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Morbus Cushing mit V.a.Makroadenom der Hypopyhse

Eine knapp50 jährige Patientin asiatischer Herkunft kommt Mitte 2014 in die Praxis, weil sie einen moderaten Blutdruckanstieg und eine periorale Hyperpigmentierung entdeckt hat. Die Wechseljahre haben bereits bei ihr begonnen. Wir starten eine sanfte Therapie zur Blutdruckregulation in der Annahme, dass es sich um eine klimakterische Reaktion bei familiärer Neigung zu Bluthochdruck handelt. Im Dezember desselben Jahres kommt die Patientin nach einem Fest, bei dem es heiß her ging und sie wild getanzt hat und klagt über Schmerzen beidseits im Rippenbereich. Ein ausgeprägter Druckschmerz besteht nicht, so dass wir davon ausgehen, dass es sich um eine muskuläre Überforderung handelt und zunächst antientzündlich behandeln. Die Patientin leidet auch verstärkt unter Akne. 3 Monate später kommt sie wegen Schmerzen in den Kiefergelenken und weil sie sich auf die Zunge beißt und das Schlucken schwer fällt. Die Zunge sieht angeschwollen aus. Der zu Rate gezogene HNO – Arzt äußert den Verdacht auf eine Hypoglossusparese. Als die Patientin sich 2 Wochen später wieder vorstellt, ist bereits ein deutliches Cushingphänomen mit Anschwellung des gesamten Gesichtes zu sehen. Daraufhin wird sie sofort zur Diagnostik in eine internistische Klinik eingewiesen. Dort stellt man einen Morbus Cushing fest, vermutlich ausgelöst durch ein Makroadenom der Hypophyse bzw. eine Hypophysenvorderlappenhyperplasie mit schwerer Osteoporose und aufgrund des Hypercortiszolismus pathologische Rippenfrakturen 9 und 10 beidseits sowie kortisonbedingter diabetischer Entgleisung. Die Patientin wird nun auf eine neurochirurgische Abteilung verlegt und muss sich vermutlich einer Hypophysenoperation unterziehen. Rückwirkend sind Rippenschmerzen, Blutdruckanstieg und Akne als Kortisonüberschuss leicht zu deuten, ohne Hinweis auf einen Morbus Cushing hatten wir daran zunächst nicht gedacht.

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