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Daumengelenksarthrose = Rhizarthrose
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Daumengelenksarthrose = Rhizarthrose
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Kurz und bündig:
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Arthrosen des Daumengelenks sind häufig, vermutlich infolge der starken Beanspruchung dieses Gelenks. Ca. 10 % der Bevölkerung leiden daran. Mit dem Alter nehmen sie zu.
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Ursache:
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Fehl- oder Überbelastung, entzündlicher Gelenkerkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Stoffwechselkrankheiten und Gelenkschäden nach Verletzungen.
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Beschwerden:
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Anfangs treten Schmerzen bei stärkerer Belastung des Gelenks auf(beim Greifen). Mit der Zeit kommt es zu Muskelschwund(schmerzreflektorisch) und zu einem Kraftverlust der Hand. Schließlich kann eine zunehmende Einsteifung infolge einer Gelenkzerstörung(Knorpelverlust) entstehen. Alltagsbewegungen wie einen Schlüssel umdrehen, eine Tür öffnen, eine Flasche aufmachen bereiten Schmerzen. Der Daumen wird kraftlos, kälteempfindlich, schwillt an, spannt.
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Feststellen der Erkrankung:
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Schwellung und Druckschmerz über dem Gelenk sind früh nachweisbar. Häufig ist anfangs der Daumen auch hypermobil(verstärkt beweglich) und neigt zur Subluxation(Ausrenkung). Ein Reiben kann eventuell gespürt werden. Durch eine Röntgenaufnahme in 2 Ebenen kann die Arthrose nachgewiesen werden.
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Stadien der Rhizarthrose:
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Stadium I: seitliche Subluxation, Minderung des Gelenkspaltes
Stadium II: Minderung des Gelenkspaltes, Exophyten (Knochenwucherungen) unter 2 mm
Stadium III: Exophyten über 2 mm, Zysten, Sklerose
Stadium IV: Pantrapezialarthrose
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Behandlung:
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Eine konservative Behandlung bringt nur in den Stadien I und II Erfolge. Man kann entzündungshemmende Medikamente wie Cox 2-Antagonisten oder NSAR einsetzen. Ultraschallbehandlungen können lindern, 3 - Zellen - Bäder, Physiotherapie, regelmäßige Salbeneinreibungen, Vermeiden von Über-und Fehlbelastungen, warm halten des Gelenkes sind sinnvoll. Akupunktur kann Erleichterung bringen. Bestehen nur isolierte Knorpeldefekte, kann Hyluronsäure gespritzt werden mit einem Kortisonzusatz. Diese Behandlung kann 1-2x jährlich durchgeführt werden. Der Gelenksersatz kann im Stadium II sinnvoll sein, wenn eine kurze Krankheitsphase erwünscht ist. Es besteht jedoch ein relativ hohes Risiko einer Prothesenlockerung(ca. 15 % innerhalb von 6,5 Jahren). Alternativ besteht die Möglichkeit einer Trapezentfernung, die zu Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung führen kann. Dadurch wird jedoch der 1. Strahl verkürzt und die Kraft vermindert, der 1. Mittelhandknochen nimmt eine zunehmende Adduktionsstellung ein und es besteht die Gefahr einer Nearthrose zwischen Scaphoid und 1. Mittelhandknochen. Diese ist ebenfalls schmerzhaft. Um dies zu verhindern, versucht man verschiedene Interpositionsarthroplastiken, die jedoch bisher noch nicht befriedigend sind. Nach der Operation wird häufig auf eine Ruhigstellung verzichtet. Beim ersten Verband wird der Daumen in einer mittleren Oppositionsstellung verbunden. Dieser Verband verbleibt normalerweise 5 Tage. Dann wird der Daumen in einer Daumensattelgelenksorthese für 3 Wochen tags und für 5 Wochen nachts ruhig gestellt. Man beginnt jedoch sofort mit Greif- und Faustschlussübungen ohne Benutzung des Daumens. Nach 10 - 12 Tagen werden die Fäden gezogen. Dann kann mit Bewegungsübungen ohne Belastung begonnen werden. Bis zur 5. Woche nach der Operation soll man mit dem Daumen die Fingerbeeren der Finger II - V berühren können. Nach 8 Wochen sollte der Daumen die Grundgelensbeugefalte des Kleinfingers berühren können. Danach soll der Daumen auch wieder mit Kraft eingesetzt werden können. Insgesamt dauert der Rehabilitationsverlauf ca. 4 - 5 Monate. Mögliche Risiken sind Nervenverletzungen, Handschwellung, Algodystrophie und Infektion.
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