Autismus: Ursachen, Symptome und Therapie

Was ist Autismus?

Definition und Häufigkeit bei Kindern und Jugendlichen

Kurz und bündig: Betroffen sind ca. 11 – 18 von 10 000 Jugendlichen. In 80 % der Fälle besteht eine geistige Behinderung oder Lernbehinderung.

Ursachen von Autismus

Genetische Faktoren und ihre Rolle

Autismus ist wohl genetisch bedingt. Es wurde bereits eine Vielzahl von beteiligten Genen gefunden, wobei die Ausprägung durchaus durch Umweltfaktoren beeinflussbar sein kann.

Symptome von Autismus

Störungen der Kommunikation und des Sozialverhaltens

Die Erkrankung zeigt sich schon in der frühen Kindheit, d. h. bereits vor dem 3. Lebensjahr. Jungen sind ca. 3 Mal häufiger betroffen als Mädchen. Bei Mädchen geht die Erkrankung meist mit einer deutlichen geistigen Einschränkung einher.

Der Autismus weist eine Störung der Kommunikation auf, die soziale zwischenmenschliche Beziehung ist gestört, die Sprachentwicklung verzögert, es treten stereotype Verhaltensweisen auf. Bis zum Erwachsenenalter können in ca. 25 % epileptische Anfälle auftreten.

Der Verlauf ist stetig. Es treten keine psychotischen Episoden auf. Autistische Kinder kapseln sich extrem von ihrer Umwelt ab. Die Sprachentwicklungsstörungen sind typisch wie echoartiges Nachsprechen von Worten und Lauten (Echolalie) und die Umkehr der Pronomen, d. h. die Kinder sprechen sich sehr lange nur in der dritten Person an (statt „ich mag Pfannkuchen“ sagen sie z. B. „Max mag Pfannkuchen“).

Bereits nach der Geburt fallen verschiedene Entwicklungsstörungen auf, die Kinder sind in ihren geistigen Leistungsmöglichkeiten meist eingeschränkt.

Diagnose von Autismus

Bedeutung der Beobachtung und Anamnese

Wie beim Asperger Syndrom ist die Beobachtung, Anamnese und Beurteilung durch Beurteilungsskalen durch einen Facharzt für Kinder – oder Jugendpsychiatrie zur Diagnostik notwendig.

Therapieansätze bei Autismus

Verhaltenstherapie: Methoden und Ziele

Die regelmäßige und langfristige Verhaltenstherapie bringt – mit Einbeziehung sämtlicher Bezugspersonen – die besten Ergebnisse. Aktive Freizeitgestaltung (z. B. in einem Musik- oder Sportverein kann unterstützend sein).

Je früher die Therapie begonnen wird, desto besser. Allerdings kann man nicht von einer Heilungsmöglichkeit ausgehen. Das Ziel besteht darin, dem Kind ein möglichst selbständiges Leben zu ermöglichen.

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