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Demenz

Fachartikel zum Thema Demenz

Demenz

Nach einer Studie der Harward medical scool erkranken über 10% der Fünfundsechzigjährigen an Alzheimerdemenz und nach dem 85. Lebensjahr ist fast jeder Zweite demenzkrank. Derzeit leben in Deutschland ca. 700 000 Alzheimerkranke, jährlich kommen etwa 200 000 dazu. Alzheimer ist die häufigste Demenzerkrankung (ca. 70 %). Im Jahr 2014 sind ca. 1,4 Millionen Menschen in Deutschland an Demenz erkrankt. Demenz ist die häufigste Nervenkrankheit im höheren Lebensalter. Ca. 50 % der Pflegebedürftigen sind von Demenz betroffen.
Aufgrund der Alterspyramide wird diese Erkrankung einen zunehmenden Raum in unserer Gesellschaft einnehmen. Man erwartet, dass im jahr 2030 in Deutschland ca. 2,2 Millionen Menschen an Demenz erkrankt sind. Demenz definiert man als Einbuße von Gehirnfunktionen. Diese führt dazu, dass Erkrankte das alltägliche Leben nicht mehr bewältigen können. Die Erkrankungsrate ist für Frauen doppelt so hoch wie für Männer.

Gehirnalterung

Demenz Vorsorge

Ab etwa dem 60. Lebensjahr geht das Hirnvolumen langsam zurück. Hierbei ist vor allem die weiße Substanz mit ihren Nervenbahnen betroffen.
Die graue Substanz mit den Nervenzellen verringert sich kaum,.
lediglich die Synapsenzahl, d.h. die Verbindungen oder Verknüpfungsstellen der Nerven untereinander . Nervenzellen werden im erwachsenen Gehirn nur noch wenige produziert, da sie ihre Teilungsraten bereits hinter sich haben. Die Nervenzellen im Gehirn alter Menschen sind deshalb schon Jahrzehnte alt.
Vom Alterungsprozess sind nicht alle Hirnareale gleich betroffen.
Die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung nimmt im Alter ab. Denkleistungen und Lernen sind jedoch bis ins hohe Alter möglich. Sie können trainiert werden. Da man herausgefunden hat, dass mit erhöhter Hirnleistungsfähigkeit die Lebenserwartung steigt, es gibt also einen guten Grund, sein Gedächtnis zu trainieren..
Über 50 % der Demenzkranken leiden an einer Alzheimerdemenz, etwa 30 % der Erkrankten haben Durchblutungsstörungen mit den Folgen einer Demenz, die restlichen Demenzkranken erleiden einen geistigen Abbau durch andere Erkrankungen.
Im Laufe des Alters kommt es zu Proteinablagerungen im Gehirn. Es lagern sich Tau - Proteine ab. Dies sind Neurofibrillen aus aggregiertem hyperphosphoriliertem Tau - Protein. Alpha - Synuklein und ß - Amyloid lagern sich in Hirngewebe und Gefäßwänden ab. Bereits im frühen Erwachsenenalter entstehen die ersten Eiweißablagerungen in Nervenzellen des transentorhinalen Kortex. Im mittleren Lebensalter dehnen sich diese zunehmend auf den Gyrus parahippocampalis aus und mit zunehmendem Alter auf die präfrontale Hirnrinde, auf den Frontallappen, Parietallappen, Scheitellappen und Hinterhauptslappen. Eiweißablagerungen schädigen die Mitochondrien in ihrer Funktion. Es kommt zu einer Störung des Energieumsatzes, der Übertragung von Nervensignalen im Bereich der Synapse, und zu einer verminderten Freisetzung von Neurotransmittern(Botenüberträgerstoffe).

Hieraus kann man Vorsorgemöglichkeiten ableiten.

Vorsorge

Zum einen sollte man das Gedächtnis regelmäßig trainieren. Zum anderen ist es sehr wichtig, die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und gesund zu bleiben. Dies allein schon sind Vorbeugemaßnahmen gegen Demenz.
Auch die Vermeidung von Gefäßschäden ist eine Vorbeugung. Hier kann man bereits durch die gute Einstellung eines Blutdruckes viel erreichen. Neuere Studien zeigen allerdings im hohen Alter einen Zusammenhang nicht nur mit hohem Blutdruck, sondern auch mit sehr niedrigem Blutdruck. Auch eine entsprechende Ernährung hilft, Gefäßschäden zu vermeiden (Arteriosklerose, Ernährung). Ein enger Zusammenhang scheint mit Fettsäuren zu bestehen, die über die Nahrung aufgenommen werden. Es gibt Studien, die vermuten lassen, dass gesättigte Fettsäuren sich ungünstig auf die Hirnleistungsfähigkeit auswirken, dagegen mehrfach ungesättigte ( PUFA ) oder einfach ungesättigte ( MUFA ) Fettsäuren günstig ( z. B. enthalten in Fischen und Ölen ). Die Ursache für ihre Wirkung könnte zum einen darin liegen, dass Nahrungsmittel, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind, auch andere antioxidative Bestandteile enthalten, die die Bildung freier, schädigender Radikale vermindern, zum anderen darin, dass Fettsäuren Teile von Gehirnstrukturen sind und durch den Aufbau solcher Strukturen die Signalübertragungen im Gehirn flüssiger vonstatten gehen. Einen gesicherten Nachweis für diese Theorie gibt es bis jetzt noch nicht. Da jedoch eine entsprechende Ernährung auch andere Krankheitsrisiken ( wie z. B. das Risiko einer Herzerkrankung ) mindert, kann man sie auf jeden Fall empfehlen. Interessanterweise scheinen höhere Cholesterinspiegel zwar das Risiko für Herz – Kreislauf – Erkrankungen zu erhöhen, jedoch das Risiko für Demenz zu mindern, insbesondere im höheren Lebensalter, so dass man eine Cholesterinsenkung im hohen Lebensalter kritisch abwägen muss.
Wenig bekannt ist die Tatsache, dass Körpertraining (Bewegung) die Demenz verringert, da mit körperlichem Training der Gesamtzustand des Körpers verbessert wird und sich auch die Stoffwechselsituation , d. h. die Sauerstoffversorgung des Gehirns, verbessert und vermehrt Signale in das Gehirn treffen.
Auch eine starke Einschränkung des Alkoholkonsums und kontrollierte Medikamenteneinnahme kann vorsorgend sein.
Da auch Krankheiten wie z.B. Morbus Parkinson zu zunehmender Demenz führen, ist bei diesen Erkrankungen eine konsequente Behandlung und Bewegungstraining ebenfalls ein präventiver Faktor.
Auch ausreichendes Trinken ist vorbeugend und wird mit zunehmendem Alter häufig vernachlässigt. Daneben sollte Wert auf einen entsprechenden Sozialkontakt gelegt werden. Auch Gedächtnistraining ist sinnvoll. Hierzu gibt es verschiedene Literaturmöglichkeiten. Jedoch ist auch bereits schon das Lesen eines Buches, regelmäßiges Zeitung lesen, aktive Teilnahme am Gesellschaftsleben, sowie die Beschäftigung mit Interessensgebieten Training. Dass hierfür intakte Sinnesorgane (Augen, Gehör) und ein beweglicher Körper nützlich sind, ist verständlich. Auch in diesem Bereich sollte deshalb eine entsprechende Vorsorge betrieben werden. Eine kürzlich durchgeführte Studie zeigte, dass die Demenzrate mit der Gebrechlichkeit anstieg und dass bereits leichte körperliche Einschränkungen mit einem deutlich erhöhten Demenzrisiko einhergingen(Bullain SS et al, Jama Neurol 2013,70(1):107-113). Dies sollte Anlass genug sein, körperlich fit zu bleiben. Mit unseren Sinnesorganen nehmen wir die Welt zur Kenntnis. Sie zu schützen und zu erhalten ist eine Aufgabe, die wir ernst nehmen sollten.
An Medikamenten gelten derzeit als wirksam die Hormone Estradiol, DHEAS, hGH, Pregnenolon sowie die Substanzen Gingko ( 2 x 120 mg pro Tag ), Statine, Aspirin, Folsäure und Vitamin B6.

Geistiger Abbau = Demenz

Sehr viele Menschen haben Angst vor dem geistigen Abbau im Alter.
In Deutschland gibt es ca. 1,2 Millionen Demenzkranke. Mit Zunahme des Alters steigen die Demenzerkrankungen exponentiell an. Die Prävalenzrate liegt bei 65 – 70 jährigen bei 1 %, steigt alle 5 Jahre um das zweifache und liegt mit 90 Jahren bei ca. 35 %. Demgegenüber gibt es leichte Einschränkungen der Gehirnfunktion(MCI), die von der Altersnorm abweichen, jedoch nicht zu merklichen Funktionseinbußen im Alltag führen. Diese können in ca. 15 % im weiteren Verlauf ebenfalls in einer Demenz enden.
Unter Demenz versteht man einen schwerwiegenden Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit aufgrund einer ausgeprägten und anhaltenden Funktionsstörung.

Diese Erkrankung bringt sehr viele Probleme für die Betroffenen selbst und für die betreuenden Menschen mit sich, ganz abgesehen von den finanziellen Aufwendungen.
Um das Leiden hinaus zuzögern, bzw. zu verbessern ist eine rechtzeitige Erkennung der Erkrankung wichtig. Daher sind alle Menschen, die mit den Kranken Umgang haben, gefragt, auf frühe Vorzeichen der Erkrankung zu achten.

Die Demenz wir in eine primäre und sekundäre Form unterteilt. Die Ursache der primären Form ist ein Rückgang von Neuronen. Die Ursache der sekundären Form ist in einer anderen Krankheit begründet(innere Krankheit oder neurologische Krankheit). Wird diese behandelt, kann sich die Demenz bessern. 90 % der Demenzkranken haben eine primäre Demenz. Von diesen leiden 65 % unter Alzheimer Demenz, ca. 15 % unter vaskulärer Demenz und etwa 20 % unter einer gemischten Form. Weitere Demenzformen sind Levy-body-Demenz, Pick Demenz und Demenz bei primärer Parkinson Erkrankung.

Alzheimer Demenz

Diese geht einher mit einer Atrophie der Hirnrinde und der Hippocampus – Region. Es kommt zu einer zunehmenden Degeneration von Neuronen und deren Strukturen. Dabei ist die Hippocampusregion frühzeitig betroffen. Später folgen Frontallappen, Temporallappen und posteriores Cingulum. Das Gehirn zeigt dabei einen Rückgang der Hirnrinde, eine Verbreiterung der Hirnfurchen und eine Zunahme der Liquorräume. Unter dem Mikroskop erkennt man, dass sich amyloide Plaques(Ablagerung von Apoprotein und aggregiertem Amyloid) und Tau – Fibrillen(bestehend aus Tau – Protein, einem Zellgerüstprotein)in den Neuronen ablagern. Dies geschieht zuerst im Hippocampus, einem Gehirnareal, das zum limbischen System gehört und für unser affektives Verhalten und die Aufnahme und Verarbeitung von Emotionen verantwortlich ist. Außerdem dient es als Zwischenspeicher für Gedächtnisinhalte.

Beschwerden

Die Erkrankung fällt auf durch nachlassendes Gedächtnis, verminderte Merk- und Denkfähigkeit, verminderte Aufmerksamkeit und Reaktionsbereitschaft, verändertes seelisches Befinden wie erhöhte Reizbarkeit oder Weinerlichkeit, soziale Rückzugstendenzen (die Kranken gehen nicht mehr aus dem Haus), Persönlichkeitsveränderungen ( z. B. wird ein bis dahin friedliebender Mensch streitsüchtig oder ist in seiner Grundstimmung völlig nivelliert, durch nicht mehr auf ein Ziel gerichtetes Handeln und Planen oder durch Einbußen motorischer Fähigkeiten (z. B. Koordination ). Anfangs ist vor allem das Kurzzeitgedächtnis betroffen sowie die Orientierung in Zeit und Raum.
Häufig können die Betroffenen einfache Fragen nicht beantworten.
Sie vergessen Dinge schnell. Sie wissen z.B. nicht mehr, was sie am Vortag getan haben. Sie suchen ev. gehäuft nach alltäglichen Gegenständen (z.B. Tasche, Geldbeutel usw.).
Manchmal reagieren die Kranken schnell gereizt, da sie sich überfordert fühlen und dies nicht direkt wahrnehmen.
Alltägliche Begriffe fallen ihnen nicht mehr ein. In schwereren Fällen finden sie sich in einer bis dahin gewohnten Umgebung nicht mehr zurecht.
Zu Beginn der Krankheit werden solche Störungen gerne vertuscht, da sich die Betroffenen schämen. Sie antworten dann mit Alltagsfloskeln oder mit nur kurzen Bemerkungen. Daher wird dann erst bei genauerem Nachfragen und Erkunden die Störung sichtbar. Später ist auch das Langzeitgedächtnis betroffen, es kommen motorische Probleme hinzu, totaler Erinnerungsverlust, Blasen- und Mastdarmkontrolle gehen verloren, die Bewegungsfähigkeit nimmt ab, schließlich entstehen Kontrakturen, die Betroffenen können nicht mehr sprechen und sind schließlich hilflos. Alle höheren Hirnfunktionen können betroffen sein wie Gedächtnis, Denken, Sprache, Rechnen, Lernen, Urteilsvermögen, Orientierung, Auffassung, Sozialverhalten, emotionale Kontrolle und Motivation.

Ursachen einer sekundären Demenz

- Arterienverkalkung im Gehirn (Arteriosklerose) mit
- Mangeldurchblutung und dadurch nachlassender Hirnleistungsfähigkeit.
- Herzschwäche mit den Folgen der ungenügenden Hirndurchblutung.
- Alkoholmissbrauch mit Hirnschädigung.
- Medikamenten- Nebenwirkungen- Herzrythmusstörungen mit ungenügender Blutversorgung des Gehirns.
- Apnoesyndrom mit Störungen der Atemmechanik und dadurch verlängerten Atempausen, was zu einer verminderten Sauerstoffversorgung des Gehirnes führt.
- Schilddrüsenkrankheiten mit Auswirkung auf viele Organe, u.a. auf das Gehirn
- B12-Mangel
- Stoffwechselstörungen, wie z.B. durch Mineralverlust (z.B. aufgrund längerer Durchfälle oder Austrocknung durch ungenügendes Trinken), Zuckerkrankheit, Cholesterinerhöhung
- nach Schädelverletzungen
- durch nicht behandelten Bluthochdruck mit hierdurch bedingten Veränderungen an den Bluthirngefäßen.
- Alzheimer Demenz (ca.50%)
- Immer ist auch eine Depression auszuschließen, die zu den gleichen Symptomen führen kann.
- Neuroborreliose
- Parkinson
- Neurolues
- Zerebrale Vaskulitis
- Demenz bei Huntington
- Normaldruckhydrozephalus
- Multiple Sklerose
- frontotemporale Erkrankungen
- Korsakow
- schizophrene Residualzustände


Mit unseren Sinnesorganen nehmen wir die Welt zur Kenntnis.
Sie zu schützen und zu erhalten ist eine Aufgabe, die wir ernst nehmen sollten.

Feststellen der Erkrankung

Eine sichere Apparatediagnostik gibt es derzeit noch nicht. Zwar finden sich im Echoencephalogramm( EEG) Veränderungen bei der Hirnstrommessung, diese sind jedoch nicht beweisend.
Die gefäßbedingte Demenz ist an Gefäßverkalkungen zu erkennen ( z. B. durch eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader ) oder durch arteriosklerotische Veränderungen am Augenhintergrund.
Es gibt verschiedene Gedächtnis - und Hirnleistungs-Tests, um eine Demenz zu erkennen. Diese prüfen z.B. Merkfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit sowie Sprache und Gedächtnis.
Hier wird z.B. der Minimentalstatus nach Vollstein Etal erhoben, ein Fragebogen, der Merkfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit, sowie Sprache und Gedächtnis prüft.
Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Tests für diesen Zweck wie z. B. Demtect,TFDD, Uhrentest und CERAD.
Neurologische Untersuchungen und Bluttests sind für die Diagnostik unumgänglich. Die Befragung Angehöriger nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. Apparative Untersuchungen wie CT des Gehirns, NMR, PET, eventuell Liquordiagnostik und schließlich möglicherweise eine Gewebeprobe kommen zum Einsatz.

Demenz und Ernährung

Demenz und Ernährung

Eiweiß ist für uns lebenswichtig, um genügend Immunglobuline für unser Immunsystem zur Verfügung zu haben. Immunglobuline bestehen aus Eiweiß und sind für die Bewältigung von Infektionen zuständig.
Je älter wir werden, scheint Eiweiß schlechter ausgenutzt zu werden, denn im Alter steigt bei gleicher Eiweißzufuhr der Eiweißspiegel.
Da Eiweiß auch ein wichtiges Körperbaumaterial darstellt, ist im Alter eine eiweißreiche Ernährung besonders wichtig.
Gefäßschädigende, gehärtete Fette sollten ebenso gemieden werden wie ein Übermaß an zuckerreicher Ernährung.
Da im Alter die Muskulatur zunehmend zurückgeht und durch Fettgewebe ersetzt wird und Fettgewebe wasserarm ist, geht der Gesamtkörperwassergehalt zurück und der Mensch wird zunehmend anfällig für Wassermangel.
Eine Austrocknung durch Wassermangel führt bei alten Menschen sehr schnell zu Gedächtnisproblemen und zu Hirnleistungsproblemen.Wassermangel ist am Besten an einem konzentrierten, dunklen Urin zu erkennen.
Häufig ist der Wasserverlust auch durch die Behandlung mit Medikamenten verursacht.

Demenz und Behandlung

Eine Möglichkeit der Heilung ist bis heute nicht bekannt. Die Krankheit kann jedoch durch Medikamente und Hirnleistungstraining in ihrem Verlauf abgeschwächt und verzögert werden.
Ein Nutzen der Hormonersatztherapie konnte nicht nachgewiesen werden. Ein vorbeugender Effekt scheint jedoch möglich zu sein. Frauen mit Hormonersatztherapie hatten ein niedrigeres Risiko. Die Hormontherapie muss aber früh begonnen werden und mindestens über 10 Jahre fortgeführt werden.
Folgende Medikamente kommen zum Einsatz:
-Acetylcholinesterasehemmer: Donezepil, Galantamine, Rivastigmin(letzteres weist keine Wechselwirkungen mit Cyp 460 auf und ist daher bei Patienten, die andere Medikamente einnehmen, zu bevorzugen). Von der Wirksamkeit scheinen sie gleich zu sein, auch die Nebenwirkungen(Übelkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall) sind aufgrund der Acetylcholinestereasehemmung vergleichbar. Sie hemmen das Enzym Acetylcholinesterase, das Acetylcholin spaltet und erhöhen dadurch Acetylcholin , das bei Morbus Alzheimer durch den Nervenzellverlust abnimmt.
-NMDA-Antagonisten: Hier kommt Memantin zum Einsatz, ein Antagonist der Glutamatrezeptoren. Bei der Alzheimerkrankheit kommt es zu einem erhöhten Calciumeinstrom in die postsynaptische Nervenzelle. Dieses wirkt neurotoxisch. Und wird durch Memantine gehemmt.
Sämtliche zur Verfügung stehenden Medikamente haben einen leicht verzögernden Effekt auf den Verlauf der Erkrankung.
So wichtig wie Medikamente sind jedoch Körper –und Gedächtnisübungen. Sowohl Ausdauer als auch Kraft sollten trainiert werden, die Körperbalance, die bei Morbus Alzheimer reduziert ist, sollte gefördert werden, Alltagsfähigkeiten trainiert werden(Ergotherapie), das Gedächtnis trainiert werden durch z. B. Kreuzworträtsel, Memory, Fragen zu biographische Details, Erraten früherer Reisziele anhand von Postkarten oder Fotos, sensorische Reize sollten genutzt werden(Düfte, Entspannung, Massagen, Kochen, Backen). Im Gespräch sollte eine einfache Formulierung benutzt werden, Diskussionen sollten vermieden werden, die Konversation sollte empathisch sein. Hilfreich sind z. B. auch Beleuchtungen(Kontrastfarben werden besser wahrgenommen), Hilfsmittel ergonomischer Art sollten genutzt werden. Ein geregelter Tagesablauf ist hilfreich.

Übungen zur Vorbeugung

Überlegen Sie bitte, wie Sie Ihren Alltag abwechslungsreich gestalten können. Häufig neigen Menschen dazu, sich mehr und mehr auf Routine einzulassen. Dabei können bereits kleine Abweichungen eine deutliche Verbesserung der Denkprozesse bewirken.
Sie können z.B. im Bereich der Ernährung einmal etwas anderes versuchen, z.B. eine neue Frucht, die angeboten wird, oder eine Zubereitung von Gemüse, die Sie noch nie versucht haben. Anregungen gibt es genügend. Sie können auch Ihren Tagesablauf einfach etwas anders gestalten. Es beginnt bereits bei der Körperpflege. Statt zuerst die Zähne zu putzen und dann zu duschen, machen Sie es einfach einmal umgekehrt um tags darauf die Zeitung einfach einmal vor dem Frühstück zu lesen, was Sie normalerweise erst nach dem Frühstück tun. Bei Ihrem Spaziergang wählen Sie einen anderen Weg, sprechen einmal mit dem einen, dann mit dem anderen Nachbarn, an dem Sie bisher vorbeigegangen sind. Sie können sich auch Gedanken machen über ein neues Hobby. Im Bereich der Hobbyliteratur gibt es eine unendliche Fülle, aus der sich jeder etwas heraussuchen kann, das zu ihm passt.
Vielleicht melden Sie sich zu einem Gymnastikkurs an oder lernen noch schwimmen. Hierfür ist es nie zu spät. Auch dafür wird heute eine Vielzahl an Möglichkeiten geboten.
Statt nachmittags Kaffee zu trinken, könnten Sie sich z.B. einen frischen Obstsalat bereiten.
Wenn Sie ein Gymnastikprogramm absolvieren, können Sie dieses einfach variieren, indem Sie die Reihenfolge umstellen.
Kaufen Sie sich im Zeitschriftenladen eine Zeitung die Sie bisher noch nicht hatten.
Auch die Tischordnung ist nicht festgeschweißt und kann variiert werden.
Diese Vorschläge klingen vielleicht banal, sind jedoch in der Lage, Ihr Gehirn zu aktivieren und auf einfache Weise neue Muster zu bilden. Hierdurch werden Sie trainiert, ohne sich stark anzustrengen und gewinnen vielleicht sogar neue Interessen, die Ihnen Freude bereiten.

Kreativitätsübungen

Denken Sie sich fünf Gegenstände aus Ihrem Haushalt aus. Ihre Aufgabe besteht darin sie so kreativ anzuordnen, dass etwas Besonderes daraus entsteht. Z.B Kerzenleuchter, Notenständer, Orchidee, Korb, Teppich.
Sie können z.B. den Notenständer auf einen kleinen Teppich stellen, daneben einen Korb platzieren und ihn mit dem Kerzenständer und der Orchidee zu einem Arrangement kombinieren. Vielleicht können Sie sogar ein Foto davon machen und daraus eine Geburtstagskarte gestalten.

Schlafhygiene

Sorgen Sie für einen guten Schlaf, denn man hat nachgewiesen, dass dadurch Ihre geistigen Fähigkeiten verbessert werden. Sie können sich angewöhnen, einen abendlichen Spaziergang in ruhiger Atmosphäre zu machen, eine Lichttherapie durchführen oder ein abendliches Schlafritual einführen, durch das Sie Ihrem Körper signalisieren, dass es jetzt Zeit zum Schlafen ist. Was auch immer Ihnen nützt, den Schlaf zu verbessern, sollten Sie nützen.

Erfahrungsberichte zum Thema Demenz

  • Neuester Erfahrungsbericht vom 14.08.2012:

    Dies ist der fünfte Bericht, welchen ich in dieser Angelegenheit in diesem Portal mache.

    Die ersten vier Berichte waren dabei die folgenden:
    -Bericht 1 vom 5. Nov. 2009 mit Darstellung meines eigenen Falls,
    -Bericht 2 vom 7. Mai 2011 mit Angabe diverser Literaturquellen,
    -Bericht 3 vom 14. Nov. 2011 mit Angabe diverser durchgeführter Studien, und
    -Bericht 4 vom 5. Dez. 2011 mit Darstellung des Situation nach dem Suizid von Gunter Sachs am 7. Mai 2011.

    Jetzt, mehr alls zwei Jahre nach der Publikation dieses Übersichtsartikels in dem Schweizer Magazin 'ZeitenSchrift' Nr. 66 vom Juni 2010 ergibt sich in etwa folgende Situation:

    Das Internet - insbesondere mit kurzen Filmsequenzen - ist weiterhin voll mit Berichten der Art 'REISE INS VERGESSEN', womit natürlich angedeutet wird, dass dies eine Einbahnstrasse ist, bei weilcher es zur Zeit keine Rückkehr gibt.

    Dies kontrastiert sehr stark mit diesem Übersichtsartikel in dem Schweizer Magazin ZeitenSchrift mit seiner Überschrift 'ZURÜCK VON DER REISE INS VERGESSEN!' vom Juni 2010, in welchem sehr wohl von einer derartigen Rückkehr die Rede ist.

    Bezüglich eines derartigen Artikels gibt es nur die zwei Möglichkeiten: Entweder stimmen die in dem Artikel gemachten Aussagen oder sie sind falsch. Falsch können sie dabei schlecht sein, weil in dem Artikel hinreichernd konkerte Aussagen gemacht werden, welche alle überprüft werden können. Außerdem ist innerhalb dieser letzten zwei Jahre niemand aufgestanden, welcher gesagt hätte, dass die in diesem Artikel gemachten Aussagen alle erlogen wären. Aus diesem Grund muss wohl davon ausgegangen werden, dass die in dem Artikel gemachten Aussagen im Wesentllichen alle stimmen, zumal es einen Dr. med. Oliver Seemann in Wolfratshausen bei München gibt, welcher seit dem Jahr 2002 nichts anderes macht als derartige Demenzleute zu therapieren und entsprechend seinen eigenen Angaben bei seinen weit mehr als 200 therapierten Demenzpatienten Erfolgsraten von mehr als 80% erzielt. Diesem Dr. Seemann hätte man schon lange aus dem Verkehr gezogen, wenn das alles Humbug gewesen wäre.

    Falls das alles jedoch kein Humbug ist und tatsächlich Demenzerkrankungen mit Magnetimpulsen zu therapieren sind, warum wird so etwas nicht laut verkündet? An der vielfach verteufelten Pharmaindustrie kann es schlecht liegen, weil dieselbe wenigstens zur Zeit nichts im Angebot hat. Also muss es dann schon eher an den Ärzten, den Heilberufen und den Presseleuten liegen, welche an einer Heilung der mittlerweile 1,2 Millionen demenzkranken Personen anscheinend kein Interesse haben. Diese ablehnende Haltung geht dabei so weit, dass von der geschätzten einen Million von Lesern dieses Übersichtsartikels in ZeitenSchrift 'Zurück von der Reise ins Vergessen!' meines Wissens nach kein einziger - ich betone kein einziger - eine offizielle Stellungnahme sowohl in der positiven als auch in der negativen Richtung abgegeben hatte. Dazu wären eigentlich die Journalisten zuständig, welche aus Gründen was auch immer darauf mit Schweigen reagieren.

    Dies führt zu der folgenden recht merkwürdigen Situation: Die ganze Welt sucht angeblich wie blöd nach einem Mittel, wie man Arzheimer therapieren kann, weil das in zunehmenenden Maße ein ganz erheblichés Problem wird. In diesem Sinn wird dann auch sowohl in den Printmedien als auch im Internet sehr fleissig publiziert, dass man demnächst ein wirksames Mittel finden würde.

    Und dann gibt es ein paar Leute, welche tatsächlich ein derartiges Mittel in Form von Magnetfeldimpulsen finden, mit welchem diese Erkrankung zu therapieren ist. Sie publizieren diesen neuen Ansatz sowohl in gedruckter Form als auch im Internet, und alle schauen weg und tun nun so, als hätten sie nichts gelesen. Merkwürdige Welt!

    Dass diese Magnetimpulstherapie ein sehr wirksames Mittel gegen Alzheimer ist, dazu kann ich Ihnen noch folgendes Beispiel nennen: Es gibt in Essen einen Heilpraktiker namens Jean Barkhofen. Derselbe verwendet in seiner Praxis ein Magnetimpulsgerät von Typ REGATRON. Dieser Barkhofen hat mittlerweile auch mitbekommen, dass man mit so einem Gerät auch Alzheimer therapieren kann. In einer seiner Publikationen erwähnt derselbe, dass er bei seinen Patienten, wenn immer nur der geringste Verdacht besteht, dass sie an einer Frühform einer Demenzerkrankung leiden könnten, prophylaktisch einige Behandlungen in dieser Richtung machen würde. Beachtlich ist dann nur die Aussage, dass in seiner Praxis gar keine schweren Fälle von Alzheimer auftreten würden. Dies erklärt sich natürlich dadurch: Wenn alle leichten Fälle von Demenzerkrankungen zuvor wegtherapiert werden, dann braucht man sich um die schweren Demenzfälle nicht mehr zu kümmern, weil dies ja bereits erledigt wurde, bevor es schwere Fälle wurden.

    München den 14. August 2012 Georg A. von Breunig

  • Erfahrungsbericht vom 08.12.2011:

    Hallo Ich habe mir diesen langen Artikel gerade durchgelesen und mir ist aufgefallen, das Auswirkungen und Verlauf der Demenzerkrankung, Risikofaktoren einer Demenz und Formen und die Suche nach den Ursachen der Demenz ausgelassen wurden. Auf einer anderen Internetseite habe ich...
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  • Erfahrungsbericht vom 05.12.2011:

    Sehr geehrte Damen und Herren, in Ihrem Kommentar zu meinem Bericht vom 14. Nov. 2011 sagen Sie, dass ich mit meinen Aussagen sehr vorsichtig sein müsse, weil soweit bekannt bisher kein eindeutiger wissenschaftlicher Nachweis bezüglich der Wirksamkeit der Therapie...
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  • Erfahrungsbericht vom 06.11.2011:

    Mein Freund ist plötzlich an Demenz oder.....erkrankt. Eine genaue Diagnose ist bisher nicht gestellt. Folgender Sachvetrhalt:Er hatte seit ca.12 Wochen extreme Schwierigkeiten sich zu konzentrieren.und Verhaltensstörungen. Es war bekannt,daß er eine Angstphychose hatte.Eer fühlte sich bei Tätigkeiten,die etwas schwierig waren...
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  • Erfahrungsbericht vom 07.05.2011:

    Nachtrag zu meinem Patientenbericht zum Thema 'Demenz' von 5. Nov.2009, geschrieben von Georg A. von Breunig, 80798 München, Agnesstr.16, Tel 089/271 1491: Mittlerweile schreiben wir Mai 2011 und seit meinem Bericht sind fast ein ein halb Jahre vergangen. Seit...
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  • Erfahrungsbericht vom 23.02.2010:

    Meine Mutti ist 85 und vergißt viel was gewesen ist weiß sie alles(langzeit Gedächnis) wie kann ich veststelln ob sie unter Alzheimer leidet? und wie kann man vorbeugen? Liebe Besucherin unseres Gesundheitsportals, jeder Menschen büßt im...
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  • Erfahrungsbericht vom 05.11.2009:

    Ich bin mittlerweile 75 Jahre alt, promoviert, mehrere Fremdsprachen etc. Alters- und familienbedingt (meine Mutter und ihre Schwester hatten beide im hohen Alter Alzheimer!) bekam ich vor einem Jahr ebenfalls diese Erkrankung, indem ich mir Dinge des Alltags nicht...
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  • Erfahrungsbericht vom 20.01.2008:

    Meine Mutter( 84 ) leidet seit Jahren an Alzheimer Demenz .Sie hat sich immer mehr von aktiven Freizeitgestaltungen zurückgezogen. Nach außen fällt es fast Niemandem auf, weil sie so Standartsätze hat mit denen sie antwortet. Sie lebt mit meinem Vater...
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