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Neuraltherapie
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Neuraltherapie
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Dieser Bericht wurde uns freundlicherweise von Dr. Hagen Huneke zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Internationalen Gesellschaft zur Neuraltherapie nach Huneke.
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Von Migräne, Kreuzschmerzen, Rheuma oft durch eine einzige Injektion befreit – das klingt unglaublich. Und dennoch hat die Neuraltherapie vielfach bewiesen, dass solche Phänomene möglich sind. Durch die Beseitigung von krankmachenden Störfeldern.
BIO Autorin Antje Bachmann wollte sich selbst davon überzeugen.
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Durch einen Zufall entdeckt Dr. Ferdinand Huneke die phänomenale Heilwirkung des Lokal-Anästhetikums Procain. Das war 1925. Jahrelange Forschungen folgten, unterstützt durch seinen Bruder Walter, ebenfalls Mediziner.
1940: Ein zweiter Zufall führt Ferdinand Huneke zur Entdeckung des Sekundenphänomens. Damit schreibt er endgültig Medizingeschichte, wird als Begründer der Neuraltherapie sogar für den Nobelpreis vorgeschlagen. Oft injiziert er das Procain nur ein einziges Mal und kann so Patienten von chronischen Leiden befreien.
Neugierig geworden, begab ich mich auf die Spurensuche und wurde fündig. Von Ferdinands Sohn ließ ich mir selbst Procain-Injektionen verabreichen.
Es ist eine echte Mutprobe für mich. Ohne die beruhigende Hand von Arzthelferin Carola Quarg hätte ich es kaum gewagt. Ich habe sie ganz schön fest gedrückt. Endlich zieht Dr. Hagen Huneke die Spritze aus meinem Mund. „War doch gar nicht so schlimm“, grinst er.
Flink erhebe ich mich. Ein überraschtes Lächeln sucht seinen Weg durch mein Gesicht. „Stimmt“, formen zwei taube Lippen. Die gehören zu mir. Für heute bin ich erlöst. Sieben wohl gezielte Spritzen in den Mund: zwei in die Mandelnarben, fünf in den Zahnbereich. Dazu noch zwei Injektionen in die Stirn, zwei neben die Nasenflügel. Ach ja: Zwei habe ich auch in den Hals gekriegt. Wegen einer Schilddrüsenüberfunktion. Verblüffend, dass ich das geschafft habe.
Ich leide nämlich unter einer Spritzenphobie. Patienten wie ich sind für Dr. Huneke eine echte Herausforderung. Dauernd verdrehen sie leidend die Augen. Zappeln wie ein Fisch an der Angel. Stöhnen. Senden gar vorwurfsvolle Blicke. Denken, bei ihnen geht alles schief.
Aber ich muss zugeben: Bei Hagen Huneke wird man umgehend eines besseren belehrt. Der Qual der Vorstellung setzt er die Perfektion einer neuraltherapeutischen Injektion entgegen. Diese tut in der Tat kaum weh. Er macht mir darüber hinaus klar, dass ich die Kontrolle aufgeben muss. Egal, wieviel Spritzen er wohin auch immer setzt. Er ist der Spezialist nicht ich.
Der erste Tag meiner Behandlung endet so: Müde bin ich. Aber ab dem nächsten Morgen fällt mir auf: Mehr Kraft, keine Schnupfenanfälle mehr, die leichte Allergie ist auch weg. Ich habe gut durchgeschlafen. Außerdem fühle ich mich ausgewogener: Die Schilddrüse ist im Lot. Es hat sich gelohnt, so mutig zu sein.
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Die Neuraltherapie nach Huneke – Geschichte und Wirkweise
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Es ist verblüffend wie zwei abenteuerliche Zufälle die Ausrichtung eines Lebens bestimmen können. So bei Dr. Ferdinand Huneke. Man schreibt das Jahr 1925. Seine Schwester leidet seit langem unter heftiger, therapieresistenter Migräne. Bei einem besonders starkem Anfall erinnert sich der Arzt und gelernte Chirurg an den Ratschlag eines Kollegen, das Rheumamittel Atophanyl auszuprobieren. Ferdinand Huneke schaut nicht auf den Beipackzettel und spritzt es seiner Schwester direkt in die Vene. In derselben Sekunde ist der Migräneanfall weg. Die gesamte Begleitsymptomatik ebenfalls. Der Arzt ist verblüfft.
Als er nun den Beipackzettel liest, kann er es nicht fassen, was da steht: Das Medikament enthält ein örtliches Betäubungsmittel, nämlich Procain, und dürfte daher gar nicht in die Vene gespritzt werden. Sondern nur in den Muskel. Ferdinand Huneke ist schnell klar, dass es sich bei der herrschenden Meinung, die Einspritzung von Procain indie Blutbahn würde eine tödliche Atemlähmung hervorrufen, demnach um einen Irrtum handeln muss. Zudem scheint Procain nicht nur als örtliches Betäubungsmittel verwendbar sein, sondern auch als Heilpräparat.
Ferdinand Huneke führt mit seinem Bruder Walter Versuchsreihen mit Procain durch. Ob die Injektionen ungefährlich sind, testen sie immer erst am eigenen Körper. Sie entwickeln dafür eine besonders verträgliche Procainlösung, der sie etwas Koffein beimengen. Dieses sogenannte Impetol wird ihr Haupthandwerkzeug. Ihre Versuche ergeben, dass man es – je nach individueller Symptomatik - quasi überall hin spritzen kann: in Muskeln, Sehnen, Bänder, tiefere Gewebeschichten, Venen, Drüsen, Arterien oder auch Nervensrtänge.
Dabei stellt sich als besondere Fähigkeit des Procains heraus, dass es wie ein Regulationstherapeutikum zu wirken vermag. Als so genannter Katalysator ist es in der Lage, die Zellheilungskräfte anzukurbeln, indem es die Zellspannung wieder auflädt. das geschieht, indem – für die Wirkdauer der Injektion – eine Überladung der Zelle stattfindet. Wenn Krankheit also ein Zellpotentialverlust ist, erhält die kranke geschwächte Zelle in der Zeit der Überladung wieder genug Energie und repariert sich dadurch selbst.
Dass die Heilinformation umgehend den ganzen Körper durchdringt, ordnen die Gebrüder Huneke dem vegetativen Nervensystem zu. Seine blitzschnellen elektrischen Abläufe öffnen den Weg zur Krankheit ebenso wie den Weg zurück zur Gesundung. Das Forscherduo zeigt auf, wie sehr das Vegetativum als umfassender anatomischer Wirkmechanismus bisher vernachlässigt worden ist. Dabei regelt es in unserem Körper die Lebensvorgänge – angefangen bei Atmung, Durchblutung und Körpertemperatur bis hin zu Stoffwechsel, Hormon- und Herztätigkeit. Krankheit ist demnach also ein fehlgesteuertes lebendiges Ganzes. An dieser Ganzheit, so die Gebrüder Huneke, muss regulierend angesetzt werden. Damit ist die Neuraltherapie geboren.
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Die Segmenttherapie und das verblüffende Sekundenphänomen
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Über ein jJahrzehnt behandeln die Gebrüder Huneke ihre Patienten nur im sogenannten Segment. Das heißt, sie setzen die Heilinjektion dort, wo sich die Erkrankung äußert.
Bereits sehr viele Beschwerdebilder lassen sich damit nach mehreren Sitzungen erfolgreich therapieren. Beispielsweise Kopfschmerzen, Rheuma, Ischias, Gelenkentzündungen, Neuralgien, Unterleibsleiden, Ohr- und Augenerkrankungen, Hautausschläge und Schlaflosigkeit.
1940 führte ein zweiter Zufall Ferdinand Huneke zu einer weiteren großartigen Entdeckung: dem Sekundenphänomen.
Eine Frau suchte ihn auf wegen einer schmerzhaften rechtsseitigen Schultergelenks-Entzündung.
Man vermutete bei ihr einen Eiterherd als Ursache. Ihr wurden deswegen schon verdächtige Zähne und Mandeln entfernt. Erfolglos. Eigentlich ist die Frau austherapiert. Auch Ferdinand Huneke muss sie nach einer Segmenttherapie als ungeheilt entlassen.
Dennoch steht die Patientin nach einigen Wochen wieder in seiner Praxis. Eine alte Narbe am Unterschenkel hat sich stark entzündet. Als der Arzt die Narbe oberflächlich anspritzt, erlebt er sei erstes Sekundenphänomen – auch Huneke-Phänomen genannt.
Plötzlich sind die Schmerzen an der Schulter und der anderen Körperteile hundertprozentig verschwunden und auch der Arm lässt sich wieder ungehindert bewegen.
Die Narbe war also das eigentliche Störfeld, das die Fernerkrankung an der Schulter ausgelöst hatte.
Grundsätzlich kann jede chronische Krankheit störfeldbedingt sein. Und jede Stelle des Körpers kann so zum Störfeld werden.
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Wie der Vater, so der Sohn
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Dr. Hagen Huneke ist der jüngste Sohn von Dr. Ferdinand Huneke, dem Begründer der Neuraltherapie. Seinen Vater hat er schon mir zwölf Jahren verloren. Das war 1966. Aber bis dahin gab es quasi nur ein Thema zuhause. Das ist die Neuraltherapie mit ihren verblüffenden Heilerfolgen. Und der entschlossene mutige Kampf des Vaters gegen eine zum Teil völlig unverständige Ärzteschaft. Das prägt.
Wenn heute neue Patienten in seiner Praxis erscheinen, dann erhoffen Sie sich von ihm etwas Besonderes. Der Name Huneke verpflichtet ganz automatisch. Deshalb fungiert Hagen Huneke – ebenso übrigens wie sein älterer Bruder Holger ebenfalls Neuraltherapeut – oft als Sprecher der internationalen Gesellschaft für Neuraltherapie nach Huneke. Sein Vater hatte sie 1956 gegründet. Heute gehören ihr rund 600 fachgerecht ausgebildete Ärzte an.
Natürlich ist die Mannheimer Praxis weiter von den alten Ferdinand-Wundern durchwölkt.
Zum Beispiel: Ein 23jähriger Mann wird in der Praxis vorgestellt. Dr. Huneke fordert ihn auf sich zu setzen. Der junge Mann antwortet: „Kann ich nicht.“ Er habe sogar schon in der Schule gefehlt wegen heftigster Ischiasbeschwerden.
Der Arzt tastet die sogenannten Adler-Langerschen Druckpunkte im oberen Halswirbel-Bereich ab. Sie geben Auskunft über eventuelle Störfelder im Kopfbereich. In diesem Fall verweisen sie auf die Zähne. Der Patient hat nur 28 Zähne. Wie sich herausstellt, sind die Weisheitszähne aber gar nicht gezogen, sondern nur unsichtbar. Daher spritzt Dr. Huneke ihm alle vier Weiheitszähne an.
Daraufhin kann sich der junge Mann zu seinem Erstaunen ohne Mühe setzen. Doch nach einiger Zeit kommen die Beschwerden wieder. Er erscheint erneut in der Praxis, dann verschwinden sie wieder. So geht das mehrere Male. Das deutet daraufhin, dass die Weisheitszähne heraus müssen. Der Arzt rät zu einer Extraktion. Dann behandelt er den heilenden Kieferknochen neuraltherapeutisch nach. Nun zeigt sich der Erfolg. Der junge Mann ist von seinen hartnäckigen Ischiasbeschwerden befreit und kann endlich problemlos sitzen.
Ein anderer Fall: Kurz vor Weihnachten erscheint eine 35jährige Frau in der Praxis. Sie leidet unter einer sogenannten Präkanzerose, einer Leukoplakie (Weißschwielenkrankheit, d.Red.) im Vaginalbereich. Eigentlich ist der Doktor skeptisch, ob er da helfen kann. Aber die Frau bittet darum. Also macht er einen Behandlungsversuch.
Allerdings nicht, wie er es vorhatte, mit einer Injektion in den Unterleib.
Die Narbe war
also das eigentliche
Störfeld, das die
Fernerkrankung
an der Schulter
ausgelöst hatte
So unmittelbar vor den Feiertagen entschließt der Doktor sich zu einer Störfeldbehandlung an zwei Narben. Er quaddelt den rechten Ober- und Unterarm sowie den Unterbauch.
Nach den Feiertagen kommt die Frau wieder: „Herr Doktor, Sie haben ein Wunder bewirkt“, sagt sie. „das Ding ist so gut wie abgeheilt.“ Die Narbenbehandlung wird wiederholt. Nun hat die Patientin tatsächlich Ruhe. Ein Jahr später ist immer noch alles im grünen Bereich. Auch Haut- und Frauenarzt bestätigen dies.
Ich denke immer, wenn wir bei der Neuraltherapie oft so etwas wie ein Wunder erleben dürfen, dass wir darin den lieben Gott erahnen sollten. Deshalb hat es mir auch imponiert, dass der alte Ferdinand, der Vater der Neuraltherapie, ein fröhlicher Beter war. Als gläubiger Mensch verteidigte er nämlich in seinen wissenschaftlichen Entdeckungen die metaphysische Komponenten der neuraltherapeutischen Heilungen, da diese durchaus an die Gnade von Spontanheilungen erinnern.
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Renaissance der Neuraltherapie
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In seinem berühmten Buch über das Sekunden-Phänomen finden sich viele Stellen wie: „Wenn man erst einmal klarer erkennt, was fester begründet ist, die exakte Forschung oder die Heilkunst, dann könnten spätere Geschlechter sagen, mit der Heilkunst fanden wir zurück zum göttlichen Urgrund allen Seins.“
Auch wenn Ferdinand Huneke sich mit seinen Feststellungen in bester Gesellschaft wie beispielsweise der von Max Blanck sah, verübelten ihm viele seiner schulmedizinischen Kollegen diesen revolutionären Ansatz inmitten seines doch sonst vorwiegend in der Schulmedizin beherbergten Denkgebäudes.
Dabei ist da Sekundenphänomen in der Tat einerseits ein ganzheitliches Phänomen. Dahingehend, dass es uns etwas über die bis dato (wissenschaftlich) nicht geglaubte Vernetzung aller Teile des Organismus mitteilt. Es ist aber auch ein metaphysisches Phänomen. Dahingehend, dass die Summe alle Teile aber trotzdem irgendwie immer noch nicht die überwältigende Reaktion des Ganzen erklären kann.
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Überzeugende Studien belegen die Erfolge
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Deshalb tritt Dr. Hagen Huneke seit langem dafür ein, dass die Neuraltherapie wieder in angemessener Form in den Gebührenkatalog der gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Bis in die neunziger Jahre war die der Fall. Aber viele Ärzte wandten die Neuraltherapie an, ohne darin ausgebildet zu sein, hatten also wenig Erfolge.
Nicht zuletzt auch im Rahmen der Gesundheitsreform von 1996 wurden sie Leistungen der Krankenkassen für die Neuraltherapie drastisch gekürzt. Deshalb setzt sich die Internationale Gesellschaft für Neuraltherapie heute umso mehr für Qualität ein und empfiehlt, nur entsprechend ausgebildete Therapeuten aufzusuchen.
In der Tat gibt es mittlerweile viele überzeugende Studien. Und sie belegen die Erfolge weit über die Einzelfallbeispiele hinaus. Dr. Hagen Huneke wertet die wissenschaftlichen Arbeiten seit Jahren für die Gesellschaft aus.
Auch er selbst hat zum Thema Migräne eine Praxisstudie mit 22 Patienten durchgeführt. Dabei gab es nur drei Therapieversager bei einer Behandlungshäufigkeit von sechs bis zehn Sitzungen. Besonders deutlich zeigt diese Studie auf: Bei der Neurotherapie gibt es keinen Allgemein-Weg, der zur Heilung eines Patienten bei einem bestimmten Krankheitsbild führt. Vielmehr bringen erst die genaue individuelle Anamnese, also die Erhebung der Krankheitsgeschichte, und die daraus resultierende Suche des ursächlichen Störfeldes den durchschlagenden Erfolg.
So erhielten in diese Studie von den 19 erfolgreich behandelten Patienten fünf eine neuraltherapeutische Störfeldbehandlung im gynäkologischen Raum, drei an der Leber, vier im Zahnbereich, eine Person in Stirn und Nebenhöhlen. Einer weiteren wurden Injektionen in Stirn-, Nebenhöhlen und Zähnen verabreicht. Drei Patienten bekamen sie in Stirn und Nebenhöhlen sowie dem gynäkologischen Raum, ein Patient an der Wirbelsäule und eine Person an der Dammschnitt-Narbe.
Auch meine Behandlungsreihe geht noch weiter. Einige der Injektionen werden in verschiedenen Kombinationen wiederholt. Ein Zahn kristallisiert sich als definitives Störfeld heraus. Den muss ich wohl ziehen lassen. Aber die Schilddrüse normalisiert sich. Und die Nebenhöhlen auch.
Der Doktor quaddelt auch noch meine große Narbe am Ellenbogen. Selbst drei Spritzen mehrere Zentimeter tief in den Bauch habe ich zu meiner Verwunderung problemlos überstanden. Es hat überhaupt nicht weh getan. Ganz bestimmt hat der Geist vom alten Ferdinand Huneke dabei gestanden und alles genau überwacht.
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Neuraltherapeutische Reaktionsweisen
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Nach einer neuraltherapeutischen Behandlung ist es wichtig, alle Reaktionen in den nächsten Stunden und Tagen genau zu notieren. Sie können für den Erfolg der Therapie entscheidend sein. Der geübte Arzt zieht daraus wichtige Rückschlüsse für die weitere Vorgehensweise.
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Die Segmenttherapie
Dabei dient das Procain als heilende Betäubung im Bereich der Erkrankung. Nach der ersten Behandlung können sich die Beschwerden vorübergehend verstärken mit späterer Besserung. Bei weiteren Behandlungen bessert sich der Zustand kontinuierlich.
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Reaktionsphänomen (nach Hopfer)
Wenn sich nach einer Segmentbehandlung die Beschwerden ein bis drei tage verschlimmern statt zu bessern, sprich man von einem Reaktionsphänomen. Der Verschlechterung folgt eine Rückbildung der Symptome lediglich bis zum Ausgangsbefund. Diese Reaktion ist ein deutlicher Hinweis auf eine Störfelderkrankung. Das heißt, der krankheitsauslösende Faktor muss woanders im Körper – via Störfeldsuche - gefunden werden. Die Segmentbehandlung bleibt in diesem Fall erfolglos.
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Das Sekundenphänomen
Bei diesem Huneke-Phänomen müssen alle Fernbeschwerden, die das Störfeld unterhält, hundertprozentig verschwinden. Falls eine einzige Behandlung zur Heilung nicht ausreicht, müssen Zähne mindestens acht und andere Stellen des Körpers mindestens zwanzig Stunden völlig beschwerdefrei sein. Die weiteren Injektionen müssen einen immer anhaltenderen Erfolg erbringen. Bis zur Ausheilung, soweit dies anatomisch noch möglich ist.
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Das verzögerte Sekundenphänomen
Nachdem ins Störfeld infiltriert wurde, normalisiert sich das Krankheitsbild nicht innerhalb weniger Sekunden, sondern erst nach einigen Stunden oder Tagen.
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Schmerzfrei trotz jahrelanger Gelenkzerstörung
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eine Behandlung bei Ferdinand Huneke
Ferdinand Huneke sprach jeden Patienten mit dem brüderlichen „Du“ an. Dabei spielten Standesfragen oder Dauer des Kennens für den Begründer der Neuraltherapie keine Rolle. In einem amüsanten Portrait schildert sein damaliger ärztlicher Schüler, Hugo Carlile, wie scherzhaft Huneke immer wieder den Genius aus perfekter Intuition und großem Können gab. Oft fand er so zielsicher wie im folgenden Fall das verborgene Störfeld und setzte es durch Impletol oder Procain außer Kraft:
„Während die dicke Frau, die an fortschreitender Gelenkzerstörung litt, hinter einen Schirm trat, fragte Huneke sie nach ihrem Namen, den sie auch nannte. „Das will ich gar nicht wissen“, entgegnete er. „Wie heiß du mit Vornamen? – Klara?- Also gut , Klara, tu? deine Krücken auf die Seite. Ich will sehen, ob ich dir helfen kann“.
Die dicke Frau riss Mund und Augen auf, indes die Strumann-Kanüle blitzschnell an ihre Mandelpole fuhr, wohin Huneke das Impletol injizierte. Dann wechselte er die Kanüle und ging durchs Gaumensegel an die Rachenmandel. „Nun, steh? auf und zeige, was du kannst, Klara“, wurde ihr befohlen. Ein kleines Lächeln überflog seine Züge. „Tut es noch weh?“, inquirierte er streng. Die Frau hatte sich ungelenk erhoben, um ängstlich ein paar Schritte ohne Krücken zu versuchen. „Ich weiß nicht Herr Doktor, aber mein Professor sagt immer...“
„Das interessiert hier nicht“, unterbrach Huneke gleichmütig. „Höre genau zu was ich sage und antworte mir ja oder nein: Tut dir jetzt noch irgendwas weh?“ Es war der Frau anzusehen, dass sie es nicht fassen konnte, was mit ihr hier in einem Augenblick übers schon sagenhafte Sekundenphänomen geschehen war. Nämlich, dass sie tatsächlich schmerzfrei war, obwohl sich Spezialisten jahrelang vergeblich bemüht hatten. So klang es denn nicht überzeugend, als die immer noch Verwirrte, die Frage verneinte.
„Ich glaube Dir nicht, Klara – geh ins Nebenzimmer und steige die Treppe zum ersten Stock rauf. Aber komm gleich wieder“. Die Frau tat wie ihr geheißen und nahm die Stufen in schnellem Tempo, bis sie wieder vor Huneke stand.
„Bist Du evangelisch oder katholisch?“, fragte er sanft. „Katholisch – also rechtgläubig! Nun, Klara, kannst Du vor Gott schwören, dass Du wirklich keinen Schmerz mehr empfindest?“ Die dicke Frau nickte nur, noch immer verwirrt und keine Wortes fähig, so dass ihr der Zopf von einem Ohr zum anderen verrutschte, wobei rundum alles lachte, wie von einer inneren Spannung befreit. „Bück dich mal bis zum Boden, Klara“ wurde erneut befohlen. Die Frau, die seit Jahren wie eine Halbgelähmte an Krücken ging, beugte sich jetzt tief hinab, bis ein aufatmen durch den Raum ging, angesichts dessen, was sich hier innerhalb einer Sekunde vollzogen hatte.
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Wie chronisch Kranken geholfen werden konnte
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Studien belegen die hohe Effizienz der Neuraltherapie
An Dr. Ferdinand Huneke schieden sich die Geister. Obwohl seine Erfolge ebenso eindeutig wie sensationell waren, sträubten sich viele Schulmediziner, die Entdeckungen anzuerkennen. Trotzdem wurde der eigenwillige Arzt für den Nobelpreis vorgeschlagen. Huneke wusste, dass insbesondere das Sekundenphänomen nicht ins übliche wissenschaftliche Erklärungsschema passte und war daher auf Ablehnung vorbereitet.
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Heute fast achtzig Jahre nach der Entdeckung der Neuraltherapie, existiert eine Fülle von Doktorarbeiten und wissenschaftlichen Studien, welche die erfolge von Ferdinand Huneke und seinem Bruder Walter – insbesondere auch an chronisch kranken Patienten – in eindrucksvoller Weise untermauern. Ein kleiner Überblick:
- Für seine medizinische Habilitation untersuchte H.Becke1990, wie erfolgreich die Neuraltherapie bei 140 Migräne- und 65 Kreuzschmerzpatienten ist. Die Studie belegt eine hohe Effizienz: 64 Prozent der Probanden erlangen Beschwerdefreiheit, 17 Prozent Besserung und nur 19 Prozent müssen sich mit geringer bis gar keiner Erleichterung ihres Beschwerdebildes zufrieden geben.
- Eine ganz ähnliche Heilungs- und Besserungsrate erzielt man von 1978 bis 1987 am Krankenhaus Ludwigsfelde an 140 Patienten mit Rückenschmerzen.
- Sensationell ist das Forschungsergebnis einer zahnmedizinischen Dissertation aus dem Jahre 1952. An der Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferkranke der Universität Greifswald und im Rheumaforschungsinstitut Dresden überprüft K. Henkel das Huneke?sche Sekundenphänomen an 100 Fällen. Dabei waren Arthritis-, Migräne- und Ischias- Patienten mit Impletol getestet. Die verblüffende Erfolgsquote beläuft sich auf 87 Sekundenphänomene.
- Auch S. Pohle prüft 1991 in einer medizinischen Dissertation an der Universität Jena die Effizienz der Neuraltherapie als diagnostische und therapeutische Methode bei Erkrankungen, die durch Zahnstörfelder ausgelöst werden. Die Studie an 234 Patienten belegt bei 77,2 Prozent eine erfolgreiche Störfelddiagnostik.
Weiter erbringt die Studie in 81 Prozent der Fälle einen Heilungserfolg. Allerdings müssen 62,5 Prozent der Patienten dafür zusätzlich eine zahnärztliche Störfeldehandlung durchführen lassen.
- Im Jahre 1956 untersucht I.Stender von der Universität Rostock, wie positiv sich die Neuraltherapie in der Gynäkologie – im Zusammenhang mit vegetativer Dystonie – auswirken kann. 300 Patientinnen werden auf drei unterschiedliche neuraltherapeutische Vorgehensweisen behandelt.
Dabei liegen die Heilungsraten bei 46 bis 58 Prozent. Besserung erfahren immerhin noch zwanzig bis dreißig Prozent der behandelten Frauen.
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Auch in der Veterinärmedizin kommt die Neuraltherapie häufig mit guten Resultaten zum Einsatz. In Österreich existiert sogar die Bezeichnung „Facharzt für Neural-therapie und Akupunktur“.
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Patientenberichte:
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| Patientenbericht vom 07.04.2011: |
Ich heiße Jörg Hoffmann bin 43 Jahre und komme aus Dresden.Im Jahr 2000 nach einer Yersinieninfektion bin ich an einer
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| Patientenbericht vom 19.08.2010: |
Hallo, sehr verehrtes Beratungsteam,
ich habe Krampfadern in beiden Beinen.
Das linke Bein ist stärker betroffen, die Wade
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| Patientenbericht vom 10.07.2009: |
Sehr geehrter Herr Dr. Huneke,
seit einer Hysterektomie im Februar 06 und einer Adhäsiolyse im August 06
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| Patientenbericht vom 08.06.2009: |
Ihr habe seit 15 Jahren Migräne, mittlerweile als chronische Mitgräne diagnostiziert. Seit Anfang Februar bis Mitte Mai war ich in
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| Patientenbericht vom 24.02.2008: |
was sind die folgen dieser Therapie?? ich werde mit dieser therapie behandelt am ich bin immer vorsichtig und wollte wissen
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| Patientenbericht vom 09.02.2008: |
Guten Tag,
ich hatte eine Lumbale Spiralkanal-Stenose im Bereich L4-L5 an der
rechten Seite.
1)Ende des Jahres
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Ihr Bericht zum Thema Neuraltherapie
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