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Uterusmyom

Fachartikel zum Thema Uterusmyom

Kurz und bündig

Das Uterusmyom ist eine gutartige Geschwulst der Gebärmutter. Eine Entartung ist sehr selten und tritt lediglich in 0,2-0,5 % auf.


Ursache

Die Ursache ist nicht bekannt, man vermutet jedoch hormonelle und genetische Faktoren. Die Muskelschicht der Gebärmutter bildet knotige Wucherungen. Das Wachstum scheint von Östrogen und Progesteron abhängig zu sein, weshalb es nach der Menopause zu einem Rückgang oder zum Sistieren des Wachstums der Knoten kommt.

Beschwerden

Die Krankheit macht häufig keine Beschwerden. Es kann jedoch in ca. 12 – 15 % zu Beschwerden wie Unterbauchschmerzen, verstärkten und verlängerten Menstruationsblutungen kommen, zu Blutarmut, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Problemen beim Wasserlassen oder Stuhlgang Unfruchtbarkeit oder Schwangerschaftskomplikationen.

Feststellen der Erkrankung

Die Anamnese kann bereits einen Hinweis auf das Vorliegen eines Myoms geben. Die Tastuntersuchung durch den Frauenarzt kann dies untermauern. Gesichert wird die Diagnose jedoch durch die Ultraschalluntersuchung. In bestimmten Fällen kann eine MRT-Untersuchung notwendig werden.

Komplikationen

In der Schwangerschaft kann es durch das Vorliegen eines Myoms zu Problemen kommen. Aufgrund der Hormonlage kann das Myom wachsen und dann schlechter versorgt werden, was zu nekrotischen Veränderungen führen kann, die Schmerzen verursachen können. Außerdem kann es zu einer Frühgeburt kommen, die Blutungen unter der Geburt können stärker sein und nach der Geburt kann es bei den Patientinnen zu einer Atonie kommen.

Behandlung

Bei Patientinnen, die keine Beschwerden haben, ist ein beobachtendes Vorgehen angezeigt, es sei denn, die Patientin äußert Kinderwunsch. Bestehen Beschwerden, hängt die Therapie von der Größe des Myoms, dem Alter und Zustand der Patientin und von der Wachstumsgeschwindigkeit des Myoms ab.

Therapiemöglichkeiten

  • medikamentös:
    Orale Kontrazeptiva können zu einer Abschwächung der Menstruationsblutungen führen. Diese sind vor allem bei Frauen angezeigt, die unter Dysmenorrhoe oder Menorrhagie leiden. Antigonadotropine führen zu einer Abnahme der Östrogenspiegel und damit häufig zu einem Sistieren der Menstruationsblutungen und zu einer Verkleinerung der Myome. Unter GnRH – Analoga kommt es kurzfristig zu einem Anstieg, dann jedoch zu einer Abnahme der Östrogene und zu einer Abnahme der Myome. Diese Medikamente sind jedoch eher geeignet, um eine andere Therapie hinauszuschieben, da sie langfristig mit Nebenwirkungen wie Osteoporose und Wechseljahrsbeschwerden nicht sinnvoll sind. Der Progesteronrezeptor – Modulator Ulipristalacetat scheint weniger Nebenwirkungen aufzuweisen und kann ebenfalls überbrückend vor einer operativen Therapie eingesetzt werden.
  • radiologisch – interventionell:
    Mit fokussierten Ultraschallwellen kann nach Erstellen eines MRT – Bildes das Myom erwärmt werden, so dass es nekrotisch wird. Diese Behandlung kann ambulant durchgeführt werden, kann jedoch je nach Größe des Myoms einige Stunden dauern. Nicht jedes Myom ist für die Behandlung geeignet. Bestehen Voroperationen oder Narben, ist sie eventuell nicht möglich. Nebenwirkungen können aufgrund des langen Liegens Rückenschmerzen, Blutdruckabfall, Schwindel und Übelkeit sein. Auch Hautverletzungen wie bei einer Verbrennung können auftreten.
  • Myomembolisation:
    Über einen Katheter wird in die Arteria uterina eine Substanz injiziert, die zu einer Unterbindung der Blutversorgung und damit zur Gewebsnekrose führt. Auch für diese Therapie sind bestimmte Vorbedingungen notwendig wie z. B. das Fehlen einer Kontrastmittelallergie und anatomisch günstige Bedingungen. Innerhalb 48 Stunden nach Therapie kann es zu einem Postembolisationssyndrom kommen mit Unterleibsschmerzen, Fieber, Übelkeit, Krämpfen, Erbrechen und Müdigkeit.
  • Operativ:
    Kleine Myome können in Kurznarkose ausgeschält werden. Bei Frauen mit abgeschlossener Familienplanung kommt auch eine Endometriumablation in Frage, wenn lediglich die Hypermenorrhoe das Problem darstellt. Bei beiden Eingriffen sind die Operationsrisiken relativ gering. Eine Blutung oder Verletzung der Gebärmutter sind jedoch nicht auszuschließen. Je nach Lage des Myoms kann dieses auch ausgeschält werden. Dies ist je nach Lage und Größe laporoskopisch oder durch eine offene Operation möglich. Bei diesem Eingriff sind die Operationsrisiken bereits größer. Ist die Familienplanung abgeschlossen, kann die Gebärmutter entfernt werden(Hysterektomie). Der Eingriff kann laparoskopisch, durch einen Bauchschnitt oder vaginal durchgeführt werden. Wird lediglich das Myom entfernt, besteht das Risiko, dass es wieder nachwächst.
  • Weitere Möglichkeiten zur Behandlung sind die traditionell chinesische Medizin oder andere alternative Heilverfahren.


Quelle:MMW,Heft 20, 61-63

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