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Stuhlinkontinenz

Kurz und bündig

Von Stuhlinkontinenz spricht man, wenn das Unvermögen besteht, den Stuhl willentlich bei sich zu halten oder abzugeben. Dabei geht der Stuhl ungewollt ab. Diese Erkrankung ist sehr schwer wiegend, da die Betroffenen sehr leiden und in eine soziale Isolation geraten, da sie sich nicht mehr zutrauen, das Haus zu verlassen oder sich in die Gesellschaft anderer Menschen zu begeben. In Deutschland sind 2,4 % der Bevölkerung, d. h. 1,92 Millionen Menschen von diesem Problem betroffen. Mit dem Alter steigt die Anzahl der Betroffenen stark.

Ursache

Die Stuhlkontinenz wird durch viele Faktoren gewährleistet. Beteiligt ist die Sphinktermuskulatur, das Geflecht der Hämorrhoidalvenen, die nervale Versorgung, die intakte Darmfunktion mit Speicherfähigkeit des Enddarmes. Gerade die Bedeutung der Hämorrhoidalvenen, die ein hydraulisches Polster bilden und den Feinverschluß regeln, ist vielen Patienten nicht bewusst.
Der Enddarm ( Rektum ) stellt ein Reservoir für den Stuhl dar. Ist er von einer Krankheit befallen und muss entfernt werden, geht dies mit dem Verlust des Reservoirs einher, was zu Inkontinenz führen kann. Bei Verlust oder Schwäche der Beckenbodenmuskulatur, die durch Operationen, Erkrankungen oder Unfälle beschädigt werden kann, kommt es zu einem mangelnden Widerlager und zu einer Überdehnung mit drohendem Vorfall des Darmes. Bei Erkrankungen, die zu einer Schädigung von Nerven führen wie z. B. Zuckerkrankheit oder Querschnittslähmung, kann das Gefühl für die Entleerung verloren gehen oder die Muskulatur ist gelähmt und funktioniert nicht mehr richtig. Ein Verlust der Funktion des Muskelapparates kann auch durch Störungen wie Durchfall, Daueranwendung von Abführmitteln, auch ohne weitere erkennbare Ursache oder durch entzündliche Darmerkrankungen wie z. B. Morbus Crohn entstehen.

Feststellen der Erkrankung

Normalerweise kommt der Patient von sich aus zum Arzt und berichtet, dass er den Stuhl nicht mehr richtig halten kann. Zunächst wird der Arzt nach möglichen Ursachen ( Erkrankungen, Medikamente etc. ) forschen. Dann wird er den Enddarm austasten, um einen Tumor auszuschließen und um die Funktion des Schließmuskels zu beurteilen. Eventuell muss sich noch eine Darmspiegelung anschließen. Mit der Endosonographie, der Ultraschalluntersuchung im Bereich des Analkanals können Schädigungen erfasst werden. Die Analmanometrie dient der Messung der Funktion des Schließmuskels. Mit dem Oberflächen – EMG kann die Kontraktion gemessen werden, neurophysiologische Untersuchungen zur Beurteilung der Nervenversorgung müssen sich eventuell anschließen.

Behandlung

Durch Loperamid – Einnahme kann man versuchen, den Darm träger zu machen und den Schließmuskel zu unterstützen. Bei der Überlauf – Inkontinenz, deren Ursache Darmträgheit mit übervollem Darm ist, wendet man zunächst abführende Maßnahmen an, um den Darm zu entleeren. Um den Betroffenen in bestimmten Situationen mehr Sicherheit zu geben, kann ein Analtampon in den After eingeführt werden, das den After abdichtet. Das Erlernen einer Beckenbodengymnastik ist bei vielen Ursachen der Stuhlinkontinenz sinnvoll. Es kann auch versucht werden, durch Elektrostimulation eine Verbesserung zu erlangen. Dabei wird vom Patienten selbst eine Elektrode in den After eingeführt, der den Schließmuskel zur Muskeltätigkeit anregen soll. Dieses Training sollte mindestens 3 Monate lang 2 x täglich über 20 Minuten durchgeführt werden. Eine weitere Möglichkeit ist das Biofeedback – Training, bei dem der Patient eine Sonde in den After einführt, die mit einem Gerät verbunden ist, welches den Schließmuskeldruck misst und dem Patienten durch ein Signal mitteilt, wann der gewünschte Druck erreicht ist. Dadurch kann er lernen, einen ausreichenden Muskeldruck zu erreichen. Auch dieses Training muss längere Zeit wie oben angegeben durchgeführt werden. Ist der Schließmuskel zerstört, kommen nur chirurgische Maßnahmen in Frage. Die Grazilisplastik, ein operatives, aufwendiges Verfahren, führt auf lange Zeit betrachtet häufig nicht zu den gewünschten Erfolgen. Eine modernere Methode, das soft anal band, ist ein flüssigkeitsgefülltes System, das unter die Haut gepflanzt wird und über ein Ventil durch Knopfdruck ausgeschaltet werden kann, so dass es dann zur Entleerung kommen kann. Besteht eine Störung im Nervenbereich, kann eine Elektrode mit Schrittmacher eingepflanzt werden, die als künstlicher Nervenimpulsgeber dient. Dabei wird zunächst nach Testung der Spinalnerven in Kurznarkose bei gutem Funktionieren des Sphinkters vorübergehend eine Stimulation von außen getestet und bei gutem Funktionieren nach einigen Tagen unter die Haut eingepflanzt. Auch durch das Annähen des Enddarms im Bereich des Kreuz- oder Steißbeins können in manchen Fällen Erfolge erzielt werden. Man kann notfalls auch einen Körpermuskel verwenden, um einen künstlichen Schließmuskel zu erzeugen. Dies ist jedoch eine schwierige Operation. Hilft alles nicht mehr, bleibt nur noch der künstliche Darmausgang.

Erfahrungsberichte (0) zum Thema „Stuhlinkontinenz“

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  1. Hat jemand Erfahrung mit A.M.I.- Soft Anal Band System

    Liebe(r) Leser(in),

    leider haben wir persönlich keine Erfahrung mit dem vorwiegend in Österreich genutzten System, das inzwischen 2 Jahre auf dem Markt ist. Wir würden uns freuen, wenn Ihnen Betroffene, die das System nutzen, antworten. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  2. Ich (w, 32) habe nach einer Operation zur Entfernung eines Rektalen Prolaps eine Inkontinenz Grad 3 (Schliessmuskel schliesst nicht), die durch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit (Histaminintoleranz) und die damit verbundenen Durchfälle/weichen Stuhlgänge noch weiter verschlimmert wird. Des Weiteren fällt es meinem Darm schwer, den Stuhl auch bei 'gutem' Essen richtig einzudicken.

    Bisher wurde ohne Erfolg schon einiges versucht: Biofeedbacktraining, Sakrale Nervenstimulation, Pudendusstimulation.

    Um die Situation ein wenig zu bessern, nehme ich täglich 4-8 Imodium, allerdings ohne allzu grosse Wirkung (trotzdem > 20 Stuhlgäng pro Tag). Des Weiteren verwende ich in Belastungssituationen (z.B. Wanderungen) Peristen Analtampons.

    Mein behandelnder Arzt hat nun als letzte Möglichkeit die Grazilisplastik erwähnt, die ich auf Grund negativer Berichte bisher versucht hatte zu vermeiden. Allerdings meint er, dass gerade bei jungen Patienten die Erfolge gut sind.

    Können Sie mir sagen, wie andere (junge) Patienten diese Operation empfinden? Ich bin unsicher, ob das der richtige Weg ist – allerdings will ich auch nicht mit den Einschränkungen weiterleben, die ich jetzt habe. Als Alternative kommen meiner Ansicht nach höchsten tägliche Einläufe in Frage, dies habe ich aber noch nicht versucht.

    Liebe Leserin,

    wir gehen davon aus, dass Sie diätetische Aspekte bereits ausreichend versucht haben und auch andere Urschen Ihres heftigen Durchfalls ausgeschlossen wurden. Alternativ zum Imodium bliebe noch Codein, was jedoch mit etlichen Nebenwirkungen verbunden sein kann und abhängig macht – und Sie sind noch jung. Wie Sie wissen, kann man den erfolg einer Gracilis – Plastik nicht versprechen. Es wird deshalb Ihre Entscheidung sein müssen. Vielleicht schreiben Ihnen jedoch Betroffene und können Ihnen die Entscheidung erleichtern. Alles Liebe

    Ihr Biowellmed Team

  3. Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich leide seit der Geburt meiner Tochter an einer Stuhlinkontinenz. Hinzu kommt das ich seit ca 10 Jahren an einer Colitis Ulcerosa leide, die mit Salofalk und Cortison behandelt wird. Daher habe ich auch noch täglich bis zu 10 Stuhlgängen. Ein normales Leben ist so nicht mehr möglich. Welche Methoden gibt es in meiner Situation?

    Vielen herzlichen Dank im Voraus.

    Liebe Besucherin unseres Gesundheitsportals,

    in Frage käme eventuell eine sakrale Nervenstimulation und gleichzeitig die Verbesserung der Konsistenz Ihres Stuhlgangs. Wir wissen jetzt leider nicht, was man medikamentös schon alles versucht hat. Sollte dies nicht helfen, käme noch eine operative Behandlung in Frage mit Verstärkung des Schließmuskels und letztlich, wenn alles nicht funktioniert oder nicht möglich ist, die Anlage eines künstlichen Darmausganges. Sind Sie in fachärztlicher Behandlung und haben die Situation schon mit Ihrem Internisten diskutiert? Wenn dies nicht der Fall ist, bitten wir Sie, dies zu tun. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  4. Hallo,

    ich habe seit über 15 Jahen das Problem, nach der komplizirten Geburt meines Sohnes, Saugglocke, dass ich meinen Stuhl nicht halten kann, anfangs 3-4 mal im Jahr, dies verstärkte sich aber von Jahr zu Jahr.
    Als ich meine Gynäkologin darauf ansprach empfohl sie mir Beckenbodengymnastik, was ich auch tat, in dieser Zeit war das Problem dann nicht mehr ganz so oft, trotzdem belastend. Die letzten Jahre verstärkte sich mein Problem immer mehr 1-4 mal im Monat komme ich nicht mehr rechtzeitig zur Toilette, deshalb nehme ich seit dieser Zeit Windeln, wenn ich das Haus verlasse. Dies ist für mich sehr belastend, der Weg zur Arbeit 45 min im Auto, wird dann manchmal zur quälenden Autofahrt.
    Ich mache mich dann vor Verlassen des Hauses wahrscheinlich so psychisch fertig, dass ich immer unter Druck stehe, ich manchmal bis zu 5 x auf Toilette, wo ich auch immer entleeren kann. Trotzdem passiert es mir immer wieder, das einmal noch etwas in die Hose geht, dann ist den ganzen Tag Ruhe und ich denke immer, warum jetzt noch das 6. Mal???
    Ich kann keinen Parkspazirgang mehr machen, auch ein Bummel durch die Stadt ist Horror, ich würde gern ins Kino oder mal wieder zu einem Konzert gehen, das kostet für mich immer eine große Überwindung klappt es oder klappt es nicht.
    Ich habe es schon mit Darmspülungen versucht umsonst, Analtampons sind so kosten intensiv, dass es unrealistisch ist, aber vielleicht eine Hilfe wäre.
    Meine langjährige Hausärztin ist in Rente gegangen, nun habe ich ausser meiner Gynäkologin niemanden, dem ich mich wirklich anvertrauen kann.
    Mein Mann weiß Bescheid kann mir aber nicht wirklich helfen. Ich esse sehr gesund, bin auch nicht übergewichtig, esse aber verstärkt Bananen, Reis und auch die geliebte Schokolade.
    In 2 Wochen habe ich wieder einen Termin bei meiner Frauenärztin und werde mein Problem hier noch einmal ansprechen.
    Mit Graus denke ich an den Sommerurlaub oder an meinen 50. Geburtstag im Herst, wo mein Mann mit mir gern nach Paris auf den Eiffelturm möchte. Eigentlich igele ich mich nur ein und möchte nicht mehr aus dem Haus, aber ich bin auch in einem Chor, das Singen macht mir großen Spaß, aber wenn dann Auftritte kommen ist da wieder nur Horror und Panik und ich bin schon vorher fix und fertig und keiner kann mich verstehen. Das ist doch kein lebenswertes Leben mehr, manchmal denke ich an eine Überdosis Tabletten, aber das kann ich doch meinem Mann und meinen Kindern nicht antun, da bin ich zum Glück immer noch viel zu feige.
    Wer kann mir raten, was ich machen sollte, könnte???

    Liebe Besucherin unseres Gesundheitsportals,

    zunächst sollte Ihr Problem ärztlich genau abgeklärt werden, denn es gibt heute bereits gute Operationsmethoden, wenn wirklich eine Sphinkterinsuffizienz vorliegt. Das sollte zunächst jedoch genau geprüft werden, denn vielleicht ist Ihr Sphinkter auch noch ganz gut und Sie sind zu nervös oder ständig unter Erwartungsangst. Lassen Sie sich an einen guten Gastroenterologen überweisen und bestehen Sie auf jeden Fall auf die Durchführung einer Defäkographie.
    Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  5. Hallo,
    ich bin 43 Jahre alt. Habe 3 Kinder, (20,18, und 15 Jahre)
    Mein Bindegewebe war schon immer nicht besonders ausgeprägt. (Vererbung und stehender Beruf) Hatte schon eine große Varizen OP und 2 x eine Hernie OP in der linken Seite, sowie Nabelbruch usw.

    Jetzt zu meinen Problem: Ich habe massive Probleme meine Winde zu halten. Urin geht auch oft ein Stritz in die Hose. Aber was am schlimmsten ist: Mein Stuhlgang kann ich auch nicht richtig halten. Wenn ich nicht umgehend eine Toilette aufsuchen kann, brauche ich komplett neue Kleidung.

    Ich habe schon mehrere Untersuchungen hinter mir. Leider ist noch kein vernünftiger Befund vorhanden.
    Mein Gynäkologe meint, nach 3 Geburten, ist das Bindegewebe nicht mehr dass, was es in der Jugend war. Hämoriden sind auch ausgeschlossen. Jetzt soll ich auf Milchallergie getestet werden. Beckenbodengymnastik mache ich auch, doch leider ohne Erfolg.

    Hat hier einer einen Rat für mich???

    Ganz liebe Grüße.

    Liebe Besucherin unseres Gesundheitsportals,

    die Harninkontinenz kann man noch relativ gut behandeln. Dazu sollten Sie natürlich untersucht werden, um festzustellen, um welche Form der Inkontinenz es sich handelt. Dann kann man sicher eine Behandlung finden( medikamentös oder mehr oder weniger kleiner Eingriff). Bei der Stuhlinkontinenz ist es schon schwieriger. Man kann auch hier operieren. Die Verfahren sind jedoch leider noch nicht so, dass man sie generell empfehlen kann. Manchmal kommen jedoch Biofeedbackmassnahmen in Frage oder eine einfache Gewichtsabnahme(Übergewicht kann zu den obigen Problemen führen). Auch hier sollte man zunächst feststellen, weshalb Sie den Stuhl nicht halten können. Es gibt verschiedene Untersuchungsmethoden wie z. B. Defäkographie, neurologische Untersuchungen, Elektromyographie etc., die sinnvoll sein können. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  6. Meine Anfrage wurde vorstehend vröffentlicht und beantwortet, vielen Dank. Inzwischen wurde bei mir eine Defäkografie gemacht und festgestellt, daß mein Dickdarm zu lang und gekringelt ist, was zu der Inkontinenz angblich geführt hat. Inzwischen habe ich mich operieren lassen und mir wurden 20 cm Dickdarm (minimalinvasiv) entfernt. Das ist jetzt knapp 8 Wochen her. Seitdem ist mein Stuhl dünn und ich kann ihn jetzt gar nicht mehr halten. Ich nehme täglich Loperamid, dann habe ich keine Probleme. Ich habe unheimliche Angst, daß ich mal Durchfall bekommen könnte. Dann habe ich keine Chance, den Stuhl zu halten. Wurde etwas falsch gemacht bei der OP?

    Liebe Besucherin unseres Gesundheitsportals,

    es wäre vermessen, das von hier aus zu beurteilen. Wenn Sie befürchten, dass etwas falsch gemacht wurde, können Sie mit Ihrer Krankenkasse Kontakt aufnehmen oder einen medizinischen Gutachter aufsuchen. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  7. Liebe Leserinnen und Leser,

    ich bin 60 Jahre alt und leide seit ca 2 Jahren an ungewollten nicht steuerbaren Stuhlgang. Nicht wenn ich Zu Hause bin, dann habe ich die Toilette in der Nähe und kann ohne Probleme rechtzeitig entleeren. Mein Problem ist am häufigsten, wenn ich unterwegs bin und ich mich bewege. Vor allem nach dem Essen. Wenn ich morgens nach dem Frühstück noch keine Entlastung hatte und ich mit meiner Walkinggruppe für eine Stunde in den Wald gehe, muss ich spätestens nach 500-1000 Meter sagen (lügen) dass ich für kleine Mädchen muss! Der Stuhl ist selten fest und sehr oft mit Luft vermischt. Woran kann das liegen? Der Darm wird regelmässig (alle drei Jahren) gespiegelt, ich behaupte meine Schließmuskeln wirken noch gut, mache viel Sport, aber der ungewollte Abgang (sehr oft geht es auch in die Hose, wenn ich nicht im Wald bin) macht mir grosse Sorgen. Ich bin 1.72 groß, wiege 95 Kg. und habe bisher in meinem Leben zum Glück keine schlimme, schwere Erkrankungen erlitten. Momentan mache ich mir einen Kalender über Häufigkeit, Zeitraum und Beschaffenheit des Stuhls und werde sicherlich das Problem beim nächsten Hausarztbesuch nochmal ansprechen oder welche Facharzt ist für dieses leiden zuständig?. Wer hat gleiche Schwierigkeiten? Eine Freundin sagte mir ich esse zu schnell und kaue zu wenig, kann das (neben Übergewicht) evtl. auch die Ursache sein?

    Herzliche Grüße

    Liebe Besucherin unseres Gesundheitsportals,

    Sie sollten sich umgehend an Ihren Hausarzt wenden und ihm das Problem schildern, auach wenn Sie vor Jahren eine Darmspiegelung hatten. Entscheidend ist, dass Sie kaum geformten Stuhlgang haben. Das kann verschiedene Ursachen haben, die man finden muss. Ihr Hausarzt kann Sie auch im Enddarm untersuchen und feststellen, ob Ihr Schließmuskel noch intakt ist. Schnelle Hilfe wünscht Ihnen

    Ihr Biowellmed Team

  8. Liebe Damen und Herren,
    meine Mutter wurde vor ca. 5 Monaten wegen eines Anus Prolaps operiert. Die Operation führte leider nicht zum gewünschten Erfolg. Der Enddarm tritt weiterhin nach außen und sie leidet unter Stuhlinkontinenz, Blutungen, Gewichtsverlust. Der behandelnde Arzt meinte nun, der Schließmuskel sei überdehnt und es gebe verschiedene weitere Behandlungsmöglichkeiten: Ring um den Enddarm (wobei dies oft zu Bakterienbildung führe und dann andere Ops notwendig mache), Schrittmacher oder als letzte Möglichkeit künstlicher Darmausgang. Er wollte sich jedoch nicht festlegen, was wir tun sollen. Ich bin nun überfordert. Neige jedoch zum Versuch mit dem Schrittmacher. Können Sie mir helfen? Was sollen wir tun? Welche Gefahren hat ein Schrittmacher, wie funktioniert er tatsächlich und wie groß sind die Chancen auf eine Verbesserung der Stuhlinkontinenz.

    Vielen Dank.
    Mit freundlichen Grüßen

    Liebe(r) Leser(in),

    wir können Ihnen nicht definitiv weiter helfen, da die Entscheidung, welches Verfahren sinnvoll ist, von verschiedenen Faktoren abhängt wie z. B. vom Allgemeinzustand Ihrer Mutter. Der Schrittmacher dient dazu, den Schließmuskel zu steuern bei Menschen, die den Vorgang nicht mehr selbst steuern können. Man kann das Verfahren in einer Testphase erproben. Wenn das Hauptproblem jedoch in der Überdehnung des Schließmuskels liegt, wird vermutlich diese Möglichkeit nicht so viel bringen. Sie sollten das nochmals mit dem Operateur besprechen. Manchmal ist es sinnvoller, sich gleich für einen künstlichen Ausgang zu entscheiden, obwohl vielen Menschen diese Entscheidung schwer fällt. Man kann jedoch nach kurzer Eingewöhnung gut damit leben und häufig bleiben den betroffenen Patienten viele belastende Untersuchungen und Operationen erspart. Sprechen Sie bitte nochmals mit dem behandelnden Arzt und bitten Sie ihn um ein offenes Wort. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  9. Liebe damen und herren,
    ich habe seit ca. 1 jahr sehr dünnen stuhl. meistens muss es sehr schnell gehen, 1xtäglich, meistens morgens. habe das gefühl, als ob die nahrung so durchrutscht. in letzter zeit kommen auch nächtliche wadenkrämpfe, da nehm ich jetzt magnesium und es wird besser. es scheint auch keinen unterschied zu machen, was ich esse, ein bisschen habe ich rumexperimentiert, aber vielleicht noch nicht genug? manchmal gibts auch hellrotes blut dazu. traue mich nicht zum arzt, aber wahrscheinlich ist das jetzt mal angesagt. schmerzen hab ich keine. wie ernst sollte ich die sache nehmen?

    Liebe Besucherin unseres Gesundheitsportals,

    der Gang zum Arzt ist tatsächlich angesagt.

    Ihr Biowellmed Team
    liebe grüsse, therese w.

  10. Habe den letzten Artikel von Frau L.aus Berlin gelesen.Ich kann Ihr da nachfühlen,aber ich bin gersde mal 39 Jahre alt ,habe eine 7jährige Tochter und nicht mal mehr eine Minute Zeit zur Toilette zu gehen.Meistens geht es zu 80% in die Hosen.habe seit 1999 nur Durchfälle,nach langen Untersuchen wurde jetzt ein Reizdarmsyndrom festgestellt.Dazu habe ich Beckenbodeninsuffizienz mit kombinierter Harninkontinenz III.Gades.Dabei bereitet mir aber die Stuhlinkontinenz doch ganz schön zu schaffen.Es beeinträchtigt meine ganze Lebensqualität.Nach unzähligen Besuchen und Untersuchungen bei Ärzten bekam ich nun zu sagen das meine Inkontinenz am Übergwicht liege.Keiner kann mir aber versichern daß ich wieder OK bin wenn ich abgenommen habe.
    Kommt die Inkonntinenz wirklich nur vom Übergewicht?????
    Bin völlig ratlos und frage mich ob ich mir noch eine andere Meinung in einem anderen Kontinenzzentrum einholen soll?
    Haben SIe vielleicht einen Rat für mich????Wäre sehr Dankbar!!!!!

    Liebe Grüße A.W.

    Liebe Besucherin unseres Gesundheitsportals,

    wir können natürlich aus der Ferne keine Stellung dazu nehmen, ob Ihre Inkontinenz Folge Ihres Übergewichtes ist. Sie können das jedoch am besten selbst austesten, indem Sie abnehmen. Da es für Sie aus gesundheitlichen Gründen nur Vorteile bringt, ist es sicher generell zu empfehlen. Gehen Sie Ihr Gewichtsproblem an! Vielleicht können Ihnen unsere Leserinnen und Leser, die auch Gewichtsprobleme hatten, Tipps geben. Guten Erfolg wünscht

    Ihr Bowellmed Team

  11. ICH BIN 63 Jahre alt. Wenn ich Stuhldrang verspüre, habe ich maximal 10 Minuten Zeit, eine Toilette aufzusuchen. Wenn ich in dieser Zeit keine finde, kann ich den Stuhl nicht aufhalten. Oftmals ist mein Stuhl nicht fest und geformt sondern weich, dann muß ich nach dem Toilettenbesuch mehrmals die Toilette aufsuchen, um den After zu reinigen. Ich bin sehr unglücklich und habe Angst, längere Zeit das Haus zu verlassen. Ich haben den Verdacht, daß das Medikament, das ich gegen Sodbrennen – Pantozol – einnehme, zu Durchfall führt, insbesondere, wenn ich Gemüse wie Kohl, Möhren o.ä. esse. Gibt es dazu Erfahrungen? Für helfende Hinweise wäre ich sehr dankbar.

    Liebe Besucherin unseres Gesundheitsportals,

    Pantozol kann natürlich zu Durchfall führen, wenngleich dies eher selten auftritt. Wichtig ist in Ihrem Fall zu wissen, ob Sie den weichen Stuhl schon vor Einnahme des Präparats hatten. dann sollten Sie nach der Ursache forschen lassen, zumal dünner Stuhl auch zu Elektrolyt- und Mineralstoffverlusten führen kann mit negativen Folgen. Hatten Sie vor Einnahme einen normalen Stuhlgang, können Sie Ihren behandlenden Arzt fragen, ob Sie eine Medikamentenpause machen dürfen, um zu sehen, ob dann der Stuhlgang wieder normral ist. Ist dies der Fall, könnte man ein Alternativpräparat zu Pantozol versuchen oder, falls keines gefunden wird und Sie Pantozol unbedingt brauchen, zusätzlich ein Medikament geben, das den Stuhl wieder fester macht. Hierzu gibt es einige Möglichkeiten im Bereich der allopathischen Medizin oder auch aus dem Bereich der Naturheilverfahren. Wir wünschen Ihnen, dass Sie das Problem lösen können.

    Ihr Biowellmed Team

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