. Obwohl die Analkarzinome zu den Darmkarzinomen gehören, gelten für sie andere Regeln.

Behandlung

Bei Tumoren unter 2 cm genügt eine alleinige Bestrahlung. Dies führt in fast 100 % der Fälle zur Heilung. Bei allen anderen Stadien ist zusätzlich eine Chemotherapie erforderlich. Die Bestrahlung erfasst den Tumor und die Lymphknoten in Leiste und Becken und erfolgt normalerweise täglich über 5 – 7 Wochen. Sie kann zu schweren Hautreizungen und geschwürigen Hautveränderungen führen, die jedoch meist innerhalb von 2 – 3 Monaten gut abheilen. In ca. 20 % der Fälle kann eine Stuhlinkontinenz entstehen. Dies macht dann eventuell eine anschließende Operation erforderlich. Die Chemotherapie erfolgt mit 5-FU, bei der ersten Chemotherapie wird normalerweise Mitomycin zugefügt. Durchfälle als Folge der Behandlung können auftreten, sind jedoch meist gut beherrschbar(z. B. mit Smektit-Beuteln). Die 5-Jahres-Überlebensrate nach Bestrahlung und Chemotherapie beträgt ca. 90 %. Erneute Krebsentstehung(Rezidiv) tritt vor allem in den ersten 2 Jahren auf, unter einer kombinierten Therapie in ca. 39 % der Fälle. Deshalb sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen(in den ersten 2 Jahren viertel-, später halbjährlich) erforderlich. Auch bei nicht mehr heilbaren Tumoren kann eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie zur Beherrschung der Schmerzen sinnvoll sein. Operiert muss werden, wenn nach der kombinierten Therapie noch ein Resttumor vorhanden ist, wenn ein Rezidiv auftritt, wenn es die Folge der Bestrahlung erforderlich macht(z. B. wenn ein Patient seinen Stuhl nicht mehr halten kann oder ein Geschwür nicht heilt) oder wenn der Tumor bereits in den Schließmuskel eingewachsen ist. Kann ein Tumor nicht mehr operiert werden und verengt den Darmausgang, kann auch mit Kryotherapie oder Laser wieder eine Durchgängigkeit geschaffen werden. Fernmetastasen kommen selten vor. Sie werden eventuell mit Chemotherapie(5-FU+Cisplatin) behandelt, falls dies der Zustand des Patienten erlaubt.

Vorbeugung

Die beste Vorbeugung besteht in einer guten Sexualhygiene(z. B. Vermeiden irritierender Praktiken des Analbereiches) und der Verwendung von Kondomen. Außerdem sollte man auf eine gute Behandlung von Entzündungen und Fissuren in diesem Bereich achten und bei geringen Beschwerden bereits einen Arzt aufsuchen.

Erfahrungsberichte (0) zum Thema „Analkarzinom“

Schreiben Sie Ihren eigenen Erfahrungsbericht

  1. Hallo,
    ich bin verzweifelt. ich lebe in Griechenland auf einer Insel. Da ich immer wieder Schmerzen im Analbereich hatte samt Durchfall wurde bei einer Endoskopie ein Geschwür gefunden. Obwohl die Ergebnisse der Biopsie noch nicht da sind und der Chirurg, den man sich selbst suchen muss, ein Allgemeinchirurg ist, hat dieser mir gesagt, er müsse den Analkanal samt Schließmuskel entfernen, da ein Darmverschluss droht und es wäre dringend.
    Ich bin geschockt. Denn es gibt keine vorbereitenden Gespräche und man wollte mich direkt im Krankenhaus behalten.
    Meine Frage ist, gibt es denn irgendeine Möglichkeit, dieses Geschwür zu entfernen, damit der Darmausgang erstmal wieder frei ist? Dann hätte ich auch Zeit, mich um weitere Therapien zu kümmern.
    Es kann doch nicht sein, dass dies die einzige Möglichkeit ist.
    In der Hoffnung auf baldige Antwort.
    Ich würde natürlich sofort nach Deutschland fahren, wenn ich wüsste, wo man mir helfen könnte.

    Liebe Gisela,

    es kann sein, dass der Arzt in Griechenland vermutet, dass es ein bösartiges Geschwür sein könnte. Die Möglichkeiten kann man nicht über das Internet besprechen. Wir wissen nicht, wie in Griechenland die ärztliche Versorgung ist. Sie müssen selbst entscheiden, was Sie tun. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  2. Hallo ihr lieben.

    Ich bin echt am verzweifeln. Ich habe seis ein paar Monaten immer wieder mal Blut im Stuhl. Mein after ist nach dem Stuhlgang immer angeschwollen obwohl es kein harter Stuhl ist.
    Und dann schwillt auf 6 Uhr immer wieder so ein knuppel an. Der kommt und geht und kommt und geht. Zusätzlich habe ich immer das Gefühl das was im after stecken würde und so ein kribbeln.
    Ich hatte bereits 2 proktologische Untersuchungen und eine ganze darmspiegelung wo nicht gefunden wurde Gott sei Dank.
    Trotzdem macht mich das fertig weil keiner weiß was das ist und es wirklich sehr unangenehm und oft auch weh tut.
    Ich habe noch eine MRT Untersuchung um noch einmal alles genau durchgecheckt wird. Ich habe wirklich Angst das es Krebs sein könnte was da immer anschwillt.
    Vielleicht hat ja jemand auch schon solche Erfahrungen gemacht und Kann mir Infos dazu geben.

    Vielen lieben Dank

    Liebe*r Leser*in,

    der Knubbel hört sich doch an wie eine Hämorrhoide. Auch das Kribbeln passt dazu. Wenn der Arzt natürlich untersucht, während die Hämorrhoide gerade nicht da ist, kann er sie übersehen. Ein Analkarzinom wird man kaum übersehen. Wir schlagen Ihnen vor, dass Sie umgehend in eine proktologische Klinik fahren, als Notfall sozusagen, wenn Sie selbst den Knubbel tasten können, damit man die klare Diagnose stellen kann. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  3. Guten Tag,

    Ich bin derzeit ein wenig verzweifelt. Seit vielen Jahren habe ich Beschwerden im Analbereich und wurde auch zwei Mal operiert. Derzeit bin ich zum ersten Mal schwanger und generell sehr ängstlich. Ich habe seitdem ich schwanger bin leichte Verdauungsprobleme und creme deshalb präventiv meinen After ein, damit ja nicht wieder eine Fissur entsteht.
    Beim Eincremen stoße ich mit meinem Finger jedes Mal ein kleines Stück innerhalb des Schließmuskels auf etwas. Es fühlt sich an, wie eine riesige Blase, die Overfläche fühlt sich wie die restliche Schleimhaut im After auch an. Diese schmerzt nicht und lässt sich auch nicht verschieben. Ich kann nur den Anfang und die Wölbung ertasten, weil ich weiter mit meinem Finger nicht hineinkomme. Ich habe nun Angst das das ein Analkarzinom sein könnte… Es blutet nicht, aber beim Stuhlgang habe ich manchmal das Gefühl als müsste der Stuhl zuerst ein kleines "Hindernis" bewältigen, um den Schließmuskel passieren zu können, als müsste er sich da vorbeischieben. Nun meine Frage: Ich wurde das letzte Mal Anfang Dezember 2021 operiert, also vor 6-7 Monaten. Damals wurde eine Fissur und eine Fistel saniert und eine Papille entfernt, die im Labor keine Auffälligkeiten zeigte. Könnte es sein, dass sich ein Analkarzinom so schnell entwickelt?

    Vielen Dank und liebe Grüße

    Liebe H.,

    das Wahrscheinlichste ist, dass Sie durch den Darm Ihre Gebärmutter tasten. Zur Sicherheit sollten Sie jedoch einen Arzt nachsehen lassen. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  4. Hallo,

    ich weiß nicht mehr weiter.

    Vor ein paar Wochen bekam ich plötzlich starke Schmerzen am After, konnte kaum sitzen. Die Schmerzen waren nach etwa zwei Tagen vorbei.
    Eine Woche später kamen schleichend Dammschmerzen und Kreuzschmerzen bis in den Oberschenkel.
    Durch Bewegung und Übungen hatte ich den Eindruck, es würde besser.
    Aus Angst vor Darmkebs habe ich meinen Körper stark beobachtet. Da ich Nahrungsmittelunverträglichkeiten habe, habe ich auch immer wieder mal Durchfall und weichen Stuhl. Zuletzt fiel mir auf, dass dieser etwas schmaler ist als früher.
    Nun habe ich hinter dem Aftereingang, also innen drin, einen kleinen glatten Knubbel ertastet und frage mich, was das sein sollte. BBeim Druck auf diesen habe ich etwas Schmerten, die offenbar in das Kreuz ziehen.
    Die Dammschmerzen und Oberschenkelschmerzen sind inzwischen weg. Prostata wurde ausgeschlossen.

    Lieber K.,

    das sollte man auf alle Fälle untersuchen. Wenden Sie sich an einen Proktologen. Die Untersuchung ist nicht schlimm und man weiß dann Bescheid. Am ehesten könnte eine Analthrombose vorliegen. Nachschauen ist jedoch wichtig. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  5. Hallo,
    ich hatte hier schon einmal – am 25.05.21 – einen Bericht über meine Diagnose Analkarzinom verfasst.
    Inzwischen habe ich so viel hinter mir, dass ich meine persönlichen Erfahrungen gerne mitteilen möchte – evtl kann ich ja jemandem damit helfen :
    Ich habe mich damals für eine ambulante Radio /Chemotherapie entschieden, da es meine einzige Chance war zu überleben.
    Die Ärzte prognostizierten mir – sollte ich mich dagegen entscheiden – ich würde dann innerlich verwesen.
    Ein schrecklicher Gedanke!!
    Ich versuche hier alles etwas zusammen zu fassen.
    Es begann mit Radio Therapie und zwischendurch Chemo – aber alles ambulant, da ich mich dazu entschlossen habe, wenn schon, zu Hause zu sterben.
    Die Chemo habe ich ganz gut vertragen, aber die Radiothérapie hat mich zu Boden gezwungen.
    Ich wurde von meinem Partner und meinem Sohn zur Therapie geschleppt, da ich kaum noch die Kraft hatte, zu laufen.
    Ich bin zweimal zusammen gebrochen!
    Das erste Mal zur Hälfte der Therapie- da bekam ich einen Tag Auszeit von der Bestrahlung, das zweite Mal gegen Ende der Therapie – mit der Folge, dass ich ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
    Dort haben sie festgestellt, dass ich hohes Fieber hatte und mein Immunsystem kaum noch vorhanden war.
    Ich wurde auf ein Einzelzimmer gebracht, bekam sofort Infusionen und die Ärzte schützen mich vor sich selbst, indem sie im Vollschutz auf das Zimmer kamen.
    Jeder Keim, jeder Virus, sollte er noch so unscheinbar sein, konnte mich töten.
    Wie schlecht es um mich stand, konnte ich vor Schmerzen schon garnicht mehr begreifen.
    Die Therapie hatte meinen Unterleib so stark verbrannt, dass ich mich nicht setzen konnte und den ganzen Tag gelegen und geschlafen habe.Die Ärzte haben sogar Bilder der Verbrennungen gemacht, da sie angeblich so etwas noch nicht gesehen hatten.
    Auch die bekannte * Müdigkeit * stellte sich als fatale Denkfalle heraus, denn man ist nicht nur müde, sondern man ist fast regungslos und apathisch.
    Hinzu kam, dass ich währenddessen 15 kg abgenommen habe (bei einer Größe von 182 cm wog ich nur noch 60 kg)
    Ich wollte mehr als einmal sterben!!!
    Daß der Kampf gegen diesen Krebs so schrecklich und zehrend ist, hätten wir uns nicht träumen lassen.
    Ich war zwei Wochen in der Klinik, dort haben sie mich wieder etwas aufgepäppelt und entlassen, als ich wieder Nahrung zu mir nehmen konnte (die auch drinnen blieb)
    Ich konnte noch nicht einmal richtig laufen und wurde im Rollstuhl zu meinem Lebensgefährten ans Auto gebracht.
    Zu Hause ging es mit Schmerzen und Müdigkeit weiter, jede Woche Blut abnehmen (wobei jemand zu uns nach Hause kam) weil mein Immunsystem immer noch im Keller war.
    Während dieser gesamten Zeit habe ich unzählige Tabletten incl Morphium bekommen, damit ich die Schmerzen aushalten kann.
    Das Resultat daraus ist :
    Ich bin heute immer noch am Laufen lernen, kann immer noch nicht den Stuhlgang richtig kontrollieren und würde diesen Schritt mit Radio /Chemotherapie nicht noch einmal wiederholen!!
    Das ist meine jetzige Meinung!!
    Momentan gelte ich als krebsfrei, das MRT hat ergeben, dass die zwei Tumore restlos verschwunden sind!!
    Die Angst bleibt aber, bei jeder Nachuntersuchung, dass sie wieder etwas finden.

    Ich wünsche jedem, der die Diagnose Analkarzinom bekommt, dass er alles gut überdenken kann und sich dann richtig entscheidet..
    Vor Allem aber, viel Kraft und einen starken Partner – oder Familie – für den es sich zu kämpfen lohnt und zu überleben!
    Ich hatte und habe solch einen Partner!!

    Liebe T.B.,

    herzlichen Dank für Ihren bewegenden Bericht. Wir können uns sehr gut vorstellen, was Sie durchgemacht haben. Das Leben fordert manchmal einen sehr hohen Preis. Hinterher sagt man natürlich leicht, ich würde es nicht wieder machen. Andererseits darf man nicht vergessen, dass es mindestens so schlimm werden kann, wenn man nichts tut. Wir denken deshalb, Sie haben alles richtig gemacht und wünschen Ihnen das Beste. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  6. Im März 2021 hatte ich erstmals Beschwerden am Darm es kam und ging und fühlte sich wie Hämorithen an.Im Juni ging ich dann zu einem Proktologen,der dann den Analrandkrebs und einige befallene Lymphknoten in der Nähe feststellte.
    Der Tumor war ca. 7 cm gross.Nach 6 Wochen Vorbereitungsuntersuchungen begann dann die 6 wöchige Behandlung mit Chemo und Bestrahlung.Nach dem 1. TAG musste die Behandlung abgebrochen werden,da ich hohes Fieber bekam.1 Woche war ich dann im Krankenhaus und bekam Antibiotikainfussionen.Alles wurde untersucht auch mein frisch gesetzter Port.Eine Infektion wurde nicht festgestellt.Mit schmerzendem Port wurde ich dann entlassen und die Chemo und Bestrahlung wurde fortgesetzt.Mein Port schmerzte noch nach 3 Wochen.Nach der ersten Chemogabe bekam ich eine heftige,schmerzhafte Mundschleimhautentzündung.Nun musste ich mich seit dem Krankenkausaufenthalt mit Ischiasproblemen,Portschmerzen,Und Unwohlsein herumplagen.Essen konnte ich fast nichts und alles führte zu einem Appetitverlust.Nach 2 Wochen Behandlung setzten die ersten Schmerzen der Bestrahlungsbehandlung ein.Ständig dachte ich ans aufgeben Nun habe ich von 6 Wochen nur noch eine Woche vor mir und hoffe sehr ,diese auch noch zu überstehen.Die Schmerzen sind enorm,Essen kann ich bis jetzt immer noch nichts und die Ischiasprobleme machen mir zusätzlich zu schaffen.Den Tumor spüre ich kaum noch und so bin ich zuversichtlich,das alles gut werden kann.Meine Frage wie lange halte die Verbrennungsschmerzen am After und Scheide an.Wie lange muss man diese Schmerzen aushalten?Ich bin 70 Jahre
    AN ALLE HALTET DURCH!!

    Liebe B.P.,

    das ist individuell unterschiedlich. Die Haut wird in Mitleidenschaft gezogen und kann mit Sonnenbrand ähnlichen Veränderungen reagieren, kann jedoch auch dauerhaft geschädigt werden, was sich durch Trockenheit, Verlust der Elastizität und Pigmentveränderungen zeigen kann. Der Darmausgang kann Schaden nehmen, was sich auf die Kontinenz auswirken kann und zu Verengungen des Darmausgangs führen kann, da narbige Veränderungen von Haut und Schleimhaut auftreten können und im Beckenbereich kann es zu Verwachsungen kommen, die eventuell später zu Problemen führen können. Deshalb ist es sinnvoll, dass Sie sich an Ihren Hausarzt wenden, der Ihnen mit Schmerzmitteln und Pflegehinweisen helfen kann. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  7. Bei mir wurde im September 2020 ein hochgradiges Plattenepithelkarzinom am Analkanal festgestellt.
    Im Oktober wurde ich schon operiert mit Restrisiko 0, sollte aber zur Sicherheit Bestrahlung /Chemotherapie bekommen.
    Da ich hierfür einen Gesprächstermin in der Klinik hatte und die Aufklärung recht heftig war (wörtlich: bis hin zum Tod) glaubte ich noch so aus der ganzen Geschichte heraus zu kommen(da ich ja eine OP mit Restrisiko 0 hatte) und wollte keine Therapie.
    Wozu ich fühlte mich gesund!!
    Bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung wurde eine Metastase entdeckt, die auch wieder operativ entfernt wurde..
    Na, dann ist es endlich geschafft (dachte ich)
    Jedoch die nächsten Untersuchungen brachten wieder zwei Metastasen zum Vorschein, diesmal sogar ein Lymphknotenbefall und eine am scheidenstumpf.
    Nun gab es keine andere Möglichkeit mehr als Radio /Chemotherapie, denn diesmal war es inoperabel!
    Hätte ich das alles vorher gewusst, hätte ich mich gleich zur Therapie entschlossen, aber damals glaubte ich noch, es geschafft zu haben.
    Nun habe ich inzwischen höllische Schmerzen, da der Tumor auf einen Nerv drückt und bekomme Morphium, damit ich etwas schlafen kann.
    Übermorgen fängt die ambulante Radio Therapie an und nächste Woche die Chemo Therapie, denn man musste ja erst ein Planungs CT machen und die Höhe der Dosis festlegen..
    Ich habe Angst vor der Therapie weil mein Dünndarm auch noch unterhalb der Blase liegt da ich zu den großen Menschen gehöre, bei denen sowas öfters vorkommt.
    Also ist es schwer, hier genau die Strahlung zu platzieren und mein Dünndarm kann zerstört werden.
    Inzwischen frage ich mich, ob es das alles Wert ist, nur um noch ein paar Jahre mit dem Partner zusammen zu leben..
    Ich hoffe sehr, dass ich hier nochmal lebend, ohne allzu viel Nebenwirkungen, heraus komme.

    Liebe*r Leser*in,

    das wünschen wir Ihnen sehr und hoffen, dass noch alles gut geht. Das ist natürlich alles sehr tragisch. Wir sind dankbar für Ihren Bericht, weil er vielleicht andere Betroffenen davor warnen kann, eine mögliche Therapie zu unterlassen. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  8. hallo,

    ich habe seit nunmehr 2 wochen juckreiz im analkanal. ich war vor einer woche auch bei einem proktologen, der ca. 7cm tief meinen analkanal untersucht hat. er hat nichts gefunden. noch nicht mal nennenswert vergrößerte hämorrhoiden. der juckreiz ist trotz daflon und zäpfchen immer noch da und ich hatte jetzt zweimal relativ dünnen stuhl, danach wieder normalen stuhl. was kann das sein? soll ich nochmal zum arzt gehen?

    kurz zu meiner person: 38F, normalgewicht, hatte eine konisation wegen hpv und auch einmal ungeschützten analverkehr vor ca. 5 jahren.

    Liebe Y.,

    manchmal liegt eine allergische Ursache vor oder es handelt sich um Würmer. Das sollte man prüfen oder Sie vertragen die Creme nicht. Wir würden nochmals zur Kontrolle raten. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  9. Hallo liebes Team, ich habe folgendes Problem. Vor 2 Monaten hatte ich für ca. 1Woche eine Durchfallerkrankung, die dann wieder ok war. Dann ca. 2Wochen später bekam ich irgendwie Verdauungsprobleme…ständig ein leichter Druck auf dem Anus, ab und zu Blähungen und das ständige Gefühl es brennt leicht innen am Anus, so als hätte man Durchfall. Aber mein Stuhl ist vollkommen in Ordnung, der Stuhl ist fest und in Wurstform. Morgens wenn ich wach werde ist noch alles ok, aber nach ca. einer halben Stunde ensteht dieses unangenehme Gefühl am Enddarm. Wenn die Blase voll ist, verstärkt sich das Gefühl und nach dem Essen bekomme ich oft Darmgeräusche die vorher nicht da waren. Ich kann mir das nicht erklären…habe keinen Durchfall, keine Verstopfung, kein Blut im Stuhl, kein Fieber ect…gehe 1x am Tag auf die Toilette und der Stuhl ist ok. Ich habe eine Schuppenflechte außerhalb des Afters und eine Pollenallergie im Sommer, das ist alles.

    zu mir, ich bin 35, männlich, schlank…keine Darmerkrankungen in der Familie bekannt.

    MfG

    Lieber St.,

    anhand der Vorgeschichte tippen wir am ehesten auf eine Analfissur. Diese kann z.B. in Folge einer Durchfallerkrankung entstehen. Sobald man dann Schmerzen im Anusbereich hat, kann dann der ganze Darm in Mitleidenschaft gezogen sein(Darmgeräusche). Sie sollten sich untersuchen lassen, am besten zunächst bei einem Proktologen, um zu sehen, ob eine Fissur vorliegen könnte. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  10. Hallo,

    Ich bin 30 Jahre alt und habe seit längerer Zeit Jucken am after. Dies jedoch eher unregelmäßig und meistens Stunden später nach dem Stuhlgang.

    Vor ein paar Jahren wurde mir mal eine Hämorrhoide verödet und war im letzten Jahr beim proktologen zwecks Kontrolle und da da alles gut aus.

    Da ich ab und an kleine warzen im genitalbereich habe (klein und meist 2,3 Stück) und von Hautarzt entfernt bekomme mache ich mir nun große Sorgen das der Juckreiz in Verbindung mit den warzen evtl ein Analkarzinom sein könnte. Außen konnte ich keine Auffälligkeiten fedtdtellen, jedoch ist mir direkt nachdem Schließmuskel zwei drei weiße Punkte direkt am Anfang des analkanals aufgefallen und das macht mir große Angst. Einen Termin habe icu erst in 2 Wochen.

    Bis auf das Jucken zwischendurch habe ich keine weiteren Symptome, könnte es sich um ein Karzinom handeln?

    Lieber M.,

    natürlich können wir keine Diagnose stellen, wir halten es jedoch eher für unwahrscheinlich und denken, Sie können beruhigt den Termin in 2 Wochen abwarten. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  11. Bei meinem Papa wurde heute ein Analkarzinom festgestellt. Heute ist die 4. Woche im Krankenhaus.
    Er hatte eine Metastase im Gehirn, die operativ komplett entfernt wurde, daraufhin begann die Suche nach dem Tumor. In der rechten Lunge wurden auch 3 kleine Metastasen festgestellt und im Bauchraum sind auch einige Lymphknoten befallen. Die Ärzte wollen auch erst mit einer Strahlentherapie beginnen und danach die Chemo. Daher bekommt er auch erst einmal einen künstlichen Ausgang, es könnte auch sein, dass er für immer einen künstlichen Ausgang bekommt.
    Es wird noch geschaut ob im Becken und in den Genitalien auch Metastasen sind.

    Ist mein Papa heilbar, wenn die Therapie anschlägt? Oder muss er mit dem Krebs leben?

    Liebe Leserin,

    die 5 Jahre Überlebensrate beträgt 32 %, d.h., es bestehen Chancen, dass Ihr Vater länger lebt, sie sind jedoch nicht übermäßig groß, da die Krankheit bereits weit fortgeschritten ist. Dennoch sollte man nie aufgeben. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  12. Bei mir wurde das Analkarzinom 2010 fesrgestellt. Auch ich habe mich damals im Internet informiert und bin auf das neue Therapiezentrum in München gestoßen, hatte dann aber nicht mehr die Zeit und Energie mich um eine Behandlung dort zu bemühen. Ich erhielt also die konventionelle Bestrahlung und einen Zyklus Chemotherapie mit 5-FU und Mitomycin. Den 2. Zyklus habe ich, nach einer massivsten allergischen Hautreaktion, abgelehnt. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich eher einen künstlichen Ausgang riskiert,als soetwas noch einmal. Zudem hatte man mir ärztlicherseits erklärt, es gäbe keine wissenschaftlichen Studien darüber, ob man mit 2 Chemotherapiezyklen höhere Überlebenschancen habe, als mit einem. Bei meinen Nachsorgeterminen war bislang immer alles in Ordnung. Allerdings habe ich zunehmend heftige Durchfälle und kontinuierliche Analblutungen, was mich sehr beängstigt. Mein Proktologe macht auf mich eher einen nachlässigen Eindruck und es wird jedesmal nur eine optische Inspektion und eine einfache Rektoskopie gemacht. Ein Versuch bei einem 2. Proktologen führte, nach kurzer optischer Inspektion, zur Empfehlung der Entnahme einer Gewebeprobe (ich hatte das Gefühl, zu meiner Beruhigung), die ich bisher nicht habe durchführen lassen. Könnte hier nicht eine MRT evtl. auch weiterhelfen?

    Liebe Leserin,

    man sollte eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes und ein MRT des Beckens durchführen. Eine Gewebeprobe wäre wegen der Blutungen sicherlich dennoch sinnvoll. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  13. Im November 2009 wurde bei mir ein Analkarzinom diagnostiziert, dessen Behandlung sich leider aufgrund eines Abzesses am Tumor verzögerte. Dieser Abszess musste operativ eröffnet werden und offen ausheilen. Ca 9 Wochen später konnte die kombinierte Behandlung (Bestrahlung und Chemotherapie) endlich starten. Allerdings hatte ich durch die lange Verzögerung inzwischen Stadium T3 N1 erreicht.

    Durch eigene Internetrecherche (ich wollte meinen natürlichen Darmausgang behalten) bin ich auf das RPTC (Rinecker Proton Therapy Center) in München gestoßen. Dort werden Tumoren mit Protonen bestrahlt, was ein wesentlich schonenderes Verfahren darstellt, als die herkömmliche Strahlentherapie. Die üblichen Nebenwirkungen werden auf ein Minimun reduziert, sind aber durchaus vorhanden.

    Ich habe insgesamt 28 Bestrahlungen erhalten und wurde parallel mit 5FU und Mitomycin behandelt (2 x im Abstand von 3 Wochen). 6 Wochen nach Abschluss der Behandlungen habe ich mich in München im RPTC zur Nachuntersuchung eingefunden. Nach MRT und PET-CT wurde mir mitgeteilt, dass der Tumor nicht mehr nachweisbar ist. Das hat sich bis heute nicht geändert.
    Eine spätere Lymhknotenmetastase in der Leiste wurde operativ entfernt und ebenfalls in München bestrahlt.

    Bis heute sind alle Nachuntersuchungen ohne schlimmen Befund verlaufen. Ich hoffe, dass sich daran auch in Zukunft nichts ändert.

    Fazit: Ich kann nur jedem empfehlen, sich mit dem RPTC in München in Verbindung zu setzen. Dieses Strahlenzentrum mit seiner Protonenbehandlung ist wegen der Zielgenauigkeit der Strahlen oftmals auch die letzte Hoffnung für Patienten, bei denen der Tumor mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr zu behandeln ist. Viele Ärzte stehen dieser Behandlung jedoch noch skeptisch gegenüber, weil es sich a) um eine in Europa relativ neue Art der Krebsbestrahlung handelt und b) das Zentrum in München erst seit März 2009 in Betrieb ist und von daher noch nicht allzu bekannt.

    Leider zahlen nicht alle Kassen die teure Behandlung.

    Genaueste Informationen über den gesamten Ablauf erhält man jedoch auf der Homepage des RPTC. Bei Google einfach RPTC eingeben.

    Viel Glück und alles Gute.

    Liebe(r) Leser(in),

    haben Sie herzlichen Dank für Ihre wertvolle Information. Wir sind immer wieder sehr ergriffen von der Bereitschaft vieler Menschen, Ihre Erfahrungen für andere weiterzugeben. Danke an dieser Stelle hierfür an alle, die sich beteiligen, besonders an Sie und Ihnen weiterhin alles Gute!

    Ihr Biowellmed Team

Ihr Bericht zum Thema Analkarzinom

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