In der Elektrophorese werden die Konzentrationen verschiedener Eiweißkörper des Blutes bestimmt. Diese lassen Rückschlüsse auf Erkrankungen zu. Besteht der Verdacht auf eine bösartige oder schwere Erkrankung, kann die Elektrophorese zusätzliche, wichtige Informationen liefern. Unser Blut beinhaltet pro Liter ca. 60 Gramm Gesamteiweiß. Dieses Eiweiß besteht aus unterschiedlichen Eiweißkörpern. Diese kann man mit Hilfe der Elektrophorese auftrennen. Dabei wird auf eine Folie etwas Blutflüssigkeit aufgebracht. An die Folie wird eine elektrische Spannung angelegt. Die Eiweißstoffe wandern in diesem elektrischen Feld unterschiedlich schnell. Dadurch erfolgt eine Auftrennung aufgrund der Wandergeschwindigkeit im elektrischen Feld. Man bezeichnet die Eiweiße als Albumin, alpha - 1 Globulin, alpha - 2 Globulin, Betaglobulin und Gammaglobulin. Bei manchen Krankheiten( z. B. Plasmozytom, multiples Myelom) bildet der Körper abnorme Eiweißstoffe, sog. Paraproteine. Diese können in der Elektrophorese nachgewiesen werden. Allerdings bedeutet dies nicht immer, dass eine Krankheit vorliegt. Gerade ältere Menschen haben häufig Paraproteine, ohne dass sie deshalb krank sind oder werden.