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Analkarzinom
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Analkarzinom
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Eine 55 jährigen Patientin, starke Raucherin und dem Alkohol nicht abgeneigt, bemerkt seit ca. 3 Monaten ein Nässen und Schmerzen im Bereich des Anus(Darmausgang). Sie wird zum Proktologen geschickt, der sei nach Rektoskopie gleich in das nahe gelegene Krankenhaus einweist mit dem Verdacht eines Analkarzinoms, der sich auch bestätigt. Es besteht ein 3 x 3 cm großes, schüsselförmiges Geschwür mit blumenkohlartigem Wachstum, das bereits in den Beckenboden eingedrungen ist. Fernmetastasen finden sich glücklicherweise nicht. Histologisch handelt es sich um ein mäßig differenziertes Plattenepithelkarzinom. In der Endosonographie findet man vergrößerte Lymphknoten im Bereich der Iliacalarterie. Die Behandlung besteht in der Bestrahlung der Tumorregion und der vergrößerten Lymphknoten mit einer Dosis von 5x1,8 Gy pro Woche für 7 Wochen. Außerdem erfolgte eine zweimalige Chemotherapie mit 5-FU und Mitomycin. Im Verlauf der Bestrahlung traten Hautschädigungen auf, zunächst löste sich die Haut trocken ab, dann entstanden auch offene Stellen und ein kleines offenes Geschwür. Die Chemotherapie wurde gut vertragen. Es traten jedoch Durchfälle auf, die auch aufgrund der Hautschädigung belastend waren und behandelt werden mussten. Durch intensive Hautpflege heilte schließlich auch die Haut ab. Inzwischen sind 3 Jahre vergangen und keine weiteren Probleme aufgetreten. Die Patientin kommt regelmäßig zur Nachsorge und lebt inzwischen gesundheitsbewusster.
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