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Blut im Urin = Hämaturie

Fachartikel zum Thema Blut im Urin = Hämaturie

Kurz und bündig

Blut im Urin ist immer ein ernstes Warnzeichen, das eine sofortige ärztliche Untersuchung nach sich ziehen sollte.

Ursache

Man kann die Ursachen anhand des Schweregrades der Blutung einteilen.

Ursachen schwerer Blutungen

  • Hypernephrom
  • Zystennieren
  • Nierentuberkulose
  • Blasentuberkulose
  • Blasentumoren
  • Prostatakrebs
  • Nierenverletzung(z. B. nach Unfall)
  • hämorrhagische Diathese

Ursachen mäßiger Blutungen


  • Nephritis
  • hämorrhagische Zystitis
  • Bilharziose
  • Hydronephrose
  • Blasensteine
  • Medikamente(z. B. blutgerinnungshemmende Medikamente, Zytostatika)


Ursachen der Mikrohämaturie(diese ist nicht mit bloßem Auge erkennbar, sondern nur im Mikroskop bzw. durch Teststreifen nachweisbar)

  • Glomerulonephritis
  • Nierenbeckenstein
  • Harnleiterstein
  • Niereninfarkt
  • Periarteriitis nodosa
  • Lupus erythematodes
  • Blasenstein
  • Nierenamyloidose
  • Glomerulosklerose
  • Urethritis
  • nach Stress(schwere Arbeit, Leistungssport, Schock)
  • Onanie
  • Syndrom der dünnen Basalmembran

Beschwerden

Die Blutung kann schmerzlos oder schmerzhaft sein, je nach Ursache. Das Blut kann sichtbar oder unsichtbar sein. Je nach Ursache können andere Beschwerden zusätzlich vorliegen.

Feststellen der Erkrankung

Eine Makrohämaturie ist mit bloßem Auge sichtbar und sollte immer eine ärztliche Untersuchung veranlassen. Die Mikrohämaturie ist häufig ein Zufallsbefund.
Der Urin wird beim Arzt zunächst zentrifugiert. Ist das Sediment rot, handelt es sich um eine Hämaturie. Ist der Überstand rot und der Teststreifen auf Blut positiv, liegt eine Hämoglobinurie oder Myoglobinurie vor. Bei der Myoglobinurie ist die Farbe des Plasmas klar, bei der Hämoglobinurie ist die Farbe des Plasmas rot. Ist der Überstand rot und der Teststreifen auf Blut negativ, muss man an eine Porphyrie, Phenazopyridine oder rote Beete denken.

Behandlung

Die Behandlung ist abhängig von der zugrunde liegenden Ursache.

Erfahrungsberichte zum Thema Blut im Urin = Hämaturie

  • Neuester Erfahrungsbericht vom 31.07.2013:

    sehr geehrte damen u. herren,
    vor 8 wochen bemerke ich, daß die ersten tropfem aus meinem penis blutig sind. danach fließt der urin normal helgelb gefärbt aus. Mein Urologe machte eine Blasenspiegelung u.entdeckte eine Schleimhauterhebung am samenhügel. Er meldete mich sofort in der urolog.abteilung enes krankenhauses an. dort wurde ich nach 2 tagen operiert, der chefchirurg teilte mir anschl. mit, daß er ein papillom aus der prostatischen harnr§hre entfernt habe. die untersuchung des papillom sei negativ aber es könne wiederkehren. er glaube nicht daß das Blut im urin von dem papillom herrühre. er sah in der blase noch auffällige schleimhautr§tungen.
    Nun bin ich seit dem13.7.aus dem krankenhaus entlassen aber ich sehe in den ersten urintropfen immer noch blut. mein hausarzt findet auch bei einer urinprobe noch blutpartikel darin.
    können sie mir raten was ich noch tun kann.?
    Mit freundlichen Grüßen
    T.G.

    Lieber Herr G.,

    nach einem operativen Eingriff kann es durchaus noch eine zeitlang bluten. Dennoch stehen ja die Schleimhautveränderungen der Blase im Raum und diesen sollte man auf den Grund gehen. Was ist die Ursache? Wenn die Klinik keine Idee dazu hat, würde ich mich an eine Universitätsklinik wenden. Gute Besserung wünscht

    Ihr Biowellmed Team
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