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Arteriitis temporalis

Fachartikel zum Thema Arteriitis temporalis

Eine damals 60 jährige Patientin kommt abends in meine Sprechstunde. Sie berichtet mir, dass sie seit 5 Monaten Stirnkopfschmerzen und häufige Migräneanfälle mit Sehstörungen habe. Heute seien die Kopfschmerzen besonders stark. Sie führe das auf eine Antibiotika-Therapie zurück, die sie wegen seit 3 Wochen bestehenden Hals- und Ohrenschmerzen erhalten habe. Bei der Untersuchung fallen außer einer leicht hervortretenden und etwas härter zu tastenden Schläfenarterie keine Besonderheiten auf. Ich habe lediglich den Eindruck, dass die sonst eher unempfindlich reagierende Patientin wirklich starke Schmerzen hat. Wir nehmen bei ihr Blut ab und ich schicke die Patientin sofort an die nahe gelegene Universitätsklinik mit dem Verdacht auf eine Arteriitis temporalis. Dies wird durch eine Dopplergefäßuntersuchung, das Feststellen einer sog.Sturzsenkung(sehr hohe Blutsenkungsgeschwindigkeit als Hinweis für einen hochakuten entzündlichen Prozess) und eine Probeentnahme(Biopsie) bestätigt. Die sofort begonnene Cortisonbehandlung führt innerhalb von ein paar Tagen zum völligen Verschwinden der Beschwerden. Die Behandlung wird im Laufe der Zeit noch modifiziert, die Patientin wird regelmäßig überwacht einschließlich Blutkontrollen und erhält auch eine medikamentöse Osteoporosevorbeugung. Inzwischen sind 4 Jahre vergangen. Die Medikamente konnten anfangs allmählich reduziert, inzwischen ganz abgesetzt werden. Die Patientin hatte nie wieder Beschwerden und bekam auch keine Medikamentennebenwirkungen. Sie fühlt sich heute rundherum wohl.

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Erfahrungsberichte zum Thema Arteriitis temporalis

  • Neuester Erfahrungsbericht vom 11.03.2018:

    Bin 67 Jahre, weiblich, bisher gesund!
    Im Okt. 2016 wurde der Verdacht auf Myalgia rheumatica durch Rheumatologin gestellt. KortisonTherapie (30mg/ Tag) führten zu einer spontanen symptomreduzierung.
    Abbau Kortison über ein Jahr bis auf 5 mg/Tag .

    Im September 2017 Zunahme von Kopfschmerzen u Sehstörungen - Rheumatologin nimmt es nicht ernst -
    Im Oktober 2017 Diagnose arteriitis temporales.
    Behandlung mit hochdosierten Kortison 60mg/Tag und MTX .
    Darunter Reduzierung der Symptome.
    Unter Abbau Kortison Dezember auf 40 mg/ Tag wiieder auftreten Symptome und erhöhter Blutdruck.
    Erneut Erhöhung auf 50 mg Kortison.
    29.01.18 erstmals roactemra als Infusion. Danach ( bis heute) wöchentlich. Fertig Spritze .
    MTX wird abgesetzt
    . Ziell: Reduzierung Kortison nach Plan u Entzündungen reduzieren.
    NW :
    Cortison induzierte Osteoporose ( Therapie wöchentlich. aleronsäure u dekristol)
    Sehr starke Wassereinlagerungen im Gesicht - bis heute (10.märz 2018) Cushing (Bekannte erschrecken) Gesicht spannt...
    Dicker Bauch

    Derzeitige Therapie :
    Kortison jetzt 35 mg / Tag .
    Nach Plan 5mg/ 14 tägig bis auf 20 mg abbauen , dann 2,5 mg Schritte .

    Woran erkenne ich Wirkung v roactemra?
    Große Sorge wegen Osteoporose .
    Rheumatologin sagt schwierige symptomreduzierung unter Abbau Kortison. Hoffnung liegt auf AK roactemra.

    Welche Erfahrungen gibt es ? Was kann ich tun.
    Danke für Info

    Liebe Leserin,

    Cushing und aufgequollenes Gesicht sind unter der noch immer hohen Kortisondosierung leider üblich und entsprechen den Nebenwirkungen. Das wird sich erst bessern, wenn Sie ca. 2 Monate weniger als 7,5 mg einnehmen. Da es jedoch u.a. um Ihr Augenlicht geht, muss man zu diesen Maßnahmen greifen. Die Aktivität der Arteriitis wird anhand der Entzündungswerte überwacht. An diesen erkennt man auch die Wirkung Ihres neuen Medikaments und entsprechend der Entzündungswerte kann man hoffentlich Kortison nach und nach abbauen. Sollte keine Wirkung eintreten, muss man sich auch die Diagnostik anderer Arterien(z.B. Aorta mithilfe eines PET) überlegen und nochmals die Therapie durch den Rheumatologen überprüfen. Sie selbst können leider nicht viel tun außer gesund leben und auf Bewegung achten. Gute Besserung wünscht

    Ihr Biowellmed Team
  • Erfahrungsbericht vom 01.10.2008:

    bei meiner Mutter(74)wurde vor etwa einem Jahr Arteritis temporaris diagnostiziert.Sie wird mit Cotrison behandelt doch die Entzündung ist noch immer zimlich hoch.Der Artzt nimmt an dass das Cortison nicht richtig anschlägt hat jedoch keine richtige lösung.Kann mir vieleicht jemand eine...
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