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Alzheimerdemenz

 
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Patientenbericht
 
13.08.2006:

Patientenbericht zum Thema Alzheimerdemenz

Link zum Fachartikel Alzheimerdemenz

 
 
Liebes Biowellmed-Team,
bei meinem Vater (80 Jahre) ist ein Morbus Binswanger diagnostiziert worden. Da wir keine richtungsweisenden Informationen zu dieser seltenen Krankheit finden können, sind wir nun sehr beunruhigt. Hauptsächlich wüßten wir gerne, ob sie vererblich ist. Wie ist der Krankheitsverlauf ? Was können wir als Angehörige für unseren Vater tun? Ist eine Pflege zu Hause überhaupt möglich? Zur Zeit wird eine Schmerztherapie mit Morphin eingeleitet. Geplant ist eine Fistel zum Ableiten des Urins, ein Dauerkatheter liegt bereits. Behandelt wird unser Vater derzeit in einer Schmerzklinik, soll aber in eine Urologische Klinik verlegt werden.
Wir denken, er wäre in einer geriatrischen Neurologie besser aufgehoben.
Können Sie uns über o.g. Krankheitsbild Informationen zukommen lassen? Wir wären Ihnen sehr dankbar.
Gibt es unter den Lesern evtl. jemanden, der bereits Erfahrungen mit M. Binswanger hat.
Mit freundlichen Grüßen

Liebe Besucherin unseres Gesundheitsportals,

Ihr Vater leidet unter einer subkortikalen arteriosklerotischen Enzephalopathie(= unter der Hirnrinde gelegene Hirnerkrankung, die durch Arteriosklerose der Blutgefäße vor allem im Bereich des Marklagers des Gehirns hervorgerufen wird). Ursache der Erkrankung ist die Arteriosklerose, die durch unterschiedliche Ursachen entsteht wie z. B. Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen etc. Die Erkrankung tritt meist im höheren Alter auf und führt zu schleichenden Veränderungen wie z. B. zu einer Leistungsschwäche des Gehirns mit Störungen beim Sprechen, beim Gehen, bei der Kontrolle der Blasenfunktion, Abnahme der Fähigkeit, sich etwas zu merken, Abnahme des Gleichgewichtssinnes und dadurch erhöhter Sturzgefahr. Wir können von hier aus natürlich nicht beurteilen, ob Ihr Vater zu Hause gepflegt werden kann. Sie müssen allerdings damit rechnen, dass die Erkrankung einen fortschreitenden Verlauf nimmt. Therapeutisch werden heute Nootropika eingesetzt, die jedoch nicht in jedem Fall zu einer Besserung führen und allenfalls den Prozess etwas aufhalten können. Sie werden deshalb mit einem zunehmenden Pflegeproblem bei Ihrem Vater rechnen müssen. Literatur zu diesem Thema erhalten Sie z. B. über die Alzheimer Gesellschaften. Wir wünschen Ihnen viel Kraft, um die schwere Aufgabe zu meistern und raten Ihnen auf jeden Fall, fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, sei es vom Hausarzt Ihres Vaters, von der Klinik, vom Pflegedienst oder von sozialen Einrichtungen.

Ihr Biowellmed Team
 
 
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Patientenbericht vom 05.04.2010: 
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