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Schilddrüse = Glandula thyroidea

 
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Schilddrüse = Glandula thyroidea

Dieses -normalerweise von außen nicht sicht- oder tastbare, unscheinbare, etwa 20g schwere Organ-, das hufeisenförmig im Halsbereich liegt, hat wesentliche Aufgaben in unserem Körper. Es besteht aus zwei Schilddrüsenlappen, die über eine Gewebebrücke (Isthmus) miteinander verbunden sind. Die Schilddrüse liegt vor der Luftröhre. Ihre Rückseite berührt die Gefäß- Nervenbahn des Halsbereiches. Dies hat für Schilddrüsenoperationen Bedeutung, da erhöhte Vorsicht geboten ist, um Nerven und Gefäße nicht zu verletzen. Die Schilddrüse ist sehr gut durchblutet. Sie wird von 4-5 Arterien versorgt. In der Schilddrüsenzelle befindet sich das jodhaltige Thyreoglobulin, die Speicherform der Schilddrüsenhormone. Die Schilddrüsenhormone beeinflussen den gesamten Stoffwechsel des Menschen. Zusammen mit dem Wachstumshormon sorgt die Schilddrüse für das Wachstum und sorgt dafür, dass sich Nervensystem, Kreislauforgane und Muskulatur im Kindesalter normal entwickeln und später gut funktionieren. Daneben enthält das Hormon Thyreocalcitonin, das Einfluss auf den Kalziumstoffwechsel (z.B. Knochenstoffwechsel) hat. Auf der Rückseite der Schilddrüse liegen meistens oben und unten jeweils zwei Nebenschilddrüsen, d.h. insgesamt 4. Diese sind maximal erbsengroß. Sie produzieren Parathormon, ein Hormon, das den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel des Körpers reguliert. Bei einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen kommt es zu einer verstärkten Phosphatausscheidung und damit einem vermehrten Kalziumverlust aus dem Knochen (Osteoporose). Eine Unterfunktion führt zu Kalziumverarmung und zu Krämpfen (Tetanie).
Die Schilddrüse produziert Hormone, die einen ungeheuer wichtigen Einfluss auf unseren Körper sowie auf unser seelisches Befinden haben. Geraten sie aus dem Gleichgewicht wird der Mensch krank. Die Hormone werden mit Hilfe des Spurenelementes Jod produziert, das der Körper aus der Nahrung aufnehmen muss. Die Versorgung kann ein Problem sein, da in der Eiszeit aus unseren Böden in Deutschland das lebenswichtige Jod ausgewaschen wurde, so dass wir aus unseren ausgelaugten Böden zum Teil zu wenig Jod mit der Nahrung aufnehmen. Pro Tag benötigt ein Erwachsener etwa 200 bis 300 Mikrogramm Jod. Mit 2 Seefischmahlzeiten pro Woche oder jodiertem Speisesalz ist dieser Bedarf zu decken. Speisesalz enthält 20 µg Jodid pro Gramm. Etwa 2/3 der im Verkauf angebotenen Salzpackungen enthalten jodiertes Salz. Dennoch wird in Deutschland der Jodbedarf noch nicht vollständig gedeckt, Von der WHO wird eine Jodausscheidung von 100µg pro Liter Urin empfohlen. Diese Menge wird nur in manchen Gegenden Deutschlands erreicht. Aus Jod und mit Hilfe der Aminosäure Tyrosin bildet die Schilddrüse das Trijodthyronin (T3 (mit 3 Jodatomen im Molekül) und Tetrajodthyronin (T4 mit 4 Jodatomen). Diese Hormone werden direkt in das Blut abgegeben. Gesteuert wird ihre Produktionsmenge durch einen Feedbackmechanismus, indem bei Anwesenheit von genügend Hormon die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) die Rückmeldung erhält, die Produktion zurückzuschrauben. Die Produktion wird also direkt über das Gehirn stimuliert oder gebremst. Kritiker der Jodanreicherung des Speisesalzes führen an, dass dadurch eine Zunahme von Schilddrüsenüberfunktionen entsteht. Es gibt Daten, wonach ein Anstieg von etwa 2,8 auf 7,4 pro 100 000 Einwohner durch Jodzugabe erfolgt. Auch gibt es wohl Hinweise, dass durch den erhöhten Jodgehalt der Nahrung ein erhöhtes Erkrankungsrisiko an Morbus Basedow besteht. Deshalb sollte laut WHO der Median der Jodausscheidung 300µg nicht überschreiten.
 
 
 
 
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Patientenberichte:

 
Patientenbericht vom 22.01.2011:
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe seit längerer Zeit einen erhöhten PTHI Wert(74,4 pg/ml - Dezember
Lesen Sie den ganzen Bericht zum Thema Schilddrüse = Glandula thyroidea.
 
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