Hüftgelenksarthrose

Fachartikel zum Thema Hüftgelenksarthrose

Kurz und bündig

Die Hüftarthrose ist eine schmerzhafte, schließlich zur Gehunfähigkeit führende, Verschleißerkrankung, die im fortgeschrittenen Stadium nur durch ein künstliches Gelenk behandelt werden kann.

Ursachen

Über- und Fehlbelastungen ( siehe unter Arthrose ), Verletzungen nach Unfällen, Knochenbrüche mit Fehlstellungen oder Fehlbelastungen, Stoffwechselerkrankungen, rheumatische Erkrankungen.

Festellen der Erkrankung

Bei der Untersuchung durch einen Arzt kann häufig schon der Verdacht geäußert werden, wenn typische Arthrosezeichen wie Gelenkreiben, Fehlstellungen und Deformierungen des Gelenks oder typische Beschwerden vorhanden sind. Gesichert wird die Diagnose durch eine Röntgenaufnahme des Hüftgelenks.

Beschwerden

Typisch ist ein Anlaufschmerz, der zu Beginn der Bewegung auftritt und bei weiterer Bewegung allmählich wieder abklingt. Auch belastungsabhängige Schmerzen treten auf. z. B. beim Gehen mit Lasten. Das Gelenk kann auch wetterabhängig mit Schmerz reagieren. Kälte und Feuchtigkeit werden meist schlecht vertragen. Mit der Zeit kommt es dann zu einer zunehmenden Steifigkeit im Hüftgelenk, zum Rückgang der Muskulatur ( weil das Gelenk geschont und falsch belastet wird ), zu Fehlhaltungen und Verformungen der Wirbelsäule, weil der Patient dem Schmerz ausweicht, zur Verformung des Gelenkes und schließlich zu solchen Schmerzen, dass Gehen nicht mehr möglich ist.

Behandlung

Die Behandlung ist abhängig vom Grad der Knorpelzerstörung und vom Alter und Zustand des Patienten.
Bei leichter Arthrose, wenn nur eine oberflächliche Knorpelschädigung vorliegt ( Grad I-II ), kann mit Krankengymnastik zur Stärkung der Gelenk führenden Muskulatur, regelmäßiger Bewegung ohne Belastung, mit warm halten des Gelenkes ( z. B. durch Kleidung oder Gelenkwärmer ), mit Elektrotherapie, Bäderbehandlung und Schmerzbehandlung viel erreicht werden. Pufferabsätze sind sinnvoll, um die Gelenkbelastung zu reduzieren. Die Einnahme Knorpel aufbauender Substanzen ( Chondroitin, Glucosamin ) kann empfohlen werden. Homöopathische oder pflanzliche Medikamente können versucht werden, um die Entzündungsprozesse und damit die Schmerzen zu verringern. An chemischen Substanzen stehen NSAR (siehe auch unter medikamentöse Behandlung rheumatischer Erkrankungen) zur Verfügung. Akupunktur bringt häufig Erleichterung. Magnetfeldtherapie kann zur Schmerzreduktion eingesetzt werden. Injektionen können Schmerzlinderung bringen. Dabei setzen Orthopäden unterschiedliche Substanzen ein wie z. B. Hyaluronsäure, eine körpereigene Substanz, die zu einer gewissen Regeneration des Knorpels beitragen kann oder Kortison, das die Entzündungsprozesse und damit die Schmerzen reduzieren kann. Übergewicht sollte vermieden werden. Sind die Schäden größer ( Stadium III: es bestehen tiefe Krater im Knorpel, nur noch ein dünner Knorpelüberzug ist vorhanden oder Stadium IV: der Knochen liegt frei, der Knorpelüberzug ist nicht mehr vorhanden ), kommt nur noch ein künstliches Hüftgelenk in Betracht. Dabei gibt es unterschiedliche Arten von Prothesen. Bei der am häufigsten durchgeführten Hüftgelenksendoprothese werden Oberschenkelkopf-, Oberschenkelschaft und Hüftpfanne erneuert. Bei der Druckscheibenprothese wird nur der Gelenkkopf entfernt und mit einer Schraube an eine außen am Oberschenkelhals liegende Scheibe fixiert. Die Kurzschaftprothese weist einen kürzeren Schaft auf, was eine sanftere Bohrung im Oberschenkelknochen ermöglicht. Die Prothese nach Mc Minn ist eine Prothese, bei der lediglich die Kappe des Oberschenkelkopfes entfernt und überzogen wird.

Vorbeugung

Vermeiden von Fehl – oder Überlastungen, Tragen von Gelenk schonenden Schuhen, gesunde Ernährung, sofortige Behandlung bei Hüftverletzungen, um Folgeschäden zu vermeiden, regelmäßige Bewegung, Behandlung
anderer Erkrankungen, die sich vielleicht negativ auf die Gelenke auswirken können wie z. B. Gicht, Tragen günstiger Kleidung, um die Gelenke vor Kälte zu schützen.

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