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essentielle Thrombozytämie

Fachartikel zum Thema essentielle Thrombozytämie

Eine ca. 50 jährige Patientin kommt in unsere Praxis und beklagt Hitzewallungen, Schwächegefühl und Schlafstörungen. Da wir keine anderen Ursachen finden, gehen wir von einem klimakterischen Syndrom aus, zumal die Patientin gerade in die Wechseljahre kam. Sie hat dann immer wieder Rötungen im Nebenhöhlenbereich mit Schmerzen, die wir als Sinusitis deuten und erfolgreich mit Antibiotika behandeln. Auffallend ist eine Migraine accompagne, die neu auftritt, da die Patientin bis dahin nie unter Migräne gelitten hat. Da sich dies häuft, veranlassen wir erneut eine Blutuntersuchung. Jetzt zeigen sich Thrombozyten über 2 Millionen/µl. Die Patientin wird von uns daher umgehend in eine Klinik zur Abklärung eingewiesen. Es stellt sich die Diagnose einer essentiellen Thrombozytämie heraus. Typische Genveränderungen lassen sich nicht nachweisen. Die Patientin wird zunächst mit Hydroxyurea behandelt. Hierunter fallen jedoch die Thrombozyten nicht ab. Daher wird Anagrelide eingesetzt. Hierunter fallen die Thrombozyten rasch ab und die Patientin fühlt sich gut, so dass wir auf einen weiter positiven Verlauf hoffen.

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