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Nervöse Magenbeschwerden = Gastritis nervosa

Eine sonst gesunde, ca. 35 jährige Patientin kommt eines Tages in unsere Praxis. Sie sieht richtig elend aus und erzählt mir, dass sie furchtbare Magenbeschwerden habe, bereits 10 kg an Gewicht abgenommen, nicht mehr schlafen könne und völlig unglücklich sei. Ursache des Unglücks sei die Trennung von einem Partner. Sie liebe ihn sehr und er habe sich plötzlich von ihr zurückgezogen, wofür sie keine Erklärung habe. Sie habe schon Verschiedenes versucht, um ihn wieder zurück zu gewinnen, das sei ihr jedoch nicht gelungen und sie sei überzeugt, dass sie ohne ihn nicht leben könne. Ihre Arbeit könne sie fast nicht mehr verrichten und obwohl sie wisse, dass man Liebe nicht erzwingen könne, wolle sie doch nichts unversucht lassen, um genau dies zu erreichen. Nach einem längeren Gespräch wurde die Patientin gründlich untersucht, einschließlich Ultraschall des Bauchraumes und Blutabnahme, da mir vor allem die Gewichtsabnahme und die Heftigkeit der Beschwerden Sorge bereitete. Alle Untersuchungen waren unauffällig. Da der Zustand sehr bedenklich war und wir einen Krankenhausaufenthalt vermeiden wollten, verordnete ich der Patientin ein antidepressiv wirkendes Mittel und zusätzlich für wenige Tage ein Beruhigungsmittel und vereinbarte kurzfristig einen erneuten Sprechstundentermin. Die Patientin fühlte sich trotz dieser Behandlung überhaupt nicht besser, weshalb ich mich entschloss, sie zur Magenspiegelung zu überweisen. Der Befund der Magenspiegelung war unauffällig. Deshalb setzten wir die medikamentöse Behandlung fort und trafen uns regelmäßig zu längeren Gesprächen. Ganz allmählich, innerhalb eines Vierteljahres, besserte sich ihr Zustand und sie konnte wieder richtig essen und ihrer Arbeit wie gewohnt nachgehen. Dies liegt nun bereits 1 Jahr zurück und die Patientin braucht jetzt keine Medikamente mehr. Da sie sich jedoch noch immer unglücklich fühlt, ist sie jetzt mit einer psychotherapeutischen Behandlung einverstanden, in der versucht werden soll, ihre Trauer um den Verlust der Beziehung aufzuarbeiten, damit sie sich wieder ganz dem Jetzt und der Zukunft zuwenden kann.

Erfahrungsberichte (0) zum Thema „Nervöse Magenbeschwerden = Gastritis nervosa“

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  1. Ich bin 38 Jahre alt und habe seit Ostern 2010 Magenbeschwerden.
    Diese äußern sich in häufigem Aufstossen (ab und zu Sodbrennen), häufiger jedoch Luft. Je öfter ich aufstossen muss bekomme ich ab und zu Atembeschwerden. Ich kann dann nicht mehr richtig durchatmen.
    Ich weiß nun nicht, ob diese Beschwerden durch beruflichen und familiären Stress ausgelöst wurden oder ob eine Refluxkrankheit vorliegt.
    Habe früher bei Stress schon öfters Sodbrennen bekommen und dann Riopan eingenommen. Dann ging es wieder. Jetzt ist eben noch dieses komische Luftaufstossen mit dabei, das hatte ich vorher nicht.
    Eine Blutuntersuchung durch meinen Hausarzt ergab nur, dass meine Zuckerwerte höher sind (101) und eine Blutsenkung vorliegt. Habe allerdings keinen Infekt oder so. Kann das mit meinen Magenbeschwerden zusammenhängen?
    Da ich derzeit sehr viel psychischen Stress durch Familie und auch Beruf habe, hatte ich vor ca. 2 Wochen jeweils an einem Tag (2 Tage lang) eine 1/2 Adumbran eingenommen. Ich denke, seitdem habe ich das mit diesem seltsamen Luftaufstossen und mein Hungergefühl hat sich auch etwas verringert.
    Vielleicht können Sie mir weiterhelfen.
    Danke.

    Liebe Leserin,

    es kann sich durchaus um eine Magenschleimhautentzündung handeln oder eine andere Magenerkrankung. Dies ist jedoch nur eine Möglichkeit. Es wäre jetzt sinnvoll, wenn Sie sich von Ihrem Hausarzt genau untersuchen lassen. Zunächst wäre sicher eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll, eventuell auch eine Magenspiegelung. Wenn der Magen krank ist, kann es schon zu Luftaufstoßen kommen. Wegen der erhöhten Blutsenkung muss man jedoch dennoch auch an einen Infekt denken. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

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