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Spondylitis ankylosans = Morbus Bechterew

 
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Spondylitis ankylosans = Morbus Bechterew

Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine chronische Entzündung des Bindegewebes. Es werden Gelenke, Sehnen und Bänder befallen. Durch die Entzündung kommt es zur Schrumpfung und Verknöcherung des Bindegewebes und dadurch vor allem zu einer Versteifung der Wirbelsäule. Auch innere Organe können betroffen sein, so dass es zu Augenentzündungen und Störung der Herzreizleitung kommen kann. Die Rate von Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland beträgt ca. 0,5 – 0,8 %.

Ursache

Die Ursache ist unbekannt. In manchen Familien tritt die Erkrankung gehäuft auf, es besteht eine vererbbare Veranlagung. Alle Erkrankten weisen das Histokompatibilitätsmerkmal HLA B27 auf, das sich im Blut nachweisen lässt.
Bei Menschen, die an Schuppenflechte erkrankt sind oder an Morbus Crohn bzw. Colitis ulcerosa leiden, tritt die Erkrankung gehäuft auf.


Feststellen der Erkrankung

Beim Auftreten von Rückenschmerzen in Ruhe und Steifigkeit im Rücken über mehr als 3 Monate und/oder einer der oben genannten anderen Krankheiten oder wenn ein Familienangehöriger an Bechterew leidet, muss im Blut das HLA-B27 bestimmt werden. Je nach Stärke des Entzündungsprozesses kann die Blutsenkungsgeschwindigkeit erhöht sein. Die Röntgenaufnahme zeigt frühestens 2 Monate nach Krankheitsbeginn als erste Anzeichen entzündliche Veränderungen im Bereich der Darm-Kreuzbein-Gelenke, die beide von der Krankheit befallen werden. Erst nach längerer Krankheit und ausgeprägtem Befall werden auch die Verknöcherungen im Bereich der Bandscheiben und Bänder sichtbar und man sieht im Röntgenbild eine Bambusstabwirbelsäule, bei der die Zwischenwirbelsäule durch verknöcherte Strukturen überbrückt sind.

Beschwerden

Die Erkrankung befällt am häufigsten junge Männer zwischen dem 15. und 30.Lebensjahr. Frühe Beschwerden sind Steifigkeit des Rückens am Morgen und Ruheschmerzen im unteren Kreuz. Manchmal sind auch die mittleren und kleinen Gelenke des Körpers von der Entzündung betroffen. Mit dem Fortschreiten der Erkrankung kommt es zu einer abnehmenden Beweglichkeit im Bereich des Rückens, schließlich zu einer Versteifung des Brustkorbes und Einschränkung der Atmung und im Bereich der Gelenke zu einer zunehmenden Versteifung. Häufig besteht im Bereich der Achillessehne ein Schmerz durch eine Entzündung des Sehnenansatzes. Beim Herzbefall kommt es nicht selten zu einem AV-Block und durch eine Entzündung der Aorta kann es zu einer
Aorteninsuffizienz kommen. Auch eine Amyloidose kann auftreten.


Behandlung

Eine spezielle medikamentöse Behandlung wurde neuerdings in Europa für den aktiven Morbus Bechterew zugelassen. Es handelt sich um den TNF-alpha-Antikörper Adalimumab, der gezielt die Gelenksentzündungen angreift. Dieses Medikament wurde bisher bereits bei anderen rheumatischen Erkrankungen eingesetzt. Die Wirksamkeit konnte in großen Studien nachgewiesen werden. Dabei zeigte sich ein Rückgang von Schmerz und Entzündung. Das Medikament kann von den Betroffenen selbst gespritzt werden. Über die Möglichkeit einer Gelenkbehandlung durch Radiosynoviorthese können Sie unter Gelenkrheuma (PCP) nachlesen. Medikamente werden lediglich bei schmerzhaften entzündlichen Schüben zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung eingesetzt. Wichtig ist die Erhaltung der Beweglichkeit durch regelmäßige Krankengymnastik. Beim Befall innerer Organe kann ein Cortison-Einsatz erforderlich werden. Auch D-Penicillamin scheint die Entzündung zu hemmen. Die Röntgenbestrahlung ist sehr wirksam, kann jedoch eine Spätleukämie auslösen. Schwere körperliche Arbeit verschlimmert den Krankheitsverlauf und sollte daher unterlassen werden. Die Krankheit kann unterschiedlich schwer verlaufen. Sie kann jederzeit zum Stillstand kommen, aber auch stetig fortschreiten, bis der Körper im Bereich von Wirbelsäule und Gelenken verformt ist. Noch schwerwiegender kann der Befall der inneren Organe sein, so dass es zu einer Einschränkung der Lebenserwartung hierdurch kommen kann.
 
 
 
 
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Patientenberichte:

 
Patientenbericht vom 27.04.2010:
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Ich bin 30 jahre alt und habe am 2006 die ersten Beschwerden gehabt: Wanderte Gliederschmerzen am Beinen und Armen die
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Patientenbericht vom 27.03.2007:
Sehr geehrtes Team,
zuerst möchte ich sagen, dass Ihre Webseite sehr informativ ist und man darüber hinaus Fragen stellen
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Patientenbericht vom 22.01.2007:
Meine Frage,
ich bin im November ins Krankenhaus gekommen mit einer Yersinieninfektion. Ich habe danach bis Ende Dezember Antibiotika
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