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chronische Niereninsuffizienz

Fachartikel zum Thema chronische Niereninsuffizienz

Eine 80 jährige Patientin ist schon lange in unserer Praxis und wird u.a. wegen einer chronischen Niereninsuffizienz behandelt. Sie hatte vor ca. 20 Jahren Nierensteine und eine chronische interstitielle Nephritis, die zur Nierenschwäche führte. Bis vor einigen Monaten war die Nierenschwäche immer konstant mit einem Kreatininwert von ca. 1,5 mg/dl. Sie hatte jedoch nach und nach die Folgen der Nierenschwäche zu spüren bekommen. Es trat eine Herzschwäche auf. Wegen immer wieder auftretendem Vorhofflimmern musste vor einigen Jahren ein Herzschrittmacher eingesetzt werden. Die Arteriosklerose führte zu einer arteriellen Verschlusskrankheit, die vor ca. 5 Jahren die Einlage eines Stents notwendig machte. Sie benötigt wegen ihres zu hohen Blutdrucks seit vielen Jahren Medikamente. Neben Blutdruckmitteln und Wassertabletten wird sie mit einem selektiven Betablocker und mit Harnsäure senkenden Tabletten behandelt. Außerdem erhält sie ein Präparat zur besseren Durchblutung wegen ihrer Durchblutungsstörung im Bereich der Beine. Vor 2 Jahren musste sie sich wegen einer Hüftarthrose eine Hüftprothese einpflanzen lassen. Ein Jahr später war die zweite Hüfte dran. Vermutlich aufgrund der Gabe von nicht steroidalen Antirheumatika hat sich jetzt akut die Nierenfunktion verschlechtert. Der Kreatininwert beträgt momentan 2,4 mg/dl. Sie klagt immer wieder über einen Druck hinter dem Brustbein. Das Belastungs - EKG ergibt keinen Hinweis für eine koronare Herzerkrankung. Man verzichtet deshalb auch auf einen Herzkatheter, um die Niere durch das Kontrastmittel nicht noch weiter zu schädigen. Im Ultraschall erkennt man die narbige Verkleinerung der Nieren mit Verschmälerung des funktionsfähigen Nierengewebes. In der Röntgenaufnahme des Brustkorbes zeigt sich eine Verkalkung der Hauptschlagader, passend zu ihren bereits bekannten arteriosklerotischen Problemen. Wir versuchen jetzt, die Trinkmenge vorsichtig zu erhöhen und die Eiweißmenge in der Nahrung auf 0,5 Gramm pro kg Körpergewicht zu reduzieren. Gleichzeitig halten wir die Patientin an, auf alle Schmerzmittel, die über die Niere ausgeschieden werden, zu verzichten. Außerdem wird die Patientin von uns in kürzeren Abständen von uns kontrolliert werden und sich regelmäßig bei einem Nephrologen vorstellen. So hoffen wir, das derzeitige Stadium der Nierenschwäche noch möglichst lange stabil zu halten, um hoffentlich der Patientin die Dialyse zu ersparen.

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