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Polymyalgia rheumatica
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Polymyalgia rheumatica
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Ca. 20 % der Betroffenen haben gleichzeitig Zeichen einer Entzündung der Gefäße (Riesenzellarteriits), vor allem im Bereich der Gefäße um den Aortenbogen. Die Neuerkrankungsrate pro Jahr in Deutschland beträgt ca. 2 – 3 %. Die Krankheit tritt bevorzugt im Alter mit Häufung im 7. Lebensjahrzehnt und bei Frauen mehr als bei Männern auf. Sie ist mit der Arteriitis temporalis verwandt.
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Ursache:
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Unbekannt
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Beschwerden
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Beschwerden äußern sich vor allem durch Muskelschmerzen, überwiegend im Bereich des Rumpfes (Nacken, Schultern, Oberschenkel) mit schmerzhafter Einschränkung der Bewegung und Schmerzmaximum nachts oder am Morgen. Die Betroffenen sind außerdem müde, nehmen häufig an Gewicht ab, haben oft keinen Appetit und fühlen sich richtig krank. Manchmal tritt Fieber auf. Mäßige Gelenkschwellungen, vor allem an Händen und Füßen, kommen vor. Die größte Bedeutung kommt der Abgrenzung gegen eine Arteriitis temporalis zu, da diese zu Gefäßverschlüssen führen kann. Bei dieser sind die Entzündungszeichen deutlich höher als bei der Polymyalgia rheumatica, häufig bestehen ein Druckschmerz im Bereich der Schläfenarterien, Schmerzen beim Kauen und Sehstörungen.
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Feststellen der Erkrankung
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Es kommt zu einer starken Erhöhung der Entzündungszeichen (C – reaktives Protein und Blutsenkungsge4schwindigkeit, eventuell Blutarmut und Erhöhung der Blutplättchen) im Blut, während die Kreatinkinase, (CK), ein Muskelenzym, nicht erhöht ist, da keine Erkrankung der Muskulatur vorliegt. Sichere Krankheitsnachweise fehlen allerdings bisher. Man richtet sich derzeit nach den Diagnosekriterien nach Bird:
- beidseitiger Schmerz oder Steifigkeit der Schultern
- Beschwerdebeginn innerhalb von 2 Wochen
- Anfangs Blutsenkungsgeschwindigkeit über 40 mm in der 1. Stunde
- Morgensteifigkeit von mehr als 1 Stunde
- Alter über 65 Jahre
- Depression und/oder Gewichtsverlust
- Beidseitige Steifigkeit der Oberarme
Die Diagnose ist wahrscheinlich, wenn 3 oder mehr der obigen Kriterien erfüllt sind.
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Komplikationen
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Aufgrund der Gefäßentzündung können die Augen betroffen werden, was zu Erblindung führen kann. Ein Befall der Gehirnarterien kann zu einem Hirninfarkt, ein Befall der Herzarterien zu einem Herzinfarkt führen. Aufgrund der Kortisonbehandlung kann es zu einer Verschlimmerung oder zu einem Neuauftreten einer Zuckerkrankheit kommen, es kann eine Osteoporose entstehen oder eine Infektion. Im Verlauf der Erkrankung kann es auch zu Gefäßverschlüssen kommen. Eine nicht ausreichende Behandlung kann zu chronischen Schmerzen führen mit der Folge von Abbauvorgängen und Veränderungen im Bereich des Bewegungsapparates.
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Behandlung
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Wegen der großen Gefahren ist eine hoch dosierte Kortisonbehandlung notwendig. Die Höhe der Dosierung hängt vom Beschwerdebild und der Gefahr ab. Im Allgemeinen beginnt man mit einer Dosis von 15 – 20 mg (Prednisonäquivalent). Wenn der Patient darauf nicht anspricht, gibt man 0,5 mg pro Kg Körpergewicht. Die Diagnose der Erkrankung kann abgesichert werden durch das sehr schnelle Ansprechen auf die Cortisonbehandlung. Die Beschwerdelinderung tritt innerhalb von drei Tagen ein, innerhalb weniger Tage gehen auch die Entzündungszeichen im Blut zurück. Ist dies nicht der Fall, muss die Diagnose in Frage gestellt werden. Bei Abnahme der Beschwerden und der Entzündungswerte kann die Dosis reduziert werden. Bei einem Befall der Kopfarterien sollte eine Dosis von 10 mg (Prednisolonäquivalent) in den ersten zwei Monaten nicht unterschritten werden, da es sonst – nach Expertenmeinung – zu einem Rückfall kommen kann. Anschließend darf die Dosis langsam und schrittweise schließlich bis zu einer zwischen 1,5 und 7,5 mg liegenden Erhaltungsdosis reduziert werden.
Die Cortisonbehandlung unterdrückt die akuten Entzündungszeichen und verhindert schwere Komplikationen. Eine Heilung der Erkrankung kann sie nicht bewirken. Die Heilung erfolgt normalerweise spontan, kann jedoch unterschiedlich lange dauern (2-10 Jahre). Nach einjähriger Behandlung, Beschwerdefreiheit von drei Monaten und fehlenden Entzündungszeichen im Blut kann ein Auslassversuch erfolgen.
Reicht die angegebene Erhaltungsdosis von Cortison nicht aus, um die Entzündungszeichen zum Verschwinden zu bringen, ist eine zusätzliche Behandlung mit immununterdrückenden Medikamenten (Immunsuppresiva wie z.B. Methotrexat, Azathioprin oder Cyclophosphamid) notwendig.
Während der höheren Dosierung des Cortisons sollte ein Magenschutz ebenso erfolgen wie ein Knochenschutz mit Calcium und Vitamin-D, da Cortison bei einer Dosis von über 7,5 mg (Prednisolonäquivalent) eine Osteoporose verursachen kann.
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Patientenberichte:
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| Patientenbericht vom 06.10.2010: |
Leide seit einem halben Jahr unter Polymyalgie, vom Hausarzt diagnostiziert. Mit hoher Kortisondosis die erste Schmerzlinderung.
Nach kurzer Zeit
Lesen Sie den ganzen Bericht zum Thema Polymyalgia rheumatica.
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| Patientenbericht vom 16.05.2009: |
Ich habe seit Mai 2006 Polymyalgia rheumatika.
Bis April Habe ich Cortison genommen. Bei 20 mmg angefangen und zulezt
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