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Sprunggelenksfrakturen

Kurz und bündig:

Der Bruch des Sprunggelenks gehört zu den häufigsten Brüchen beim Erwachsenen

Ursache:

Ursache ist meist ein Umknicken des Fußes.

Beschwerden:

Es treten Schmerz, Schwellung und eine Einschränkung der
Beweglichkeit auf. Gehen ist nicht mehr oder nur erschwert möglich.

Feststellen der Erkrankung:

Neben der Untersuchung und Betrachtung durch den Arzt/die Ärztin wird die Diagnose normalerweise durch eine Röntgenaufnahme in 2 Ebenen gesichert. In manchen Fällen sind zusätzlich eine Computertomograhie oder eine Kernspinuntersuchung notwendig.

Die Sprunggelenksfrakturen werden eingeteilt in:

Weber A Fraktur: Die Fraktur liegt unterhalb der Syndesmose
Weber B Fraktur: Die Fraktur liegt auf Höhe der Syndesmose. Diese ist entweder intakt oder verletzt. Die Membrana interossea ist häufig gerissen.
Weber C Fraktur: Die Fraktur liegt unterhalb der Syndesmose. Diese ist verletzt, häufig ist auch die Membrana interossea gerissen.

Behandlung:

Die Behandlung ist davon abhängig, ob es sich um eine Weber A, B oder C Fraktur handelt.
Die Weber A Fraktur wird, wenn sie nicht disloziert ist, normalerweise mit einem Unterschenkelgips behandelt. Bei allen anderen Frakturen erfolgt die Behandlung operativ, es sei denn, es besteht eine absolute Kontraindikation gegen die Operation.
Die Weber A Fraktur mit größerer Dislokation wird mit einer Schrauben- oder Plattenosteosynthese behandelt. Bei der Weber B Fraktur kommt eine kombinierte Osteosynthese zum Einsatzmit freier Zugschraube und Plattenosteosynthese. Bei der Weber C Fraktur erfolgt eine Osteosynthese mit Schrauben und Zugschraube und eine Drittelrohrplatte lateral zur Stützung.

Komplikationen:

-Hautnekrose
-Infektion
-gestörte Knochenheilung
-Verheilung in Fehlstellung
-Pseudarthrose(es bildet sich ein falsches Gelenk aus)
-Sekundärarthrose
-Nerven-oder Gefäßverletzungen
-Morbus Sudeck
-Versteifung des Gelenks
-eingeschränkte Belastbarkeit oder Beweglichkeit

Ganz entscheidend für den Erfolg ist die exakte Adaptation und optimale Gelenkstellung.

Eine Antwort auf „Sprunggelenksfrakturen“

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  1. Dislozierte Innenknöchelfraktur

    Hallo,

    bin im letzten Winter am 20.01.2017 bei Eis und Schnee ausgerutscht und habe mir eine nicht verschobene Innenknöchelfraktur zugezogen. War auf dem Weg zur Arbeit (somit ein Arbeitsunfall) Ich war dann morgens gleich nach dem ich soweit noch gehen konnte, erst noch ins Büro gehumpelt, danach wurde ich dann von einer Kollegin zur örtlichen Notaufnahme gefahren (KH Notaufnahme liegt nur ca. 350 m vom Büro entfernt) In der Notaufnahme kam ich auch gleich dran, es wurde dann festgestellt, dass ich mir eine nicht dirslozierte Innenknöchelfraktur am rechten Fuss zugezogen habe. Ich bekam dann innerhalb weniger Minuten noch einen Vacoped angezogen, mir wurde dann noch kurz die Pech Regel erklärt (pause, Eis Kompression hochlegen) erklärt, ich wurde dann gleich an 2 Unterarmgehstützen nach Hause entlassen. Ich musste dann erstmal meiner Schwester bescheid geben, die mich dann abgeholt hat. Dann ging es zunächst für eine Woche heim zu meinen Eltern, da ich dort entsprechend versorgt werden konnte. Leider wurde mir vom Personal nicht genau erklärt, wie ich die Treppen mit Gehstützen zu benutzen habe. Hatte das in dem Moment leider auch nicht gefragt. Bin dann gleich während den ersten Tagen mehrmals auf der Treppe daheim ausgerutscht, zwar nicht besonders schlimm. Aber wie sich bei der Kontrolle beim Orthopäden nach einer Woche herausgestellt hat, hatte ich zwischenzeitlich eine dislozierte Innenknöchelfraktur. Also die Knochen im Sprunggelenk waren entsprechend verschoben. Es bestand nun eine OP Indikation. Also wieder ins nächste KH. ich konnte dann dort aber nicht gleich operiert werden , da ich aufgrund eines vorhergehenden Schlaganfalls zu dem Zeitpunkt noch Marcumar nehmen musste. Also wurde das ganze umgestellt auf die Thrombose-Prophylaxe mit entsprechenden Spritzen. Op fand dann am 31.01.2017 statt.
    Es wurde eine Osteosynthese mit 2 Schrauben durchgeführt. Wundheilung verlief problemlos. Nachdem mir dann eine Physiotherapeutin entsprechend das gehen mit Unterarmgehstützen auf Treppen beigebracht hat, wurde ich dann am 02.02.2017 in gebessertem Zustand entlassen. Vorteil war dann, es war dann gleich zu Beginn eine Teilbelastung des Fusses über 20 Kilogramm möglich. Am 15.02.2017 ging es dann los mit Physio KG. 4 Wochen nach OP ging es dann rasch Richtung Vollbelastung. Am 27.03.2017 habe ich dann im Büro wieder mit dem Arbeiten, Dies war auch der letzte Tag, an dem ich aufgrund dieses Bruches die Gehstützen benötigt habe. Physiotherapie bekam ich noch bis Mitte Mai. Die Wunde ist problemlos verheilt. Schmerzen habe ich keine mehr. Insgesamt erfreulicher Verlauf. Wandern und Radfahren funktioniert problemlos. Joggen war ich bislang nur einmal, ist aber eher auch nur deshalb problematisch wegen des vorhergehenden Schlaganfalls. Beim Wandern bin ich zu Beginn noch ab und zu umgeknick. Nun habe immer entsprechend höhere Wanderstiefel an, mit denen ich nicht umknicken kann. Wegen eines zusätzlichen Fersensporns mit Platt- Senk und Spreizfuss habe ich noch zusätzlich Einlagen bekommen. Mit diesen kann ich nun völlig schmerzfrei gehen.
    Insgesamt sehr positiver Verlauf. Muss allerdings dazusagen, trotz des positiven Verlaufes wird es einfach nicht mehr hundertpronzentig, so bin ich nun z. B. schon wetterfühlig geworden. Auch merke ich auf Treppen, dass ich am gebrochenen Sprunggelenk einfach nicht mehr zu 100 % das Sprunggelenk auf und ab bewegen kann. Also, das sieht im Prinzip niemand, dass es da Beeinträchtigungen gibt. Meine Frage, kann ich da wegen des Sprunggelenks auch jetzt nach fast einem 3/4 Jahr durch Krankengymnastik noch etwas erreichen, oder ist das zu spät. 2. Frage: Wie mache ich das mit dem entfernen des Osteosynthese Materials. Soll ich da zuerst zum Orthopäden gehen, oder kann ich da auch gleich In der operierenden Klinik vorstellig werden. Wie ist da die Herangehensweise?
    Würde sagen, dass es zu 80 % wieder gut geworden ist im Vergleich zu vor dem Bruch.

    Liebe(r) Leser(in),

    bei einem Betriebsunfall müssen Sie sich zunächst an einen chirurgischen D – Arzt wenden. Dieser kann auch gleich nochmal Ihre Beweglichkeit und eventuelle Maßnahmen begutachten und dann entscheiden, wann man das Material entfernt. Manchmal ist die Beweglichkeit auch durchaus nach Materialentfernung besser. Ansonsten müsste auch eine Einschränkung anerkannt werden. Sprechen Sie darauf bitte den D – Arzt an. Besser wäre natürlich, es würde wieder ganz gut werden. Gute Besserung wünscht

    Ihr Biowellmed Team

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