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Syndrom der dünnen Basalmembran

Fachartikel zum Thema Syndrom der dünnen Basalmembran

Kurz und bündig

Das Syndrom der dünnen Basalmembran ist nicht so selten in der Bevölkerung anzutreffen und hat einen meist gutartigen Verlauf ohne Beeinträchtigung. Wichtig ist die Abgrenzung von anderen Ursachen der Hämaturie.

Syndrom der dünnen Basalmembran

Betroffen sind ca. 1 % der Bevölkerung.

Ursache

Bei ca. 40 % liegt die Ursache dieser Erkrankung in einer Mutation im Kollagen Typ IV. Bei den übrigen Betroffenen ist die Ursache noch unklar.

Beschwerden

Meist liegen keine Beschwerden vor. Es besteht lediglich Blut im Urin und allenfalls eine geringfügige Proteinurie. In der Regel ist der Verlauf günstig und es treten keine Einschränkungen der Nierenfunktion auf.

Diagnose

Notwendig sind eine körperliche Untersuchung und Anamnese, eine urologische Untersuchung mit Blasenspiegelung und Röntgenuntersuchung der Nieren sowie Ultraschalluntersuchung, um andere Ursachen der Hämaturie auszuschließen. Nur bei Auftreten höher Eiweißkonzentrationen im Urin oder bei Nierenfunktionsstörungen ist eine Nierenbiopsie(s. Alport Syndrom) erforderlich. Abzugrenzen ist die Erkrankung vom Alport Syndrom und der IgA Nephritis.

Therapie

In der Regel nicht notwendig. Wegen der selten auftretenden Nierenfunktionsstörung und relevanten Proteinurie sind regelmäßige Kontrollen von Urin und Nierenfunktion(z. B. 1 x jährlich) sinnvoll.

Erfahrungsberichte zum Thema Syndrom der dünnen Basalmembran

  • Neuester Erfahrungsbericht vom 07.05.2015:

    Meine Frage:
    Syndrom der dünnen Basalmembran (relative)Kontraindikation für Antikoagulation?

    Danke!

    N.K.

    Lieber Herr K.,

    klinisch bedeutsame Blutungen oder Krankheiten mit hohem Blutungsrisiko sind sicher relative Kontraindikationen gegen eine Antikoagulation. Da müssen Nutzen und Risiko gegeneinander abgewogen werden. Liebe Grüße

    Ihr Biowellmed Team
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