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Influenzaimpfung

Fachartikel zum Thema Influenzaimpfung

Kurz und bündig

Der beste Schutz gegen Influenza ist die Impfung.

Influenza

Das Influenzavirus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Es kann außerhalb des Körpers 2 Tage überleben(z. B. auf Türklinken). Die Inkubationszeit beträgt bis zu 3 Tagen. In Deutschland erreichen die Grippewellen ihren Höhepunkt meist von Januar bis März. Jährlich erkranken 10 – 20 % der Bevölkerung, wobei die Erkrankungsrate bei Jugendlichen meist höher liegt als bei Erwachsenen. Die Impfung schützt vor Erkrankung, Komplikationen und Tod. Gegenüber Ungeimpften sank die Sterblichkeit bei Geimpften um 50 % und ein Krankenhausaufenthalt war in 40 % weniger notwendig laut Studienlage. Nicht geimpft werden sollten Menschen, die gegen einen der Inhaltsstoffe allergisch sind oder während fieberhafter oder neurologischer Erkrankungen. Unter einer Marcumartherapie kann die Impfung subcutan erfolgen. Bei einer vorhandenen Hühnereiweißallergie sollte vorher eine Pricktestung durchgeführt werden. Verläuft diese negativ, kann geimpft werden, verläuft sie positiv, erfolgt eine 2. Testung mit verdünntem Impfstoff. Während einer Desensibilisierung sollte 1 Tag Abstand zur Impfung eingehalten werden. Auch unter Chemotherapie ist die Impfung sinnvoll und während einer immunsuppressiven Therapie außerhalb der Therapie. Auch bei MS ist die Impfung indiziert, auch bei infektionsgetriggerten Schüben, bei HIV (T-Lymphozyten über 200/mmł, HIV-RNA-Spiegel sollte stabil sein), eine Stiko – Empfehlung für die Impfung besteht auch für Schwangere.
Es gibt 3 Gattungen von Influenzaviren: A, B, C. Sie gehören zur Familie der Orthomyxoviren. Für den Menschen haben vor allem A und B Bedeutung. Influenza – A – Viren werden in verschieden Subtypen untergliedert, die sich durch ihre Proteine Hämagglutinin und Neuraminidase unterscheiden, die auf der Virushülle sitzen. Die Subtypen bezeichnet man mit Buchstaben und Ziffernkombinationen, z. B. A/H1N1(A = Influenza – A – Virus, H = Agglutinin – Typ, N = Neuraminidasetyp, hier z. B. Schweinegrippe). Mit Hilfe des Hämagglutinin bindet sich bindet sich das Virus an das Atemepithel und dringt in die Zelle ein, die Neuraminidase setzt neu gebildete Viren aus der infizierten Zelle frei. Wegen der hohen Mutationsrate findet eine hohe Antigendrift statt, daher muss der Impfstoff in jeder Saison neu angepasst werden. Die Impfstoff bewirken eine humorale Immunität gegen Hämagglutinin und Neuraminidase. Grundlage der jährlichen Impfstoffanpassung ist ein weltweites Überwachungssystem zirkulierender Viren. Die WHO gibt jährlich 2 Empfehlungen heraus, für die Nordhalbkugel im Frühjahr, für die Südhalbkugel im Herbst. In Deutschland sind derzeit 21 trivalente Impfstoffe zugelassen, die aktive Varianten von A/H1N1-A/H3N2 und B – Komponenten enthalten. Einige Impfstoffe sind frei von Thiomersal(Quecksilber)
. Ein Impfstoff enthält das Öl Squamen und ist ab 65 zugelassen. Er soll eine erhöhte Antikörperantwort bewirken. Dies wird mit etwas höheren Raten an Lokalreaktionen erkauft. Nebenwirkung der Impfung sind örtliche Reaktionen wie Schwellung, Rötung, Schmerz um die Einstichstelle, selten Allgemeinreaktionen wie Fieber, Unwohlsein, Kopf- und Muskelschmerzen, sehr selten allergische Reaktionen(allergischer Schock 1:425 000). Vereinzelt kann es zu Thrombopenie, Uveitis, Vaskulitis und vorübergehenden Störungen des peripheren oder zentralen Nervensystems kommen. Diese können 1 – 2 Wochen nach der Impfung auftreten. Die Impfung sollte im Oktober oder November durchgeführt werden. Sie erfolgt in den Oberarm, bei Erwachsenen werden 0,5 ml injiziert, bei Kleinkidnern(6-35 Monate) 0,25 ml. Bei Kindern, die noch nicht geimpft wurden, wird eine 2. Impfung im Abstand von 4 Wochen empfohlen. 10 – 14 Tage nach der Impfung sind spezifische Antikörper vorhanden, nach 4 – 6 Wochen ist das Maximum erreicht, sinkt der Antikörperspiegel allmählich wieder. Die Schutzwirkung hält mindestens ? Jahr.

Sinnvoll ist die Impfung mit dem besser wirksamen tetravalenten Impfstoff.

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