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Syringomyelie

Fachartikel zum Thema Syringomyelie

Kurz und bündig:

Die Syringomyelie ist eine seltene Nervenkrankheit, die ca. 6- 9von 100 000 Menschen betrifft.

Es handelt sich um eine Höhlenbildung im Rückenmark, die zu einer Liquorflussstörung und zu Druck auf umliegende Gebilde wie z.B. Nerven führt. Die Hirnflüssigkeit(Liquor) wir in Zellen des Gehirns gebildet, durchfließt die Gehirnkammern und umspült das Gehirn und Rückenmark. Anschließend wird sie von anderen Zellen wieder resorbiert(aufgenommen). Dies stellt einen geregelten Fluss sicher. Wird dieser an einer Stelle unterbrochen, staut sich der Liquor in einer Höhle(Syrinx). Der gestaute Liquor übt auf umgebende Strukturen Druck aus und schädigt diese. Nicht die Größe der Höhle ist für die Beschwerden entscheidend, sondern die Lage der Syrinx innerhalb des Rückenmarks. Bei weiterem Fortschreiten der Erkrankung kann der Druck auch die Durchblutung beeinträchtigen. Zudem kann es zur Bildung bindegewebiger Trennwände innerhalb der Höhle kommen oder die Bindegewebeantiele können die Höhle ganz ausfüllen und es kommt zu der Ausbildung einer Arachnoidalzyste.

Ursache:

  • angeboren(siehe auch Arnold - Chiari - Malformation). Symptome treten oft erst im frühen Erwachsenenalter auf.
  • nach einem Unfall (ca. 5 % der Menschen entwickeln nach einer Rückenmarksverletzung eine Syringomyelie. Diese benötigt ca. 10 Jahre bis zu ihrer Ausbildung.
  • durch eine Entzündung im Bereich des Rückenmarks
  • durch einen Tumor
  • durch eine Entzündung im Bereich des Rückenmarks
  • durch einen Tumor

Beschwerden:

Je nach Lage der Höhlenbildung und betroffene Strukturen, auf die der Druck einwirkt, können verschiedene Beschwerden auftreten wie Schmerzen im Nacken, in den Armen, im Kopf, in den Schultern, Störung des Temperatur- oder Schmerzempfindens, Störung der Berührungsempfindlichkeit oder der Tiefensensibilität, Störung der Blasen-oder Darmfunktion, Störung der Muskelfunktion, spastische Lähmungen, Durchblutungsstörungen mit Minderdurchblutung der Haut, die blau und kalt wird und eine schlechtere Heilungstendenz aufweist(trophische Störung). Bei Störungen im Gesicht kann es dort zu Schmerzen, Missempfindungen, Beeinträchtigung der Zungenbewegung oder Rückgang der Zungenmuskulatur kommen.

Diagnose:

Die Diagnose wird mit Hilfe eines MRT gestellt, wobei bei bestimmten Fragestellungen spezielle MRT - Aufnahmen in Spezialzentren notwendig sind, um den Liquorfluss darzustellen. Auch eine Myelographie(Kontrastmittel wird im unteren Bereich der Wirbelsäule in das Rückenmark gespritzt, um Beeinträchtigungen des Rückenmarks zu erkennen) kann notwendig sein.

Behandlung:

Die Therapie richtet sich nach der Ausprägung der Störung, wobei man davon ausgehen muss, dass sich die Störung zunehmend verschlechtert und damit die Einschränkungen zunehmen.

  • Schmerztherapie: Diese ist notwendig, um die mehr oder minder starken Schmerzen zu beherrschen.
  • Krankengymnastik: um sekundäre Schäden durch Fehlhaltung oder schmerzbedingte Schonung zu vermeiden
  • Schulung: um die Gefahr der Selbstverletzung z.B. bei vermindertem Temperaturempfinden zu verringern.
  • Operation: Hierbei erfolgt eine Öffnung des Schädels bis zum Rückenmark, Wirbelbögen werden entfernt, das Foramen magnum wird durch eine Duraerweiterungsplastik dekomprimiert, wodurch das Hirnwasser wieder frei fließen kann. Man kann meistens keine Verbesserung der bestehenden Beschwerden erreichen, jedoch ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern. Die Schmerzen sind nur zum Teil beeinflussbar, d.h. provozierbare Schmerzen, die durch Husten oder Pressen verstärkt werden, können eventuell gebessert werden. Dauerschmerzen oder belastungsabhängige Schmerzen bleiben meist.
    Obwohl die Operation sehr sinnvoll sein kann, muss sich der Patient darüber im Klaren sein, dass man meistens die Krankheit damit nur aufhalten kann und darf sich keiner falschen Hoffnung hingeben, dass man damit die bestehenden Probleme beseitigen kann.


Leseempfehlungen zum Thema Syringomyelie

Weiterer Fachartikel zum Thema Syringomyelie in Fälle aus der Praxis: Nerven- und Gehirnerkrankungen

Erfahrungsberichte zum Thema Syringomyelie

  • Neuester Erfahrungsbericht vom 13.03.2019:

    Hallo bin der Carsten 41, durch einen Unfall mit dem Motorrad wÃŒrde im September 2018 eine traumatische syringomyelie der HWS im Bereich von c4/5-c6/7 festgestellt. Seit dem Unfall habe ich vermehrt den drang schon mittags wieder zu schlafen und auch Kopfschmerzen treten öfter sogar ÃŒber Tage auf. In meinem rechten Arm wurden SensibilitÀts Störungen fest gestellt, die sich durch heiß/kalt empfinden darstellen.
    Da mein Arzt meinte das ich beruflich eingeschrÀnkt sei, sollte ich mir Gedanken zu einer InvaliditÀts oder Erwerbsminderungs Rente machen. WÌrde mich freuen wenn man mir hier weiterhelfen könnte, auch was das AntrÀge stellen betrifft. Danke

    Lieber C.,

    wir können aufgrund Ihrer Angaben nur vermuten, dass die Sensibilitätsstörungen durch die Syringomyelie bedingt ist. Daran lässt sich leider nichts ändern. Man kann allenfalls medikamentös Einfluss nehmen. Bezüglich Müdigkeit und Kopfschmerz müssten wir mehr wissen, um Ihnen etwas dazu sagen zu können. Lag eine Schädelverletzung vor? Wie war das MRT? Bezüglich EU - Rente ist Ihr Hausarzt der Ansprechpartner. Wir sind nur ein Gesundheitsportal. Sie können auf dem Rathaus einen Antrag stellen und sich dort auch berechnen lassen, was Sie im Falle eines positiven Bescheides an Geld bekommen. Eventuell könnte Ihnen ja eine Rehabilitation in einer neurologischen Klinik helfen?Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team
  • Erfahrungsbericht vom 13.12.2018:

    ich bin m,85, zerstörte beinnerven, jetzt gehts mit den händen los, sodaß ich den rollator fast nicht mehr bedienen kann. ohne hilfe gehen unmöglich, kein gleeichgewicht, falle sofort nieder, kann nicht mehr aufstehen. ist jemand in ähnlicher situation?...
    Lesen Sie den ganzen Bericht zum Thema Syringomyelie.
  • Erfahrungsbericht vom 08.05.2018:

    Hallo zusammen, leide seit vielen Jahren unter Syringomyelie (unter anderem) Neulich noch weitere Diagnosen erhalten, zwei mal Reha und Schmerztherapie ohne Erfolg. Jeder Tag ist ein Kampf, lediglich ein GDB anerkannt, weitere Untersuchungen folgen. Arbeiten bis zur Regelsaltersrente...undenkbar,...
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  • Erfahrungsbericht vom 05.12.2017:

    Hallo zusammen. Ich habe auch syringomylie. Seit 9 Jahre kämpfe ich mit schmerzen, Schwindel gangprobleme, sehestörungen taubsgefüh Kribbel schluck Beschwerden, Kopfweh , ganzen Körpers spielt verrückt. Es ist ganz schlimm wenn Übelkeit Blase und Darm Probleme dazu kommen. Ich...
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  • Erfahrungsbericht vom 08.10.2017:

    Hallo zusammen, mich hat die Erkrankung 2015 erwischt. Durch eine MRT-Untersuchung wurde diese dann Festgestellt. Die Erkrankung fürt wohl zurück auf eine Hirnhauterkrankung. Ich habe mich dann in der Uni-Klinik Köln Merheim vorgestellt, und dort...
    Lesen Sie den ganzen Bericht zum Thema Syringomyelie.
  • Erfahrungsbericht vom 28.09.2017:

    Hallo zusammen, ich selbst bin an Syringomyelie erkrankt und würde mich freuen hier Betroffene zu finden die an einem Erfahrungsaustausch interessiert sind. Zu meiner Person seit April 2016 leite ich die Landesgruppe Hessen des DSCM e.V. ...
    Lesen Sie den ganzen Bericht zum Thema Syringomyelie.
  • Erfahrungsbericht vom 17.08.2017:

    Hallo allerseits, ich bin selber an Syingomyelie erkrankt und weiß was das für ein Kampf ist.(Jeden Tag aufs Neue) Das schlimme ist, man sieht es den Patienten nicht an und man wird gerne als Simulant abgestempelt! Man soll...
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