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Taubheitsgefühl in den Beinen

Fachartikel zum Thema Taubheitsgefühl in den Beinen

Taubes Bein: Ursachen der Gefühllosigkeit

Sicher jeder kennt das Gefühl, wenn Beine „einschlafen“: Ist das Bein zu lange in einer bestimmten Position wie zum Beispiel im Schneidersitz, fühlt es sich irgendwann taub an. Mit der Bewegung fängt es dann an zu kribbeln – so als würden tausende kleine Nadeln in das Bein stechen. Neben diesem zwar durchaus schmerzlichen Gefühl, das meist schnell wieder verschwindet und unbedenklich ist, können jedoch auch ernsthafte Erkrankungen hinter dem Taubheitsgefühl stecken. Unter Umständen kann es sogar ein Alarmsignal des Körpers für einen Notfall wie zum Beispiel einen Schlaganfall sein. Auf welche Symptome muss man in diesem Fall achten? Und was kann man dagegen tun?

Symptome und Ursachen für das Taubheitsgefühl in den Beinen

Bei einem Gefühl von Taubheit (Hypästhesie) in den Beinen, handelt es sich genau genommen um eine Empfindungsstörung, die im Bereich zwischen Hüfte und Fußsohle auftritt und mit weiteren Symptomen wie Gehschwierigkeiten, Kribbeln in den Gliedern oder auch Schmerzempfinden einhergehen kann. Einer Verminderung der Berührungssensibilität können unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen:

  • Beeinträchtigung und Erkrankung der Nerven (Neuropathie)
    Eine häufige Ursache, wenn sich das Bein taub anfühlt, ist eine Unteraktivität der Nerven. Dabei handelt es sich um harmlose Ausfälle die entstehen, wenn Druck auf den Nerv ausgeübt wird. Wenn das Bein bewegt wird, verschwindet das taube Gefühl meist schnell wieder. Eine weitere Ursache kann ein Bandscheibenvorfall sein. Durch diesen können Nervenstrukturen zwischen Wirbelkörpern eingeklemmt werden. Nicht selten gehen damit auch Rückenschmerzen im unteren Rückenbereich einher. Auch bei einem Hexenschuss oder falls der Ischiasnerv eingeklemmt wurde, können sich Bereiche der Wirbelsäule taub anfühlen.
  • Erkrankung des Nervensystems
    Neben der Beeinträchtigung einzelner Nerven kann auch die Erkrankung des ganzen Nervensystems zu Empfindungsstörungen führen. Gefährdet sind vor allem Patienten mit Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Diabetes oder Alkoholerkrankungen.
  • Durchblutungsstörungen und Gefäßverschlüsse
    Ist das Blut im Bein nicht richtig „im Fluss“, kann auch eine Durchblutungsstörung dahinterstecken. In diesem Fall werden die Gewebestrukturen nicht ausreichend durchblutet und der Sauerstoffgehalt vermindert – ohne diesen sind die Organe jedoch nicht voll funktionsfähig. Die Konsequenz ist eine Sensibilitätsstörung. Durchblutungsstörungen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Vor allem wenn ein Taubheitsgefühl in den Beinen häufiger auftritt, sollte dies von einem Arzt abgeklärt werden. Auch Thrombosen (Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel) kommen beispielsweise häufig in Beinvenen vor.

Des Weiteren können taube Beine auch ein Alarmsignal des Körpers für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall sein.

Ein Alarmzeichen für einen Schlaganfall ist, wenn das Taubheitsgefühl vor allem auf einer Körperseite auftritt und mit weiteren Anzeichen wie zum Beispiel Lähmungserscheinungen oder Schwindel einhergeht. In diesem Fall sollten Sie unverzüglich den Notruf wählen. Es handelt sich um einen Notfall, der tödlich enden kann!

Daneben gibt es noch andere Ursachen für das Taubheitsgefühl in den Beinen: Wenn man das Gespür in den Beinen verliert, kann dies auch an Nebenwirkungen von Medikamenten oder an einer akuten Vergiftung liegen. Ebenso können Verletzungen zu Taubheitsempfindungen führen. Auch im Zusammenhang mit schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs oder einem Tumor, können taube Beine als Begleiterscheinung auftreten.

Diagnose und Behandlung bei tauben Beinen

Die Behandlung des Taubheitsgefühls in den Beinen ist abhängig von den Ursachen. Deshalb sieht die ärztliche Untersuchung zunächst Bewegungstests, Sensibilitätsprüfungen und Reflexprüfungen, Blutuntersuchungen sowie bildgebende Verfahren wie Ultraschall und Röntgenaufnahmen vor. Entsprechend der jeweiligen Ursachen können Erkrankungen dann gezielt behandelt werden.
Alternative Behandlungsmethoden zielen vor allem auf die Förderung der Durchblutung: Bewegungsübungen wie Yoga, Thai Chi oder Qi Gong können die Muskel-Venenpumpe im Fuß aktivieren. Die Bewegung lässt das Blut besser fließen und verhindert Ablagerungen an den Gefäßwänden. Die Heilkraft des Wassers, zum Beispiel Kneipp-Kuren, kann ebenfalls die Durchblutung fördern. Und auch Schüssler Salzen wird eine naturheilkundliche Wirkung nachgesagt.
Insgesamt sollte zudem auf einen gesunden Lebensstil und viel Bewegung geachtet werden.

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