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Strahlenproktitis

Fachartikel zum Thema Strahlenproktitis

Bei einem 65 jährigen Patienten traten über Monate hinweg immer wieder Darmblutungen auf. Er war 10 Jahre vorher wegen Prostatakarzinom mehrere Monate lang bestrahlt worden. Die körperliche Untersuchung war unauffällig, lediglich bei der Austastung des Enddarmes zeigte sich Blut am Fingerling. Deshalb entschlossen wir uns gemeinsam, eine Darmspiegelung durchführen zu lassen. Dort zeigten sich viele Gefäßerweiterungen der Darmschleimhaut und histologisch fand man die Strahlenproktitis, eine meist unvermeidbare Folge einer Strahlenbehandlung des kleinen Beckens mit Blutungsneigung als Folge und Veränderungen der Stuhlgewohnheiten und Problemen bei der Stuhlentleerung. Der Patient wurde mit einer Argon – Beamer – Behandlung therapiert, was in den nächsten 1,5 Jahren zu einer deutlichen Besserung mit Rückgang der Blutungen führte. Da die Enddarmschleimhaut atrophisch verändert ist, ist eine heilende Behandlung nicht möglich und man muss sich auf symptomatische Maßnahmen wie Blutstillung und Regelung des Stuhlgangs und eventueller Beschwerden beschränken.

Erfahrungsberichte zum Thema Strahlenproktitis

  • Neuester Erfahrungsbericht vom 13.07.2017:

    Bei mir, 75 Jahre, wurde im Aug.2014 in der Urologie Tübingen eine radikale Prostata- OP gemacht. Nach einem Rezidive wurde 2015, auf anraten eines Arztes, der gesamte Bauchraum in der Radioonkologie in Tübingen 35x mit dem LINAC bestrahlt!
    Seitdem leide ich an einer akuten bzw. nun schon chronischen Strahlenproktitis mit erheblichen Blutungen und Schmerzen im Analbereich. Außerdem wage ich mich wegen dem unkontrollierbaren ständigen Stuhldrang kaum mehr aus dem Haus.
    Auf meine Frage an die zuständigen Ärzte bei den Nachsorgerterminen, ob man dagegen was machen kann, bekam ich bisher nur ein fragwürdiges Achselzucken zur Antwort. Seitdem bin von der Radiologie in Tübingen bitter enttäuscht und fühle mich völlig alleine gelassen!!!

    Lieber Herr N.,

    das können wir gut verstehen. Die Radiologen sind jedoch dafür eigentlich nicht zuständig und auch nicht kompetent. Die Strahlenproktitis ist schwierig zu therapieren, am besten gemeinsam von einem Hautarzt und Internisten oder Hausarzt. Allgemein sollten Sie darauf achten, dass Sie regelmäßigen, nicht zu dünnen und nicht zu festen Stuhlgang haben. Das klappt oft mit Flosamen gut, der nebenbei noch gesund ist. Eine sehr gute Darmflora hilft entscheidend mit, die Situation zu verbessern. Hier kann man z.B.probiotischen Joghurt essen oder gesunde Darmbakterien einnehmen wie z.B. Innovall. Eine hyperbare Sauerstofftherapie bringt Nutzen, da hiermit das geschädigte Gewebe mit Sauerstoff durchflutet wird. Wenn der Stuhldrang trotz aller Maßnahmen ein PRoblem bleibt, kann man bei Bedarf Loperamid einsetzen oder sanfter Perenterol forte. Eventuell können Kortisoneinläufe Linderung bringen. Hierzu muss man jedoch Ihre Schleimhaut ansehen. Wenn alles nicht ausreicht wäre die Radiofrequenztherapie eine Alternative. Wir hoffen, dass Sie mit diesen Tipps Linderung erlangen und wünschen Ihnen alles Gute

    Ihr Biowellmed Team
  • Erfahrungsbericht vom 13.06.2017:

    April 2015 Prostata-OP wegen Karzinom.Guter Verlauf. PET-Ct ergab keine Metastasen.Trotzdem ("aus Sicherheitsgründen")
    Bestrahlung (43 mal).Anschließend keine Probleme mit Wasserlassen, keine Schmerzen,regelmäßiger Stuhlgang,aber viel Luft im Bauch.Dann allerdings,seit ca drei Monaten, Blut im Stuhl, aber keine Schmerzen und ziemlich regelmäßiger...
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  • Erfahrungsbericht vom 08.07.2016:

    Hallo zusammen,

    ich habe auch nach einer Bestrahlung nach Prostatakrebs mit deren Entfernung eine mittelgradige Strahlenproktitis.
    Blutungen habe ich kaum aber dafür Schmerzen und Brennen nach dem Stuhlgang was manchmal stundenlang dauert.
    Mir wurde jetzt...
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  • Erfahrungsbericht vom 13.04.2016:

    Hallo ! Nochmal eine frage zu meiner strahlenproktitis!

    Tritt eine strahlenproktitis in schüben auf ? Nachdem ich ca

    2 Monate nur noch ab und zu Blut im Stuhl hatte...
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  • Erfahrungsbericht vom 01.11.2015:

    Hallo ! Nochmal eine frage zu meiner strahlenproktitis!

    Kann man diese mit Ernährung positiv beeinflussen ?

    Die Meinungen gehen hier sehr auseinander !
    ...
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  • Erfahrungsbericht vom 21.05.2015:

    Hallo , ich möchte mich nochmal mit einer Frage zu meiner strahlenproktitis stellen ! Sie haben mir so nett geantwortet , das die blutungen lästig aber ungefährlich sind. Außer wenn Sie über...
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  • Erfahrungsbericht vom 23.04.2015:

    Nach einer radio-chemotherapie habe ich eine starke strahlenproktitis. Für mich am schlimmsten sind die blutungen , manchmal sehr stark und meistens täglich . Meine Fragen : wann werden blutungen gefährlich ? Gibt...
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  • Erfahrungsbericht vom 08.10.2013:

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Nun hatte ich also eine adjuvante Strahlentherapie bekommen. Da ich dabei nach anfänglichen regelmäßigen Bestrahlungen mit gleicher Zeit von allen Richtungen (ca.8.Sek) fesgtgestellt hatte, daß die Bestrahlung vion oben viel länger erfolgte...
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