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Schilddrüsenhormonresistenz

Die Schilddrüsenhormonresistenz ist sehr selten und kann zu schwierigen Schilddrüseneinstellungen führen.

Ursachen:

Es handelt sich meist um eine autosomal dominant vererbte Erkrankung, die auf Mutationen im THRB-Gen(thyroid hormone receptor beta) zurückzuführen ist. Es gibt jedoch auch sporadische und wenige rezessive Fälle. Die Menge an produziertem Schilddrüsenhormon ist zwar physiologisch, es zeigt sich jedoch eine geringere Wirkung an den Zielorganen. Bei der peripheren Schilddrüsenhormonresistenz sprechen sowohl Körperorgane als auch die Hypophyse zu wenig auf die Schilddrüsenhormone an.

Feststellen der Erkrankung:

Üblicherweise sind T3 und T4 erhöht. TSH kann normal oder leicht erhöht sein. TSH steigt im TRH – Test jedoch nicht an.

Beschwerden:

Es können die üblichen bei Schilddrüsenüberfunktionbestehenden Beschwerden auftreten. Die Störung kann jedoch auch organbezogen bei Einzelorganen auftreten wie z.B. ein zu schneller Herzschlag.

Komplikationen:

Es kann ein Kropf auftreten infolge ständiger Stimulation der Schilddrüse durch TSH. Es können Zeichen der Überfunktion vorhanden sein.

Behandlung:

Die Behandlung ist schwierig. D-Trijodthyronin oder D-Thyroxin können versucht werden. Manchmal bleibt nur die Schilddrüsenentfernung, wobei sich auch dann die Einstellung mit Schilddrüsenhormon schwierig gestalten kann. Eventuell muss sich die Hormongabe nach den Symptomen des Patienten ausrichten, wobei man dann eventuell eine TSH – Erhöhung in Kauf nehmen muss. Ist dies der Fall, sollte jedoch regelmäßig die Schilddrüse kontrolliert werden, um ein Wachstum rechtzeitig zu erkennen.

Erfahrungsberichte (6) zum Thema „Schilddrüsenhormonresistenz“

Schreiben Sie Ihren eigenen Erfahrungsbericht

  1. Hallo,

    bei mir wurde schon früh eine Schilddrüsenhormonresistenz festgestellt. Wurde auch schon zweimal operiert. Nehme täglich 225 g L-Throxin ein. Mir geht es soweit gut damit. Nur kann ich keine Kinder bekommen. Liegt es vielleicht daran? Und wenn ja, was kann ich da machen.
    Vielen Dank für die Antwort. Lg Madlen

    Liebe Madlen,

    was sagen denn Ihre Gynäkologen? Generell kann natürlich jede Schilddrüsenstörung dazu führen, dass der Kinderwunsch nicht erfüllt wird. Sie sollten sich mit einem Endokrinologen besprechen. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  2. Hallo, bei mir liegt ebenfalls eine Schilddrüsenhormonresistenz vor. Meine Schilddrüse ist lt. Sonographie gesund. Ich nehme 8 Grain NDT am Tag, nachdem ich T3 only 150 am Tag genommen habe.
    Die Blutwerte sind dementsprechend hoch, der TSH supprimiert.
    Hatte zwischenzeitlich auf meinen Arzt gehört und einen normalen Blutspiegel (1 x 75 Novothyral) angestrebt.
    Nie wieder! Meine ganzen Symptome der Unterfunktion kamen wieder! Habe bisher keinen Arzt gefunden dem Schilddrüsenhormonresistenz etwas sagt. Ist mir aber auch egal, richte mich nach meinem Puls und meiner Basaltemperatur und nehme wieder meine Hochdosis ein. Endlich geht es mir gut.

    Liebe T.,

    jeder Endokrinologe kennt sich damit aus. Sie müssen natürlich darauf achten, dass Sie nicht überdosiert sind(hier sind die peripheren Hormone relevant), sonst wird es auf Dauer gefährlich für Ihr Herz. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  3. Guten Tag,

    danke für die Antwort. Ist bei meiner Konstellation eine Resistenz wahrscheinlich?
    Können bei der Resistenz auch Symptome auftreten? Wenn ja, welche?
    Habe gelesen die medikamentöse Behandlung ist schwierig und eine OP eher wahrscheinlich? Was würde da genau operiert?

    LG und vielen Dank!

    Lieber S.,

    wir haben positive Erfahrungen mit der medikamentösen Einstellung. Man muss eben etwas Geduld mitbringen. Die Symptome können, müssen jedoch nicht auftreten und können denen einer Fehlfunktion aus anderer Ursache entsprechen. Bei der Operation würde man die Schilddrüse entfernen. Man muss eben dann ein Leben lang Schilddrüsenmedikamente einnehmen. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  4. Guten Tag,

    da bei mir eine unklare Konstellation (TSH normal, ft3 mittlerweile in der Norm, ft4 zu hoch, Szintigrafie unauffällig) soll auf auf Hypophysenadenom und Schilddrüsenhormonresistenz getestet werden. Auf ein Adenom tippe ich nicht, da ein Kontroll-MRT aufgrund einer früheren Erkrankung nix ergab. Hier wird nun nochmal genau geprüft. Wie kann man eine Resistenz behandeln? Tabletten oder nur OP? Was kann hier noch getestet werden?

    Danke und Grüße

    S.

    Liebe S.,

    de Therapie bei einer Schilddrüsenhormonresistenz erfolgt in erster Linie medikamentös, indem man versucht, eine normale Stoffwechsellage herzustellen und die fehlerhafte TSH-Ausschüttung zu normalisieren. Nur, wenn das nicht möglich ist, wird operiert. Die Diagnostik erfolgt durch Labor und klinische Tests wie z.B. Achilessehnenreflexzeit. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  5. Hallo,

    ich denke es müsste auch so etwas wie Hormonresistenz an den Zellen (Rezeptoren)geben.

    Hier meine Geschichte:

    Ich habe wahrscheinlich schon seit 10-12 Jahren Hashimoto. Seit 3 Jahren diagnostiziert. Erst half auch Thiroxin, aber nach etwa 1 Jahr Einnahme nicht mehr auch bei scheinbar optimaler Einstellung nach Blutwerten. Total verzweifelt, dauermüde und mit 20kg mehr Gewicht, begab ich mich auf die suche nach Alternativen. Zusätzlich Thybon und auch Schweinehormone. Es wurde auch mit verschiedenen Dosierungen nicht besser. Erst als ich auf T3-only, also nur Thyon gesetzt wurde, spürte ich mehr Lebensenergie. Mittlerweile nehme ich ca. 180 mikrogramm Thybon am Tag. Ohne negative Wirkung. Ich messer 4 mal täglich Blutdruck, Temperatur und Puls..alles in der Norm (120/80 BD, Temperatur im Mittel bei 36,5 Grad, Puls so um 80, der könnte niedriger werden..ich arbeite mit Sport daran. Ging vorher einfach nicht. Ich war viel zu erschöpft. Ich denke, dass die Rezeptoren meiner Zellen nicht das tun, was sie sollen und das T3 nur über Diffusion in die Zelle kommt. In den USA gab es einen Arzt (Dr. John Lowe) der diese Theorie auch vertrat und so vielen Hashimoto.- und Fibromyalgiepatienten mit Resistenz helfen konnte. Mir jedenfalls hilft es…ich habe mein Leben wieder zurück. lg ——nur ein persönlicher Erfahrungsbericht–wahrscheinlich selten, aber trotzdem für mich wichtig.lg

    Liebe(r) Leser(in),

    vielen Dank für Ihren interessanten Bericht. In der Forschung ist hier gerade einiges im Umbruch. Generell ist eine Schilddrüsenhormonresistenz bekannt und man weiß, dass bei dieser ein normaler TSH – Wert keine Aussage hat und man sich bei der Behandlung an der Symptomatik des Patienten ausrichten muss. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

  6. Meine SD ist autoimmun vollst. zerstört. Das TSH verschwand mit meiner SD, bei zugleich normalen ft3- und ft4-Werten. Nach 4jähriger Arbeitsunfähigkeit als Musikerin und kontinuierlicher Steigerung meiner T3- und T4-Dosis jetzt wieder als Solistin tätig, dafür ft3- und ft4-Werte stark erhöht. Bei Dosisreduzierung treten unverzüglich starke Muskel- und Gliederschmerzen auf ebenso wie Zyklusverkürzungen (der nun endl. wieder 28- statt 17-tägig!) und massive kognitive Leistungseinbußen.
    Spricht dieses Bild nicht für eine Schilddrüsenhormonresistenz?!

    Bin für jede hilfreiche Antwort dankbar!!

    Liebe Leserin,

    Sie sind stark überdosiert mit Schilddrüsenhormonen. Dies ist vermutlich der Grund, weshalb der TSH – Wert nicht mehr messbar ist. Eine solche Überdosierung ist sehr gefährlich und sollte geändert werden. Bei einer Schilddrüsenhormonreistenz würde man einen normalen oder erhöhten TSH – Wert erwarten und eine normale Reaktion im TRH – Test. Wir empfehlen Ihnen, sich an einen Endokrinologen zu wenden. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team

Ihr Bericht zum Thema Schilddrüsenhormonresistenz

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