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Tuberkulose
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Tuberkulose
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Die Erkrankungsrate an Tuberkulose beträgt etwa 10 auf 100000 Einwohner in Deutschland und nimmt langsam jährlich ab. Von der Erkrankung sind überdurchschnittlich häufig Patienten betroffen, die im Ausland geboren sind. Nach dem Bundesseuchengesetz gehört die Tuberkulose zu den meldepflichtigen Erkrankungen.
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Ursache
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Ursache der Erkrankung ist eine Infektion mit dem Mycobakterium tuberculosis (ganz selten andere Formen von Mycobakterien). Die Erkrankung wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Etwa 5% der Angesteckten erkranken auch wirklich an Tuberkulose. Die Erkrankung kann sofort oder erst Jahrzehnte später nach der Infektion auftreten.
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Beschwerden
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Im Vordergrund der Beschwerden stehen unspezifische Symptome, wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Leistungsminderung, Nachtschweiß, sowie diskret erhöhte Temperatursteigerungen. Anfangs können Reizhusten oder leichte Brustschmerzen bestehen.
Risikopatienten sind vor allem Personen mit nicht aktiven Lungenherden, die einer Infektion ausgesetzt sind (Exponierte) und familiär belastete Personen, die in schlechten sozialen Verhältnissen leben, Alkoholiker, Diabetiker, Patienten mit anderen schweren Grunderkrankungen (z.B. Aids), oder Menschen aus Ländern mit hoher Tuberkuloseerkrankungsrate.
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Feststellen der Erkrankung
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Mit einer Tuberkolinprobe einem Stempeltest, kann abgelesen werden, dass im betreffenden Organismus eine Ansteckung mit Tuberkulose stattgefunden hat. Der Test ist jedoch erst etwa 6 Wochen nach der Infektion positiv. Er dient also nicht zum Ausschluss oder Nachweis einer akuten Tuberkulose. Hierzu wird eine Speichel- oder Bronchial-Schleim-Probe benötigt. Dort kann man Tuberkelbakterien unter dem Mikroskop oder in einer Kultur nachweisen. Im Röntgenbild sind zwar Herde sichtbar. Eine Diagnose kann jedoch nicht gestellt werden, da auch Herdbefall aufgrund anderer Erkrankungen möglich ist.
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Behandlung
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Um die Tuberkelbakterien zu vernichten, wird zunächst eine vierfache Chemotherapie benötigt. Nach etwa einem Monat wird dann die Speichelprobe negativ, d.h. hier sind dann meist keine Tuberkelbakterien mehr nachweisbar. Die Lungentuberkulose ist dann nicht mehr offen, d.h. nicht mehr ansteckend. Nach normalerweise zwei Monaten erfolgt eine Anschlussbehandlung von vier Monaten mit einer zweifach Kombination chemotherapeutischer Mittel. Tuberkulosemedikamente haben im Allgemeinen ein hohe Erfolgsquote, wenn sie konsequent eingenommen werden. Hauptprobleme bei der Behandlung sind eventuelle unregelmäßige Einnahmen, bzw. Nebenwirkungen von Medikamenten, wie z.B. Unverträglichkeiten mit Übelkeit, Blutbildveränderungen etc. Daher ist eine regelmäßige Überwachung notwendig und eine enge Zusammenarbeit zwischen Patient und Arzt dringend erforderlich. Die Erkrankung gilt dann als ausgeheilt, wenn mindestens drei negative bakterielle Ergebnisse im Abstand von vier bis acht Wochen vorliegen und die Therapie zu Ende geführt wurde. Die Überwachung sollte anschließend noch weitere zwei Jahre erfolgen, da es gelegentlich zu Rückfällen kommen kann, die dann ebenfalls eine weitere Behandlung über einen längeren Zeitraum (meist 12 Monate) erfordern.
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Vorbeugung bei Kontakt mit Offentuberkulösen
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Dies ist in Mitteleuropa in der Regel nicht notwendig. Man führt in diesen Fällen Tuberkulinproben bis zwei Monate nach Beendigung der Auseinandersetzung mit den Tuberkelbakterien durch. Wird ein zuvor tuberkulin-negativer Patient tuberkulin-positiv, kommt eventuell eine vorbeugende Chemotherapie mit meist einem Mittel (je nach Fall für drei bis sechs Monate) in Frage. In seltenen anderen Fällen, z.B. bei einer Behandlung mit immununterdrückenden Medikamenten können unter Umständen auch noch vorbeugende chemotherapeutische Behandlungen notwendig sein.
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Medikamente
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Zu den üblicherweise verordneten Medikamenten gehören:
Isoniazid (INH)
Das Mittel ist im Allgemeinen gut verträglich. Selten kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Auch Blutbildveränderungen (z.B. Leberwert-Erhöhungen) treten auf. Daher ist eine Überwachung des Blutbildes und eine Urinüberwachung notwendig. Selten kann es zu Erkrankungen von Nerven kommen. Diese erfordern eventuell eine nervenärztliche Mitbehandlung. Ganz selten treten Entzündungen im Bereich der Sehnerven auf. Bei Störungen im Bereich des Auges ist daher immer eine augenärztliche Untersuchung erforderlich.
Rifampicin (RMP)
Dieses Medikament wird üblicherweise mit INH kombiniert. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören hier Blutbild-Schädigungen oder auch vorübergehende Leberwerterhöhungen. Da das Mittel über Leber und Niere ausgeschieden wird, kann es auch zu Nierenversagen führen, vor allem bei unregelmäßiger Einnahme. Da das Medikament zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten führen kann, ist immer eine ärztliche Überwachung notwendig.
Streptomycin (SM)
Nebenwirkung dieses Medikaments kann eine Schädigung des 8ten Hirnnerven sein, bis hin zum Hörverlust, sowie ebenfalls Blutbild und Nierenprobleme.Pyrazinamid (PZA)Neben den unter INH beschriebenen Nebenwirkungen kommt es häufiger zu Magen- Darmbeschwerden und Gelenksbeschwerden. Ethambutol (ENB)Hauptproblem ist hier sicher, die -wenn auch seltene- Schädigung des Sehnerven, sowie eine Mitbetroffenheit von Nieren, Leber und selten Nerven.
Prothionamid (PTH)
Dieses Mittel ist ein Ersatzmittel, wenn ein anderes Mittel nicht gegeben werden kann. Es kann zu Schädigungen von Nerven und seelischen Beeinträchtigungen und Depressionen kommen. Die Haut kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Wie bei allen anderen Mitteln ist die Leber zu überwachen.
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Komplikationen
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Folgende Organe können von der Tuberkulose befallen werden:
- Herzbeutel
- Hirnhäute
- Knochen
- der Genitalbereich
- Nieren und abgleitende Harnwege
- Lymphknoten Haut
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Patientenberichte:
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| Patientenbericht vom 19.01.2012: |
Liebes Biowellmed Team,
Ich bedanke mich für die Antwort. In welcher hinsicht, meinen Sie ist Umdenken erforderlich?
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| Patientenbericht vom 13.01.2012: |
Hallo!
Ich bin 18 Jahre alt und bei mir wurde Anfang Oktober eine offene Lungentuberkulose festgestellt. Ich
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| Patientenbericht vom 06.01.2012: |
Ich hoffe dem jungen Menschen eine etwas brauchbarere Antwort zu geben. Die schulmeisterhafte Antwort mit dem latent drohenden Zeigefinger wird
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| Patientenbericht vom 23.12.2011: |
Hallo,
ich bin 20 jahre jung und habe mich vor etwa 1 jahr mit dem scheiss mycobakterium tuberkulosis angesteckt.
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| Patientenbericht vom 28.01.2010: |
hallo vor 3,5 jahren war ich wegen einer offenen tbc im krankenhaus weil mich ein kollege angesteckt hatt.
nun
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| Patientenbericht vom 03.10.2007: |
Hallo!
Bei mir zeigen sich erhöhte Leberwerte Gamma GT und GPT ohne das es dafür einen toxischen Grund gibt.
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Ihr Bericht zum Thema Tuberkulose
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