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grauer Star = Katarakt

Fachartikel zum Thema grauer Star = Katarakt

Kurz und bündig

Beim grauen Star handelt es sich um eine Trübung der Augenlinse, die sowohl altersbedingt als auch durch andere Störungen und Krankheiten verursacht werden kann. Sie kann mit einigen Maßnahmen hinausgezögert, jedoch nicht ganz aufgehalten werden. Bei fortgeschrittener Erkrankung ist die Operation mit Ersatz der alten Linse durch eine künstliche die Methode der Wahl.

Bild eines normal Sehenden Dieses Bild basiert auf dem Bild Katarakt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation

Bild eines "normal Sehenden"

Bild eines Patienten mit einem Katarakt Dieses Bild basiert auf dem Bild Katarakt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation

Bild eines Patienten mit einem Katarakt

Ursache

Die Linsenkapsel produziert Zellen, die die sich auf die Linse auflagern, die im Laufe des Lebens Richtung Linsenkern wandern und ihn färben. Diese Zellen können nicht abtransportiert werden, so nimmt die Sehleistung für die Ferne ab, für die Nähe jedoch besser, was zu einer zunehmenden Schwäche für das Sehen in die Ferne führt und die altersbedingte Schwäche für das Sehen in die Nähe zum Teil wieder ausgleicht.
Das Altern des Auges, zu viel Sonnenlicht, Stoffwechselveränderungen und giftige Substanzen verhindern den zügigen Abbau von Abfallstoffen im Bereich der Augenlinse und trüben diese. Auch durch Verletzungen (z.B. durch einen Holzsplitter, der die Linse verschiebt), durch Feuer (Glasbläser oder Schmied), durch Strahlen (Spätschäden nach Röntgenstrahlen mit hohen Dosen), durch Blitz oder Starkstrom, durch Durchblutungsstörungen, durch Entzündungen wie Rheuma, durch Rauchen und durch Zuckerkrankheit kann eine Linsentrübung entstehen. Bei Zuckerkranken treten Linsentrübungen etwa 3 - 4 mal häufiger auf als bei der Normbevölkerung. Eine Vorbeugung kann hier durch Diät und ausreichende Bewegung erfolgen. Bei Tetanie (zu niedrigem Kalziumspiegel) kann es ebenfalls zu einer Linsentrübung durch eine gestörte Ernährung der Linse kommen. Auch eine langjährige Kortisontherapie kann die Linse trüben, ist jedoch bei rechtzeitigem Absetzen des Kortison wieder rückbildungsfähig. Hauterkrankungen wie z.B. Neurodermitis, chronisches Ekzem oder Sklerodermie können zur Entwicklung eines grauen Stars führen. Ebenfalls bei sämtlichen Augenerkrankungen als Folgeerscheinungen (z.B. bei sehr starker Kurzsichtigkeit) ist das Auftreten des grauen Stars bekannt. Vermutlich spielen Unterversorgungen an Vitaminen und Mikronährstoffen bei der Entstehung eine Rolle, wobei besonders die Vitamine A,C,E,B2,Folsäure, Carotinoide, Zink, Glutathion verantwortlich zu sein scheinen. So ist z. B. Vitamin C in der Augenlinse etwa 50 mal höher konzentriert als im Blutplasma. Dies ist auch notwendig, da die UV-Belastung einen hohen Schutz vor Oxidation erfordert.
Der Altersstar tritt erst etwa ab dem 60. Lebensjahr auf.

Beschwerden

Die Erkrankten sehen zunehmend unscharf, dumpf, haben graue oder braune Trübungen vor dem Auge, werden zunehmend lichtempfindlich, beschreiben milchiges oder Nebelsehen, Doppeltsehen oder Mehrfachsehen am betroffenen Auge oder leiden unter einem Blendungsgefühl.

Feststellen der Erkrankung

Der Augenarzt stellt bei seiner Untersuchung die Linsentrübung fest und kann den günstigsten Zeitpunkt für eine Operation bestimmen.

Behandlung

Zur Vermeidung der Sehminderung kann die getrübte Linse entfernt und eine künstliche Linse eingesetzt werden, was heute zu den operativen Routineverfahren gehört. Im Normalfall wird die Operation in örtlicher Betäubung durchgeführt, ambulant oder mit nur kurzem Krankenhausaufenthalt. Diese Operation dauert normalerweise 15 Minuten. Der Patient ist dabei wach, bekommt nur betäubende Augentropfen in die Augen oder Spritzen um das Auge. Der Operateur eröffnet die vordere Linsenkapsel durch einen Schnitt, verflüssigt die darunter liegende Linse mit Ultraschall und saugt die Linse ab. Dann wird die Linse eingesetzt. Diese hält ein Leben lang. Meist muss keine Naht erfolgen, da die Hornhaut von selbst wieder zuheilt. Man bringt nach der Operation nur noch einen Salbenverband auf das Auge. Pro Jahr werden in Deutschland über 600 000 solcher Operationen durchgeführt. Da die Menschen immer älter werden, nimmt auch die Erkrankungsrate am grauen Star zu. Häufig sind jedoch andere altersbedingte Augenerkrankungen für das schlechte Sehen mit verantwortlich, so dass sich dann eine künstliche Linse als nicht sinnvoll herausstellt.
An homöopathischen Behandlungen stehen – zumindest bei Beginn der Erkrankung - eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung, die am besten von einem homöopathisch versierten Arzt ausgewählt werden sollten. Die Akupunktur kann viel Gutes bewirken, muss jedoch über lange Zeiträume durchgeführt werden.

Komplikationen der Operation

Es kann zu Infektionen des Auges (1:10000), zu Netzhautablösungen oder Augendruckproblemen ( selten) kommen. Etwa 1/3 der Operierten erleidet einen Nachstar, eine Trübung des Kapselsackes, der ähnliche Symptome macht wie der Star selbst und nach Wochen bis Monaten auftritt. Dieser kann in wenigen Minuten mit Laser beseitigt werden. Die Makuladegeneration kann durch eine künstliche Linse verstärkt fortschreiten, da der Schutz vor UV-Licht, der durch eine Linsentrübung gegeben ist, bei einer künstlichen Linse fehlt. Obwohl die Linsen heute einen UV-Schutz haben, sollten sich Menschen mit künstlichen Linsen dennoch bei hellem Licht mit einer Sonnenbrille schützen. Dies gilt natürlich auch für Menschen, die noch ihre eigene Linse haben, da hierdurch das Auge möglichst lange geschützt wird.

Vorbeugung des grauen Stars

Eine hohe Vitamin C - und Vitamin E- Versorgung scheinen eine schützende Rolle zu spielen. Auch die Pflanzenfarbstoffe Lutein und Xeaxanthin ( z. B. in Broccoli und Spinat enthalten ), scheinen vorbeugend zu wirken, da sie die Oxidationsprozesse verzögern. Da insbesondere die Versorgung des Organismus mit Nährstoffen im Alter leidet, kann eine Nahrungsergänzung sinnvoll sein. Ebenso wichtig sind eine ausreichende Trinkmenge und der Schutz vor Sonnenlicht.

Erfahrungsberichte zum Thema grauer Star = Katarakt

  • Neuester Erfahrungsbericht vom 29.03.2015:

    Hallo,
    ich bin 50 Jahre alt und wurde vor zwei Wochen am rechten Auge wegen grauem Star operiert. (Hintere Schalentrübung, beide Augen betroffen, nächste OP des linken Auges in drei Wochen). Es war vorher abgesprochen, dass die Linsen so gewählt werden, dass ich nach den OP´s in der Ferne gut sehen kann und für die Nähe mit einer Lesebrille versorgt werde. Nun ist es nach der ersten OP leider so, dass mein operiertes Auge in der Nähe ganz gut sieht und in der Ferne sehr schlecht. Also genau umgekehrt als geplant. Der Augenarzt meinte, das wäre nicht schlimm, die andere Linse könnte man dann so einstellen, dass ich später in beide Entfernungen gut sehen kann. Meine Frage: Wie funktioniert so etwas? Wieso sehe ich nun nah gut und stimmt das, dass man nach beiden OP´s erst wieder besser sieht? Und wenn nun das zweite Auge auch nur nah gut sieht nach der OP?
    Bin ein wenig besorgt. Vielen Dank.

    Liebe Leserin,

    Sie sollten Ihren Arzt nochmals genau befragen, weshalb Sie an Ihrem operierten Auge nicht gut in die Ferne sehen(Kurzsichtigkeit, Hornhautverkrümmung?). Er sollte Ihnen den Grund dafür nennen, dann kann man Ihnen mehr dazu sagen. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team
  • Erfahrungsbericht vom 21.04.2014:

    Kürzlich wurde mir ( 77JAHRE;aber äußerlich sieht man mir mein Alter nie an!) -
    vom A-Arzt mitgeteilt, dass ich an grauem Star /50% Sehkraft/ leiden würde. Man möchte mich operieren. Zeitpunkt ist mir überlassen!
    Nun bin ich verunsichert,...
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  • Erfahrungsbericht vom 20.05.2011:

    Bei mir (48 Jahre alt) wurde von meiner Augenärztin Grauer Star festgestellt.

    Ich würde jetzt gerne wissen bei welchen Krankheiten eine Operative Behandlung sich nicht lohnen würde, wenn man Grauen Star hat, oder gibt es überhaupt irgendwelche Krankheiten bei...
    Lesen Sie den ganzen Bericht zum Thema grauer Star = Katarakt.
  • Erfahrungsbericht vom 25.08.2008:

    Bei meiner Mutter wurde ein Grauer Star diagnostiziert.
    Ihre Sehschärfe liegt bei 50%.

    Ist hier schon eine OP angesagt? Da meine Mutter sich vor der OP fürchtet, möchte sie diese so lange wie möglich rausschieben.

    Danke
    ...
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  • Erfahrungsbericht vom 15.03.2008:

    ich wurde auf beiden augen 2000 wegen katarakt operiert. wegen blendung 2002 nachgelasert. inzwischen habe ich beim Autofahfaren
    sehr gute sehschärfe ausser Blendung, die ich aber bin der sonnenblende gut im griff habe. sobald ich das auto verlasse, habe ich...
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