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Sick sinus Syndrom Fall II

Eine über 70 jährige Patientin wurde von uns schon längere Zeit wegen eines hohen Blutdruckes behandelt. Sie gehört zu den Menschen, die nicht klagen und nur reden, was sie für wichtig halten. Auf uns machte sie immer einen sehr müden, etwas wehmütigen, erschöpften Eindruck. Auf genaues Befragen erzählte sie von Herzrasen, das ab und zu nachts auftrete und von „manchmal etwas Übelkeit“. Sie könne jedoch noch problemlos ihren Haushalt und Garten versorgen und sei eigentlich ganz zufrieden. Eines Tages kommt die Patientin zu einer Routinekontrolle und berichtet bei mehrmaligem Nachfragen, dass sie in letzter Zeit unter Schwindel leide. Das EKG zeigt einen normalen Kurvenverlauf und einen normalen Rhythmus mit 72 Schlägen pro Minute. Der Blutdruck betrug in der Praxis 150/90, zu Hause liege der Wert zwischen 110 und 140/80. Da wir für den Schwindel keine Ursache finden, bitten wir die Patientin, in den nächsten 2 Wochen 3 Mal täglich Blutdruck und Puls zu messen und mit diesen Werten wieder zu kommen. Als sie uns die Werte nach 2 Wochen zeigt, sehen wir, dass der Puls niedrig liegt und Werte um 48 pro Minute zeigt. Die Patientin berichtet uns, auf die niedrigen Pulswerte angesprochen, dass sie schon Werte unter 40 gehabt habe. Wir veranlassen sofort ein Langzeit – EKG. Dieses zeigt einen sinuatrialen Block. Wir entscheiden uns nach ausführlicher Beratung der Patientin für den Einsatz eines Herzschrittmachers. 1 Woche später ist sie wieder mit Schrittmacher bei uns, weist eine 5 cm große Narbe am rechten Brustkorb auf, erzählt uns jedoch, dass es ihr viel besser gehe. Sie fühle sich leistungsfähiger und ihr Kopf sei endlich wieder klar. Sie wisse schon jetzt, dass es die richtige Entscheidung gewesen sei, den Schrittmacher einzupflanzen.

Erfahrungsberichte (0) zum Thema „Sick sinus Syndrom Fall II“

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  1. Bin 58 Jahre jung,seit etwas über 1 Jahr habe ich immer wieder Schwindel Anfälle mit Synkopen(ohnmacht) um die 60 x und vorhofflimmern, Tachikardie und Bradikadie
    Es hat 1 Jahr gebraucht um die Doagnose Sick-Sinus-Syndrom zu bekommen, eine EPU zur Ablation wegen VHF und um zu sehen was genau gemacht werden muss ,Schrittmacher, wird erst gemacht wenn ich 20 kg abgenommen haben, 173,Aktuell 110 kg bei Lip-Lymphödeme,
    Ich habe Angst, da ich nie weiß wann ein Anfall kommt, und bei Anstregung kommt das oft vor
    Versuche alles , aber Nervlich bin ich völlig am Ende
    Hatte vor 4 Jahren die Influenza,seitdem ist nichts mehr wie vorher, es wurde 1 Jahr eine 5 % Myokarditis festgestellt,im MRT und CT keine Sichtbare Narbe, nein BD schießt oft auf 190/120 wenn ich umgefallen bin Puls kaum spürbar
    Mehr Wasser habe ich seit der Influenza eingelagert
    Bisher hat mich kein Arzt ernst genommen, jetzt fühle ich mich auch noch mehr verunsichert, Doll Betablocker und Entwässerung Mittel einnehmen
    Hier hilft wohl nur noch beten 🙏 🙏 🙏 🙏 🙏

    Liebe Dorothea,

    wir können Ihnen aus der Ferne hierzu keinen Rat geben, da hierzu detaillierte Untersuchungsergebnisse notwendig sind. Was sagen denn Ihr Kardiologe und Ihr Hausarzt? Waren Sie schon in einem Herzzentrum? Klären Sie das bitte nochmal eingehend mit Ihren Ärzten vor Ort, denn man muss eine klare Strategie haben. Wenn Ihre Gewichtsabnahme so dringlich ist, brauchen Sie hierfür einen kompetenten Partner an Ihrer Seite, damit Ihnen schnell geholfen werden kann. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  2. Guten Tag,
    Ich bin 60 Jahre alt, weiblich und trage seid 2018 einen Schrittmacher, dieser wurde nötig weil ich mehrfach umgefallen bin und mein Herz mehr als 10 sek.stillstand. Ich habe mich gut damit arrangiert und treibe weiterhin regelmäßig 2-3x in der Woche Sport (joggen, Krafttraining, Fahrrad fahren). In letzter Zeit bin ich manchmal sehr müde und erschöpft, wenn ich mich bücke und dann wieder hoch komme, ist mir so schwindelig, dass ich mich hinlegen muss. Diese Symptome sind neu. Wie soll ich damit umgehen, ist das eventuell normal im Alter von 60 Jahren oder kann das auch daran liegen, daß ich zu viel Sport mache. Wie stark darf man sich mit einem Herzschrittmacher überhaupt körperlich belasten?
    Über eine baldige Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Mit freundlichen Grüßen
    A. B.

    Liebe Frau B.,

    das hängt ganz vom Zustand Ihres Herzens ab. Allein der Herzschrittmacher ist kein Grund, auf Sport zu verzichten. Der Schwindel ist jedoch besorgniserregend und sollte dringend abgeklärt werden. Vereinbaren Sie bitte dringend einen Termin bei Ihrem Kardiologen, lassen Sie auch Ihren Blutdruck untersuchen. Sollte da alles in Ordnung sein, muss man vielleicht Ihren Zuckerspiegel genauer ansehen. Möglicherweise liegt dann auch eine Unterzuckerung vor. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  3. Ich bin 54 Jahre, habe keinerlei Beschwerden, betreibe teilw. intensiven Sport. (Tennis, Radfahren, Laufen).
    Im Rahmen der Gesundenuntersuchung wurde Sinusbradykardie diagnostiziert. Ruhepuls 38. Beim anschießenden Langzeit-EKG wurde Sinusbrady-Arrhythmie (nächtlich auftretende Sinusknoten-Reste bis max. 7,2 sec.) festgestellt und ein Herzschrittmacher empfohlen. Ich war geschockt (und bin es noch).
    Ich frage mich, ist es sinnvoll, einen Herzschrittmacher zu implantieren, wenn ich keine Probleme habe?
    Ist derzeit Sport bis zur Leistungsgrenze schädlich oder gesund?
    Was kann im schlimmsten Fall passieren, wenn ich keinen Herzschrittmacher implantieren lasse?

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Lieber Besucher unseres Gesundheitsportals,

    bei Ihrer ausgeprägten Bradykardie besteht die Gefahr, dass Sie einen plötzlichen Ohnmachtsanfall erleiden können und dass Ihr Körper zu wenig Sauerstoff erhält mit eventuell fatalen Folgen. Das Risiko bei höherer sportlicher Belastung steigt auch bei Gesunden im Alter stark an, insbesondere natürlich, wenn Sie herzkrank sind, zumal das sick sinus Syndrom Ursachen hat. Diese können z. B. in einer degenerativen Erkrankung des Reizleitungssystems liegen, durch eine Kardiomyopathie , eine KHK oder eine abgelaufene Myokarditis bedingt sein, so dass eine gründliche Herzuntersuchung unbedingt anzuraten ist. Der Kardiologe kann Ihnen dann aufgrund seiner Untersuchung auch Ihre Belastungsgrenze nennen. Sich bis zur Leistungsgrenze zu belasten ist sicher in Ihrem Fall nicht richtig. Auch wenn es Ihnen schwer fällt, solten Sie zukunftsorientiert denken nach dem Motto:'Lieber noch lange fit als kurzfristig überdruchschnittliche Leistung'.Liebe Grüße und gute Besserung wünscht

    Ihr Biowellmed Team

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