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Bluthochdruck

 
- Patientenberichte - Patientenbericht schreiben

 
 

Bluthochdruck

Fall 1

Eine damals 43 jährige, schlanke Patientin, sehr sportlich kam akut zu mir wegen häufigem Kopfweh. Sie hatte Herzdruck, schon zweimal nachts das Gefühl gehabt, sie bekomme keine Luft mehr und war, nachdem sie zwei Bahnen geschwommen war, völlig erschöpft.
Bei der Erstuntersuchung hatte sie einen Blutdruck von 240 / 80 und einen Puls von 138.Nachdem ein akuter Herzinfarkt im EKG ausgeschlossen war, wies ich sie in die Klinik zur weiteren Abklärung ein.
Dort stellte man eine Hochdruckkrankheit fest mit bereits aufgetretenen Folgeerscheinungen.
Der linke Herzmuskel war bereits deutlich verdickt (Linkshypertrophie) und es bestand bei Aufnahme eine Herzschwäche.
(Herzinsuffizienz) Der Augenarzt stellte bereits eine starke Verengung der Arterien im Auge fest.
Die Patientin wurde auf vier Blutdruckmittel eingestellt und nach Hause entlassen.
Am nächsten Tag fiel sie zu Hause um. Sie hatte zu Hause einen niedrigeren Blutdruck als in der Klinik und die Mittel mussten entsprechend angepasst werden.
Seither geht es der Patientin gut.
Sie lässt sich regelmäßig kontrollieren. Ihre sportliche Aktivität hat sie beibehalten können.
Nach und nach hat sich der Körper erholt, so dass wir allmählich die Blutdruckmittel leicht reduzieren können.
Erwähnenswert ist, dass ihr Bruder einen hohen Blutdruck hat, der Vater ebenfalls einen hohen Blutdruck hatte und an einer Hirnblutung gestorben ist.

Fall 2

Eine damals 55 jährige Patientin kam zu einem Routinecheckup zu mir. Sie fühlte sich gesund, hatte keine Beschwerden bis auf Hitzewallungen.
Sie hatte jetzt mit 65 Jahren aufgehört zu arbeiten und wolle einen Checkup.
Trotz Einnahme eines Beta-Blockers hatte sie einen Blutdruck von 185 / 90.Im Urin fand man eine erhöhte Eiweißausscheidung.
Sie war 169 groß und wog 81 kg, liegt also mit einem Bodymaßindex (BMI) von 28 im übergewichtigen Bereich.
Bei der Untersuchung stellte ich ein Geräusch in der Kopfschlagader (Karotis) beidseits fest. Sie hatte ein Cholesterin von 300, eine erhöhte Harnsäure, leicht erhöhte Leberwerte und leicht erhöhte weiße Blutkörperchen.
Da sie sich im Prinzip gesund fühlte, war ihr nicht ganz einfach zu erklären, dass weitere Untersuchungen notwendig sind.
Bei der folgenden Untersuchung beim Internisten wurde dann eine Verengung der Kopfschlagader rechts festgestellt, sowie eine Verdickung des linken Herzmuskels und eine Unterfunktion der Schilddrüse (auf Grund einer Autoimmunerkrankung).
Zunächst wurde eine Behandlung mit Schilddrüsenmedikamenten begonnen und der Blutdruck durch Medikamente besser eingestellt. Daraufhin empfahl ich der Patientin, die Ernährung umzustellen und Gewicht abzunehmen. Die Patientin hat z.B. bisher einen Liter Milch täglich getrunken. Wichtig erschien mir eine Reduktion tierischer Produkte und der Fettmenge. Auch sollte sich die Patientin regelmäßig bewegen. Durch die Blutdrucksenkung fühlte sich die Patientin jetzt etwas müder und zweifelte an der Richtigkeit der Medikamente. Sie kam mehrmals mit der Bitte auf mich zu, die Medikamente abzusetzen. Ich vereinbarte mit ihr, dass sie zunächst Gewicht abnimmt. Dies versuchte sie nun rigoros, indem sie ihre Ernährung völlig umstellte und sehr wenig ass. Dadurch bekam sie eine Lungenentzündung und fühlte sich insgesamt sehr kraftlos und schlecht. Erst im Laufe der Zeit lernte die Patientin, mit ihrer Krankheit zu leben und sich vernünftig zu ernähren.
Was kann man aus diesem Fall lernen ?
  1. Der hohe Blutdruck kann eine sehr heimtückische Krankheit sein, die ohne Beschwerden abläuft. Folgen können verheerend und nicht mehr rückgängig zu machen sein (z.B. Verengung der Halsschlagader).
  2. Man kann den Körper nicht mit Gewalt zwingen. Wenn ich jahrelang nicht auf gesunde Ernährung Wert gelegt habe, kann ich den Körper nicht zwingen, die Schäden innerhalb von einigen Tagen wieder zu bereinigen. Vorhandene Störungen brauchen Geduld, um wieder ins Lot gebracht zu werden.
  3. Einen optimalen Erfolg kann man nur erreichen, wenn schrittweise an der Gesundung gearbeitet wird und eine Vertrauensbasis mit dem behandelnden Arzt besteht, damit Probleme besprochen werden können.
Natürlich kann die Behandlung des hohen Blutdruckes unter der medikamentösen Einstellung zunächst zu einer scheinbaren Verschlechterung des Zustandes führen. Ich versuche meinen Patienten immer wieder zu erklären, dass das Lebensgefühl eines Menschen mit niedrigem Blutdruck meist etwas anders ist als das eines Menschen mit hohem Blutdruck. Niederdruckler fühlen sich häufig müde und sind stärker abhängig von der Wetterlage, sie frieren leichter, neigen mehr zu Depressionen, da sie sich weniger dynamisch fühlen. Auch Schlafmangel können sie weit weniger gut verkraften. Dafür schonen Niederdruckler ihre Gefäße. Bei richtigem Verhalten (genügend Schlaf, viel Flüssigkeit, regelmäßige sportliche Betätigung, richtige Ernährung) können sie jedoch ein absolut gutes Leben haben und sehr leistungsfähig sein. Das gilt ebenso für Menschen mit hohem Blutdruck, die auf einen normalen Blutdruck eingestellt werden und anfangs die Blutdrucksenkung als negativ empfinden.
Eine Hungerradikaltour ist nicht die Lösung für Übergewichtsprobleme. Es ist klar, dass der Körper dann in einen schlechten Zustand kommt und daher anfälliger wird. Mit der Umstellung auf eine gesunde, pflanzenreiche Kost, kann das Körpergewicht langsam reduziert werden, was für den Körper viel verträglicher ist. hoher Blutdruck, Fettstoffwechselstörungen, Cholesterinerhöhung

Fall 3

Eine damals 54 jährige Patientin kam erstmals zu mir in die Praxis.
Ich kenne ihre Schwester, die bereits seit Jahren mit ihrem hohen Blutdruck behandelt wird. Der Vater hatte einen hohen Blutdruck und erlitt einen Schlaganfall.
Bei der ersten Begegnung hatte die Patientin eine Blutdruck von 180 / 100 und berichtete über Herzklopfen und Druckschmerz im Brustkorb. Sie hatte auch Wechseljahrsbeschwerden und schlief sehr unruhig. Sie wurde zunächst von mir auf ein sanftes Blutdruckmittel eingestellt und eingehend aufgeklärt. Die Kontrolltermine hielt sie nicht wie angeboten ein. Nach eineinhalb Jahren kam sie wieder mit einem Blutdruck von 170 / 90 und berichtete mir, dass sie das Blutdruckmittel nur sehr unregelmäßig genommen hatte. Sie wirkte nervös, fahrig, hatte wenig Behandlungseinsicht. Sie bewege sich viel und wolle keine Medikamente einnehmen, weil sie Angst vor Nebenwirkungen habe. In den nächsten Jahren fanden immer wieder Gespräche statt und ich versuchte, der Patientin die Folgen des hohen Blutdruckes zu erklären. Letztes Jahr kam sie erneut mit einem Blutdruck von 201 / 98. Ich konnte sie dazu motivieren, eine geringe Dosis eines Blutdruckmittels einzunehmen. Sie erzählte mir, dass sie gerne Süßes isst. Ihr Cholesterin lag bei 232, ihr LDL-Wert bei 159, HDL bei 64, Triglyceride bei 93. Einige weitere Besuche führten jedes Mal zu Diskussionen, da die Patientin glaube nicht auf das richtige Mittel eingestellt zu sein und ihr hoher Blutdruck nervlich bedingt sei. Eine Erhöhung des Blutdruckmittels konnte sie nur schwer akzeptieren. Im weiteren Verlauf erleidet die Patientin plötzlich eine Sehstörung eines Auges. Sie sucht sofort einen Augenarzt auf, der sie an die zuständige Universitätsklinik verweist. Dort stellt man einen Verschluss der Zentralarterie des Auges fest (Hauptversorgungsgefäß des Auges). Bei der weiteren Untersuchung stellte man dann eine Verengung der rechten Halsschlagader auf Bindfadenstärke fest. Die Patientin wurde sofort in die Klinik zur Operation der rechten Halsschlagader weitergeschickt. Ihr Augenlicht auf dem befallenen Auge war jedoch nicht mehr zu retten. Hätte die Patientin noch einige Tage nach der aufgetretenen Sehstörung gewartet, hätte sie mit ziemlicher Sicherheit (durch die Minderversorgung über die Halsschlagader) einen Schlaganfall erlitten.

Was können Hochdruckkranke daraus lernen ?
Sie können wieder daraus lernen, dass erhöhter Blutdruck eine heimtückische Krankheit ist, die fortschreitet und Schädigungen in verschiedenen Organen bewirken kann. Alleine jahrelang an einem erhöhten Blutdruck „herum zudoktern“ ist nicht empfehlenswert. Jeder Arzt wird zusammen mit dem Patienten Wege suchen, die Medikamentendosis möglichst gering zu halten. Auch hier ist die Umstellung der Lebensweise (Bluthochdruck) ein wesentlicher Faktor und kann dazu beitragen. Mit zunehmender Umstellung können dann auch die Blutdruckmittel reduziert werden. Eine Nichtbehandlung kann tödlich enden oder schwere Schäden mit sich bringen, die zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität führen.
 
 
 
 
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Patientenberichte:

 
Patientenbericht vom 29.08.2011:
hallo! bei mir wurde im märz 2011 an der linken halsschlagader eine leichte verdickung festgestellt. hatte auch erhöhte blutfettwerte.
Lesen Sie den ganzen Bericht zum Thema Bluthochdruck.
 
Patientenbericht vom 11.11.2010:
mein sohn (15) nimmt seit 4 jahren enahexal. wir bemerken seit einigen monaten eine zunehmende haarausdünnung. kann das mit der
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Patientenbericht vom 09.04.2010:
Hallo Anonym !
Kenne das Problem aus eigener Erfahrung sehr gut, denn die Symthome
die sie hier beschreiben
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Patientenbericht vom 11.03.2010:
Ich (32, weiblich, 165cm, 119 kg, Tendenz sinkend, seit Dez. 15 kg abgenommen) nehme seit meinem 17. Lebensjahr Metoprolol (damals
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Patientenbericht vom 02.04.2009:
Habe etwas erhöhten Blutdruck ( 145/ 92 ) und nehme täglich eine Tablette Delix 5mg ein.( ca. 1,5 Jahre) Seit
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Patientenbericht vom 12.11.2007:
Ich hatte im Frühjahr 2006 erhöhten Blutdruck 160/100
Tabletten wollte ich nicht nehmen, obwohl vom Arzt verschrieben.
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Patientenbericht vom 29.03.2007:
Hallo,
ich habe eine Frage zum Gesundheitszustand meiner 81jährigen Mutter. Sie hatte in der Vergangenheit bereits einen etwas erhöhten
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Patientenbericht vom 20.02.2007:
Bin 58,170, 82 kg, Nichtraucher, fast Nichttrinker, einst 4 Sem. Medizin studiert, arbeite als Lehrer, müsste eigentlich die Gefahren der
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Patientenbericht vom 28.12.2006:
bis vor ca. 2 Jahren litt ich (52) eher unter niedrigem Blutdruck, kam morgens nicht in die Gänge, fror leicht
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