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Dickdarmkrebs und Enddarmkrebs
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Dickdarmkrebs und Enddarmkrebs
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In Deutschland erkranken jährlich ca. 70 000 Menschen an Dickdarm(die zweithäufigste Tumorerkrankung in Deutschland) – oder Enddarmkrebs. Annähernd die Hälfte der Erkrankten stirbt daran, weil die Krebserkrankung zu spät erkannt wird. Allein durch den Test auf verstecktes Blut im Stuhl kann die Sterblichkeit um ca. 30 % reduziert werden. Durch eine Darmspiegelung und die Entfernung von Darmpolypen(die überwiegende Mehrzahl der Darmkrebskrankheiten entsteht aus Darmpolypen) kann die Darmkrebsentstehung um ca. 90 % gesenkt werden. Menschen mit Darmpolypen haben ein Risiko von 40 – 50 % für das erneute Auftreten eines Polypen. Das Entartungsrisiko hängt von Größe, feingeweblicher Beschaffenheit(Histologie) und dem Grad der intraepithelialen Neoplasie ab. Das höchste Entartungsrisiko besteht bei einer Größe über 10 mm und/oder villöser Histologie und/oder hochgradiger intraepithelialer Neoplasie und beträgt 25 - 43 % innerhalb von 10 Jahren. Leider nehmen derzeit nur ca. 4 – 5 % der Berechtigten die zur Vorsorge durchgeführte Darmspiegelung an.
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Dickdarmkrebs = Coloncarzinom Enddarmkrebs = Rektumcarzinom
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Bösartige Erkrankungen des Dickdarmes und des Enddarmes sind in Deutschland die zweithöchste Todesursache von Krebserkrankungen und so häufig, dass Vorsorgeuntersuchungen mittels Darmspiegelungen ab dem 55. Lebensjahr alle 5 Jahre in das Vorsorgeprogramm der Krankenkassen aufgenommen wurden. Die Untersuchung bietet eine fast sichere Früherkennung des Darmkrebses, zumal sie durch jährliche Stuhltests auf verstecktes Blut noch ergänzt werden kann. In frühen Stadien ist der Enddarmkrebs des Dickdarmes fast immer heilbar. Bei fortgeschrittenem Krebs mit Lymphknotenmetastasen oder Metastasen in Organen sinken Lebenserwartung und Heilungschancen sehr stark.
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Ursachen
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Eine ballaststoffarme, fettreiche oder nitrosaminreiche (Geräuchertes, Gepökeltes, Gebratenes) Ernährung fördert das Dickdarmkrebs-Risiko. Verstopfung wird ebenfalls als Mitverursacher vermutet, da dann die Transitzeit des Speisebreis verlängert ist. Genetische Veränderungen spielen eine Rolle, z.B. erkranken 40 % aller Colitis ulcerosa- Kranken an Darmkrebs, bei Morbus Crohn ist das Risiko um das 7-10 fache erhöht.Eine Veranlagung ist vorhanden, da Menschen, die Verwandte haben, die an Darmkrebs erkrankt sind, ein höheres Erkrankungsrisiko aufweisen.
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Vorbeugung:
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Eine gesunde, Pflanzen betonte Ernährung ( siehe auch Kapitel Ernährung ) ist sicher die beste Vorbeugung ( siehe auch Kapitel Ernährung und Krebsentstehung unter der Rubrik Interessantes ). Besteht in der Familie ein erhöhtes Darmkrebsrisiko, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unbedingt zu empfehlen. Man weiß, dass bei Frauen das Enzym COMT durch Folsäure gesenkt wird und dadurch die Erkrankungsrate an Darmkrebs ebenfalls gesenkt wird. Eine an Calcium reiche Ernährung senkt möglicherweise ebenfalls das Darmkrebsrisiko. Zwar hat eine neulich durchgeführte sehr große Studie ergeben, dass eine Einnahme von Kalzium und Vitamin D über 7 Jahre bei Frauen im Alter zwischen 50 und 79 Jahre keine Senkung der Darmkrebsrate erbrachte. Dies kann jedoch auch damit zusammenhängen, dass der Zeitraum zur Beurteilung nicht ausreicht, da Darmkrebs sich sehr schleichend über viele Jahre hinweg entwickelt. Eine kalziumreiche Ernährung mit genügend Flüssigkeitsaufnahme kann jedenfalls sicher nicht schaden. Um genügend Calcium zuzuführen, kann man z. B. einfach ein calciumreiches Mineralwasser trinken. Den Folsäurespiegel kann man problemlos messen lassen und, sollte er erniedrigt sein, Folsäure einnehmen.
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Beschwerden
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Der Dick- und Enddarmkrebs macht im Frühstadium praktisch keine Beschwerden. In weiter fortgeschrittenen Stadien können Stuhlunregelmäßigkeiten auftreten oder Blutbeimischungen im Stuhlgang. Schmerzen treten normalerweise erst in einem späteren, sehr fortgeschrittenen Stadium auf.
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Feststellen der Erkrankung
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Hinweise auf eine bösartige Darmerkrankung können das Auftreten von Blut im Stuhl, Änderung des Stuhlgangs oder Gewichtsabnahme sein. Ein Stuhltest auf verstecktes Blut kann weitere Hinweise geben. Bei sehr tief liegenden Tumoren können diese im After getastet werden. Eine sichere Diagnose mit feingeweblicher Untersuchung kann durch eine Darmspiegelung (Coloskopie) gestellt werden.
Zur Vorbeugung für die Darmspiegelung muss der Patient am Abend vorher abführen, damit der Darm sauber ist. Er sollte dann auch nur eine leichte Kost zu sich nehmen. Bei geübten Untersuchern ist die Darmspiegelung allenfalls unangenehm. Man kann jedoch die Untersuchung auch in einem Dämmerschlaf durchführen, so dass der Patient nichts spürt. Zwar weist die Untersuchung auch Gefahren auf wie z.B. Darmverletzungen. Diese sind jedoch bei erfahrenen Ärzten sehr gering, auf jeden Fall geringer als die Gefahr einer unerkannten Darmerkrankung.
Eine Krebserkrankung ist in jedem Fall schlimmer als eine Darmspiegelung.
Als ergänzende Untersuchungen beim Auftreten eines Darmtumors sind die Ultraschalluntersuchung des Oberbauches (Sonographie), Computertomographie des Bauches oder Kernspintomographie sowie Blutuntersuchungen mit Tumormarkerbestimmung, insbesondere CEA, sinnvoll.
Inzwischen gibt es bereits neuere Methoden, Darmkrebs in einem wehr frühen Stadium nachzuweisen. Diese sind jedoch noch nicht so ausgereift, dass sie als Routinediagnostik derzeit in Frage kommen. Da eine Tumorzelle in ihrer Erbinformation Veränderungen aufweist, kann man mit Hilfe von DNA – Veränderungen (Mutationen) Tumorzellen bereits durch eine DNA – Stuhldiagnostik nachweisen. Diese Methode ist noch sehr teuer und bringt noch deutlich schlechtere Resultate als die Darmspiegelung, allerdings bessere als der Test auf verstecktes Blut im Stuhl. Ein weiterer Fortschritt ist jedoch zu erwarten.
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Behandlung
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Im Vordergrund steht immer die Operation mit Entfernung des betroffenen Teilabschnittes des Darmes. Beim Rektumkarzinom im unteren oder mittleren Drittel ist die totale mesorektale Exzision die Therapie der Wahl. Je nach Tumorstadium und Höhenlokalisation des Tumors erfolgt die perioperative Therapie. Die örtliche Ausdehnung wird dabei mit Endosonographie, hochauflösendem Becken – MRT oder Multislice – Becken – CT sowie der starren Rektoskopie ermittelt. Im Stadium I erfolgt keine perioperative Therapie. Beim fortgeschrittenen Rektumkarzinom ist in Stadium II und III die Strahlentherapie sinnvoll, da sie die Lokalrezidivrate deutlich senkt. Die Überlebensprognose wird heute jedoch vor allem durch die Fernmetastasen bestimmt.Sie wird als alleinige Kurzzeittherapie(5x5 Gy) oder als kombinierte Radiochemotherapie über 5 Wochen(45 – 50,4 Gy in 25 – 48 Fraktionen) durchgeführt, wobei bei letzterer die praeoperative Therapie vorzuziehen ist. Die Wahl des Vorgehens ist abhängig vom Ziel. Soll der Tumor verkleinert werden(T4 – Tumoren oder T3-Tumoren mit enger Lagebeziehung zur Resektionslinie), ist die kombinierte Radiochemotherapie mit 5 FU mit oder ohne FS vorzuziehen. Bei Inoperabilität oder einem fortgeschrittenen Tumorstadium muss individuell entschieden werden. Da der Dick- oder Enddarmkrebs im Allgemeinen jedoch langsam wächst, ist in jedem Fall eine Therapie sinnvoll. Es kann entweder eine systemische Chemotherapie erfolgen oder eine intensivierte Radiochemotherapie z. B. mit Oxiplatin. Inzwischen hat sich auch die Therapie mit Capecitabin etabliert, die auch in Tablettenform eingenommen und deshalb zu Hause durchgeführt werden kann und durch die man eine Verbesserung des krankheitsfreien Intervalls und eine Verbesserung der Gesamtüberlebensrate erreichte. Die Tabletten müssen( die Dosis ist abhängig von der Körperoberfläche und vom Therapieschema)morgens und abends zum oder nach dem Essen mit Wasser eingenommen werden. Gleichzeitiges Trinken von Fruchtsaft oder Einnahme von Vitamin B sollte vermieden werden. Die Patienten müssen ärztlich regelmäßig überwacht und kontrolliert werden. So sind z. B. anfangs wöchentliche Blutbildkontrollen notwendig. Über mögliche Nebenwirkungen lesen Sie bei uns unter Medikamente bitte nach.
Ist eine Heilung nicht mehr zu erreichen, besteht das Ziel in einer Lebensverlängerung und einer Verbesserung der Lebensqualität. Auch kann durch die operative Entfernung von Lebermetastasen wieder eine mögliche Heilung entstehen. Die 5 – Jahres – Überlebensrate bei Operation von Lebermetastasen beträgt 25 – 50 %. Aufgrund neuer technischer Möglichkeiten hat sich die Behandlung von Lebermetastasen verbessert. Sowohl in der Diagnostik liegen bessere Möglichkeiten vor als auch in der Therapie. Heute können Patienten mit mehr als 3 Metastasen oder Metastasen über 5 cm geheilt werden. Die Sterblichkeitsrate nach Leberresektion beträgt heute lediglich noch 1 – 2 %. Selbst Patienten nach R1 – Resektion(schnittrandbildender Tumor, das heißt nicht vollständig im Gesunden entfernt) leben in ca. 20 % noch nach 5 Jahren. Rezidive treten nach der Operation von Lebermetastasen in ca. 60 % der Fälle auf, wobei ca. 50 % davon erneut die Leber betreffen. Die Sterblichkeit ist bei einem erneuten Eingriff an der Leber nicht höher als beim Ersteingriff. Die 5 – Jahres – Überlebensrate beträgt dann immerhin noch 38 %. Leider kommt aufgrund der Lage der Metastasen, aufgrund der eingeschränkten Leberfunktion und aufgrund des Allgemeinzustandes eine Operation nur bei ca. 10 – 20 % der an Lebermetastasen Erkrankten in Frage. . Bei bis zu ? der Patienten, die zunächst mit Chemotherapie behandelt wurden, gelingt es, die Organmetastasen so zu verkleinern, dass eine Operation möglich wird. Wäre nach einer Leberteilentfernung die Restleber zu klein(Gefahr der Leberinsuffizienz), kann durch eine Pfortaderembolisation oder eine Unterbindung des Pfortaderastes des Leberlappens, in dem sich der Tumor befindet, ein Verkleinern des betroffenen Leberlappens und eine reaktive Vergrößerung der übrigen Leber bewirkt werden. Die Ergebnisse sind mit denen einer Operation vergleichbar. Man sollte diese Therapie in Erwägung ziehen, wenn das verbleibende Lebervolumen weniger als 30 % des normalen Lebervolumens beträgt und mindestens 2 zusammen hängende Segmente der Leber nicht befallen sind. Besonders eignen sich hierfür die Segmente 2 und 3. Bei einer nicht von Leberzirrhose betroffenen Leber kann damit eine 40 – 60 % ige Vergrößerung des gegenüberliegenden Lappens erreicht werden. Zu diskutieren ist in manchen Fällen auch eine zweizeitige Operation, in der zunächst ein größerer Metastasenanteil entfernt wird und nach Erholung der Restleber eine zweite Operation nach ca. 4 – 6 Wochen erfolgt. Kann eine Metastase nicht vollständig entfernt werden, kann noch die Radiofrequenzablation in Frage kommen, zu der jedoch derzeit noch zu wenig Forschungsergebnisse vorliegen. Generell können Lebermetastasen operiert werden, wenn eine nicht operable Tumorlokalisation außerhalb der Leber ausgeschlossen ist, wenn weniger als 70 % des Lebergewebes befallen ist, wenn weniger als 3 Lebervenen und weniger als 7 Segmente betroffen sind, wenn keine Leberinsuffizienz vorliegt oder eine Child – B- oder C- Zirrhose und wenn keine schweren Begleiterkrankungen vorliegen. Liegen inoperable Metastasen vor, ist deshalb eine systemische Therapie grundsätzlich angezeigt(Überlebensvorteil ca. 6 Monate). Die mittlere Überlebenszeit in dieser Situation liegt mit modernen Kombinationstherapien bei etwa 2 Jahren. Patienten mit zunächst nicht operablen Metastasen, die nach Verkleinerung möglicherweise operiert werden können, sollen die effektivste verfügbare Kombinationstherapie erhalten. Sobald die Operation durchgeführt werden kann, soll diese vorgenommen werden, da die Sterblichkeit mit der Dauer der Chemotherapie steigt.
Ergänzend wird heute nach der Operation die adjuvante Chemotherapie durchgeführt zur Vernichtung eventuell noch vorhandener, mit den üblichen diagnostischen Methoden nicht nachweisbaren Mikrometastasen, d.h. winzigen von Krebs befallenen Zellen. Die Ergebnisse der Therapie sind sehr gut.
Unter Chemotherapie versteht man bei Krebserkrankungen eine Behandlung des gesamten Körpers mit Zytostatika (z.B. 5-Fluoruracil). Dies sind Medikamente, die das Ziel haben, das Wachstum von Tumorzellen zu hemmen, indem Sie die Erbinformation der Zelle schädigen. Sie greifen jedoch auch in den Stoffwechsel gesunder, sich vermehrender Zellen ein (z.B. Knochenmarkszellen, Haarzellen, Keimdrüsenzellen) und rufen durch Schädigung dieser Zellen Nebenwirkungen hervor wie Verlust der Haare, Störung der Blutbildung, Übelkeit und Erbrechen, Mundschleimhautentzündungen usw. Aufgrund dieser Nebenwirkungen ist die Chemotherapie eine Behandlung, vor der viele Patienten Angst haben. Man versucht zwar heute die Nebenwirkungen im Zaum zu halten und die Behandlung, die überwiegend als Infusion in die Vene erfolgt, erträglich zu machen. Dies gelingt jedoch nicht immer. Der Erfolg der Behandlung hängt von der verordneten Substanz ab, von der Robustheit des Körpers und seiner Regenerationsfähigkeit, von der Art des Krebses und der Beeinflussung durch Medikamente sowie vom Stadium. Interessant ist an dieser Stelle das Ergebnis einer Studie, das zeigte, dass mit Zunahme der Nebenwirkung bei Chemotherapie auch die Wirkung der Therapie zunahm. Standard beim fortgeschrittenen Darmkrebs ist die Kombinations – Chemotherapie mit 5 – Fluouracil und Folinsäure, eventuell Oxaliplatin, das in einer Studie einen Gewinn bei akzeptabler Erhöhung der Nebenwirkungen erbrachte. Derzeit wird jedoch diskutiert, ob Folinsäure eventuell nur die Nebenwirkungen verstärkt ohne die Wirkung zu verbessern. Bei metastasierendem Darmkrebs zeigt sich Bevacizumab, ein Angiogenese – Hemmer (ein Medikament, das die Neubildung von Blutgefäßen hemmt, die von einem wachsenden Tumor benötigt werden, um die Nährstoff- und Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten) in Kombination mit einer Standardchemotherapie der alleinigen Standardtherapie überlegen und führt zu einem Anstieg des Gesamtüberlebens von 12 auf 20 Monate. Die Nebenwirkungen scheinen sich hierbei nicht wesentlich zu erhöhen.
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Adjuvante und neoadjuvante Therapie nach den neusten Leitlinien:
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Aufgrund der anatomischen Besonderheit des Rektums sind Lokalrezidive des Rektums sehr viel häufiger als solche des Kolons. Daher wird beim Kolonkarzinom eine alleinige perioperative(adjuvante) Chemotherapie eingesetzt, während beim Rektumkarzinom bereits vor der Operation(neoadjuvant) mit einer Strahlen(chemo)therapie behandelt wird. Generell ist die 5 – Jahres – Überlebensrate beim vollständig entfernten Kolonkarzinom 44 - 93%. Eine über das Blut entstehende Metastasierung tritt meistens innerhalb der ersten 2 Jahre auf. Eine nach der Operation durchgeführte Therapie hat das Ziel, verstreute Tumorzellen zu entfernen. Die vollständige Entfernung des Tumors mit Bestimmung von mindestens 12 untersuchten Lymphknoten ist die entscheidende Voraussetzung für die Planung einer Therapie nach Operation. Während im Stadium I keine adjuvante Therapie indiziert ist, gilt sie im Stadium III als Standardtherapie(Langzeitüberleben wird um 15-20 % verbessert). Dabei ist die Kombination von 5 FU mit Oxaliplatin zu empfehlen(signifikanter Vorteil als 5FU/Folinsäure alleine). Im Stadium II ist die Durchführung abhängig von Risikofaktoren(T4-Stadium, Tumorperforation oder-einriss, Operation unter Notfallbedingungen, weniger als 12 untersuchte Lymphknoten). Ohne Risikofaktoren kann eine Therapie mit Fluoropyrimidin erwogen werden, mit ist sie zu empfehlen. Jede adjuvante Therapie sollte immer in Anbetracht des Allgemeinzustandes, der Lebenserwartung und der Begleiterkrankungen diskutiert werden. Auch über 7o Jährige profitieren von einer Behandlung mit Fluoropyrimidinen, es treten allenfalls etwas mehr hämatologische Nebenwirkungen auf. Oxaliplatin sollte bei über 7o Jährigen zurückhaltend angewendet werden, da die Sterblichkeit unter dieser Therapie bei Älteren erhöht war. Ein ähnlicher Trend ist für die oralen Fluoropyrimidine nachweisbar.
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Darmpolypen als Vorstufen eines Krebses können im Rahmen einer Darmspiegelung mit einer Schlinge problemlos entfernt werden. Dies bewahrt viele Patienten vor einem bösartigen Krebsleiden. Nach einer Polypenentfernung sind lediglich Kontrollen in regelmäßigen Abständen erforderlich.
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Nachsorgeempfehlung nach Abtragung von Adenomen(Darmpolypen) gemäß der aktuellen Leitlinie:
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- nach Entfernung von 1 oder 2 kleinen tubulären Adenomen unter 10 mm ist eine Kontrollkoloskopie nach 5 Jahren ausreichend.
- nach Entfernung von 3 oder mehr Adenomen oder Adenomen über 10 mm oder Adenomen mit villöser oder hochgradiger intraepithelialer Neoplasie ist eine Kontrollkoloskopie nach 3 Jahren empfehlenswert.
- nach Entfernung von 10 und mehr Adenomen sollte wegen des deutlich erhöhten Karzinomrisikos bereits eine Kontrolle nach 1 Jahr erfolgen.
- Werden sessile oder flache Adenome in mehreren Fraktionen abgetragen, ist die Rezidivrate vor allem bei größeren Adenomen erhöht und eine Kontrolle sollte bereits nach 2 – 6 Monaten erfolgen.
- serratierte Polypen sind ebenfalls mit einem höheren Entartungsrisiko vergesellschaftet und sollten nach 3 Jahren durch Koloskopie kontrolliert werden.
- nach Abtragung von einzelnen hyperplastischen Polypen gilt das normale Kontrollintervall von 10 Jahren
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Polypabtragung unter Antikoagulation:
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unter ASS ist eine Polypabtragung ohne wesentlich erhöhtes Blutungsrisiko möglich.
- erfolgt eine Behandlung mit ASS uns Clopidogrel besteht ein deutlich erhöhtes Blutungsrisiko und man sollte, wenn möglich, die Abtragung auf einen Zeitpunkt verlegen, zu dem eine alleinige ASS
- Therapie vertretbar erscheint.
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Wenn bei der Polypabtragung ein T1 – Karzinom festgestellt wird:
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Entscheidend für das weitere Vorgehen ist die Wahrscheinlichkeit einer bereits vorliegenden Lymphknotenmetastasierung. T1 – Karzinome weisen eine Rate von 0 – 20 % auf. Besteht eine low risk – Situation(G1 oder G2, keine Lymphgefäßeinbrüche), beträgt die Metastasierungsrate 0 – 4 % und man sollte keine Nachresektion durchführen, wenn der Polyp sicher entfernt wurde. Liegt dagegen eine high risk – Situation vor(G3 oder G4 oder Lymphgefäßeinbruch), sollte auch bei sicherer Abtragung eine offene Operation erfolgen.
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Therapie mit Tumorkomplikationen oder raschem Fortschreiten der Erkrankung:
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Therapie vertretbar erscheint.
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Patientenberichte:
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| Patientenbericht vom 12.01.2012: |
Es geht um meinen Mann Tommaso 13 .09 1941 wir sind nun 47 J.verheiratet
Progedientes ossär und lymphogen metastasierentes
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| Patientenbericht vom 18.10.2011: |
Hallo,
Mein Vater,75,hatte vor 18 Tagen eine Notoperation.
Perforiertes RektumCA;Lymphmetastasen.
Vor 4 Tagen einen Platzbauch.
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| Patientenbericht vom 07.10.2011: |
Hallo ich habe mal eine Frage, ich 30 Jahre weibl. musste vor 3 Jahren zur Darmspiegelung da meine Mutter im
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| Patientenbericht vom 01.08.2011: |
Eine gute Freundin (75 Jahre) hat die Diagnose Enddarmkrebs, ihr Tumor sitzt vor dem After und ist faustgroß. Sie will
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| Patientenbericht vom 04.05.2011: |
Sehr geehrtes Biowellteam,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung auf meine Anfrage vom 02.05. -Sie haben mir empfohlen,mich
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| Patientenbericht vom 02.05.2011: |
Sehr geehrtes Biowell team,
ich habe seit september 2010 die Diagnose Rektumca. T3 N1 . Es wurde bisher
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| Patientenbericht vom 15.02.2010: |
mein mann bekam nach der vorsorge die diagnose ein polyhp
wäre bösartig bekommt jetzt
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| Patientenbericht vom 04.04.2009: |
Ich hatte letzten Jahres in der Nacht starke Schmerzen im Bereich des Enddarmes Was Könnte das sein
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| Patientenbericht vom 03.04.2009: |
Ich hatte Letzen Jahres einmal in der Nacht 10 Minuten stechende Schmerzen im Enddarmbereich Könnte es sein das ich ein
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| Patientenbericht vom 18.02.2009: |
Im Sommer 2008 wurde mir ein grßes Dickdarmkazinom entfernt. dies war meine zweiter dickdarmkrebs ohne Zusammenhang mit dem ersten Krebsbefund.
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| Patientenbericht vom 10.02.2009: |
hallo ich habe seit einiger zeit brennen am after und schmerzen beim stulgang es blutet auch aber ich glaube
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| Patientenbericht vom 29.01.2009: |
Darmperforierung nach Darmspiegelung im Oktober 2008
Hatte danach große Schmerzen. Einen tag vor Weihnachten
wurde ich dann
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| Patientenbericht vom 03.10.2008: |
ich habe immer gedacht, es sind hämoriten,aber meine Unterhosen und meine Bettlaken sind einfach nur immer stark benäßt,(Größere Flecken)
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| Patientenbericht vom 03.04.2008: |
hallo,
ich habe folgende probleme,
stuhlgang : breiig, schmierig, klebrig komisch riechend
blähungen die nicht
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| Patientenbericht vom 24.10.2007: |
Hallo, seit dem ich in Mai 2007 entbunden habe (hatte ziemlich schwere Geburt gehabt), habe ich Beschwerden im Enddarmbereich. Es
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| Patientenbericht vom 12.03.2007: |
guten tag, bei mir wurde vor 2 jahren eine darmspiegelung durchgeführt. hierbei wurde ein 30cm großer polyp entdeckt der auch
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| Patientenbericht vom 24.11.2006: |
Im September 06 wurde ich wegen einer Dickdarmentzündung behandelt.
Bis jetzt hatte ich keine Probleme mehr in diese
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| Patientenbericht vom 23.09.2006: |
Bei mir wurde im September 2005 eine Darmspiegelung durchgeführt. Der Darm wurde dabei perforiert, aber die Ärztin hat es nicht
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| Patientenbericht vom 22.09.2006: |
Ich leide zwar nicht an Durchfall und Verstopfung oder sichtbares Blut im Stuhl, aber habe oft Blähungen, Völlegefühl und häufigen
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| Patientenbericht vom 22.07.2006: |
Meine Beschwerden sind : Erschwerter Stuhlgang, und wenn
nur bröckelweise. Nun habe ich bedenken, es könnte sich im
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| Patientenbericht vom 06.06.2006: |
Juni 2006
Bei mir wurde eine Darmspiegelung durchgeführt. Ergebnis: kein Befund.
Nach der Untersuchung stellte ich leichte Schmerzen
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