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MRSA

 
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MRSA

Kurz und bündig:

Methicillin-resistente Staphylococcus-aureus-Stämme(MRSA) sind ein zunehmendes Problem in der Medizin, da die Erkrankung zu langwierigen und schwierigen Behandlungen führen kann.

Ursache:

Staphylokokken sind Bakterien, die man normalerweise auf der gesunden Haut oder Schleimhaut findet. Auch die Nasenhöhlen werden bei Gesunden zu ca. 37 % von ihnen besiedelt. Normalerweise sind Staphylokokken nicht pathogen. Durch Hautverletzungen und medizinische Maßnahmen können sie zur Erkrankung führen, insbesondere, wenn das Immunsystem geschwächt ist und ein Befall mit resistenten Bakterien auftritt. Gefährdet sind vor allem Menschen mit chronischen Wunden oder Geschwüren, mit Drainagen oder Kathetern. Man unterscheidet heute zwischen hMRSA(h = hospital, d. h., im Krankenhaus erworben und cMRSA(community),d.h. außerhalb des Krankenhauses erworben. Eine Besiedlung mit dem Erreger bedeutet noch keine Infektion. Diese erst führt zur Krankheit. Die Übertragung erfolgt überwiegend durch Ärzte und Pfleger über die Hände.

Beschwerden:

Es können Furunkel entstehen, schwere Wundinfektionen, Lungenentzündungen oder eine Sepsis.

Feststellen der Erkrankung:

Durch Abstriche gefährdeter Bezirke wie Nasenvorhof, perianal, an offenen Hautdefekten und Untersuchung im Labor.

Behandlung:

Nach Bestimmung der Resistenz wird, falls der Erreger lediglich im Nasenvorhof festgestellt wurde, Mupirocin-Nasensalbe zur Therapie verordnet. Besteht gegen diese eine Resistenz, ist der infektiologische Konsiliardienst gefragt. Außerdem sollten 3 mal täglich Mund- und Rachenraum desinfiziert werden. Bei MRSA – Infektion sollten Körper und Haare antiseptisch gewaschen werden sowie Kleidung und Gebrauchsgegenstände desinfiziert. Eine systemische Antibiotikatherapie wird dann entsprechend Antibiogramm notwendig. Diese sollte so zurückhaltend wie möglich erfolgen, um keine weiteren Resistenzen zu erzeugen. Das Pflegepersonal sollte sich mit Kitteln, Einmalhandschuhen und Mundschutz schützen und auch die weitere Übertragung verhindern. Der betroffene Patient muss isoliert werden.

Vorbeugung:

Die beste Vorbeugung besteht in der hygienischen Händedesinfektion und dem Tragen von Einmalhandschuhen.

Abschluss der Behandlung:

An 3 hintereinander folgenden Tagen sollte ein Abstrich entnommen werden aus Nasenvorhof, Perianalregion und Stellen, an denen MRSA nachgewiesen wurde. Sind mindestens 6 Proben MRSA frei, kann die Isolation aufgehoben werden. Auch Patienten, die nicht MRSA frei sind, dürfen nach Hause entlassen werden, wenn die Angehörigen nicht gefährdet sind(erhöhte Risikofaktoren) und der Hausarzt den Kranken weiter betreut.
 
 
 
 
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