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Schlafstörung bei einer körperlichen Erkrankung
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Schlafstörung bei einer körperlichen Erkrankung
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Eine inzwischen 80 jährige Patientin verbringt leider einen Teil ihrer Nächte vor dem Fernseher oder im Wohnzimmer beim Lesen. Sie hatte erstmals Schlafprobleme, als sie in die Wechseljahre kam. Davor hatte sie immer gut und tief geschlafen. Mit dem 51. Lebensjahr fingen ihre Schlafprobleme dann an. Anfangs versuchte sie, diese einfach zu ignorieren. Sie merkte jedoch, dass sie immer fahriger und nervöser wurde und ihre Aggressivität zunahm. Außerdem war es eine Einschränkung ihrer Lebensqualität, nicht durchschlafen zu können, denn sie hatte den Schlaf immer genossen und war nach einem wohligen Schlaf erfrischt und voller Tatendrang aufgewacht. Dann plötzlich hatte sie zunehmend weniger Lust, ins Bett zu gehen, weil ihr das Herumwälzen und Grübeln auf die Nerven ging. Und wenn sie dann schließlich ins Bett ging und ein paar Stunden Schlaf fand, wachte sie früh und gerädert wieder auf und war den ganzen Tag müde und lustlos. Schließlich konnte sie ihren Zustand so nicht mehr akzeptieren und versuchte verschiedene Naturheilmittel. Anfangs glaubte sie, damit eine Besserung zu erreichen, jedoch schon bald hatte sie wieder das gleiche Problem. Schließlich vertraute sie sich ihrem Hausarzt an. Dieser verordnete ihr ein Schlafmittel, das sie fortan nahm und damit zufrieden war. Sie hätte es zwar lieber gesehen, ohne Medikament zu schlafen, versuchte es auch immer wieder, kam dann jedoch reumütig wieder auf ihre Tablette zurück. Dies ging über viele Jahre so, bis sie an Myasthenia gravis erkrankte. Mit der Behandlung dieser Erkrankung war ein Verzicht auf fast alle Schlafmittel notwendig. Wir versuchten alles, was möglich war, jedoch ohne wesentlichen Erfolg. Inzwischen hat sich die Patientin wohl oder übel damit abgefunden, dass sie nächtelang gar nicht und an anderen Nächten nur unbefriedigend und kurz schlafen kann. Sie träumt von alten Zeiten und von der Wohltat eines guten Schlafs.
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