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Fruktose - Unverträglichkeit

Fachartikel zum Thema Fruktose - Unverträglichkeit

Kurz und bündig

Beschwerden eines Reizdarmes können durch Fruktoseunverträglichkeit ausgelöst werden.

Ursache

Fruktose wird im Dickdarm mithilfe des Glukosetransportsystems GLUT 5 aufgenommen und dort durch Darmbakterien zu Fettsäuren, Kohlendioxid, Wasserstoff und Methan verstoffwechselt. Ist das Fruktose – Transport – Enzym im Dünndarm überlastet, was bereits bei 50 % der Erwachsenen bei Aufnahme von mehr als 25 g Fruktose pro Tag(entspricht 2 großen Äpfeln) der Fall ist, kommt es zu Beschwerden, da die darüber hinaus gehende Aufnahme von Fruktose im Magen – Darm – Trakt verbleibt und dort osmotisch aktiv wird und von Bakterien zersetzt wird.. Dieses Transportsystem ist gleichzeitig für einen Teil der Glukoseaufnahme zuständig. Die Aufnahmekapazität kann durch den gleichzeitigen Konsum von Glukose etwas gesteigert werden, ist jedoch auf maximal 50 Gramm Fruktose pro Stunde begrenzt. Die Erkrankung nimmt immer mehr zu, da die Aufnahme von Fruktose mit der Nahrung in letzter Zeit immer mehr zunimmt. Ursache ist vor allem der Zusatz von Fruktose in Fertignahrungsmitteln und Limonaden. Jedoch enthalten auch natürliche Nahrungsmittel wie Obst, Honig, Haselnüsse, Zwiebeln, Karotten, Frucht – und Gemüsesäften, Ketchup,rote Beete und verschiedene Kohlsorten große Mengen an Fruktose.

Beschwerden

Es kommt zu Bauchschmerzen vor allem im Unterbauch, zu Bauchkrämpfen, Blähungen, Durchfällen oder Verstopfung. Da bei verminderter Fruktoseaufnahme auch Tryptophan schlechter aufgenommen wird, nimmt die körpereigene Serotoninproduktion ab und die Betroffenen leiden an Depressionen und Lust auf Süsses. Auch die Werte von Zink, Vitamin C und Folsäure können absinken.

Feststellen der Erkrankung

Die Anamnese liefert wichtige Hinweise auf eine Fruktosemalabsorption, denn typischerweise nehmen die Beschwerden bei fruktosehaltiger Nahrung zu. Gesichert wird die Störung mit Hilfe des H2 - Fruktose - Atemtest. Dabei nimmt der nüchterne Patient 25 g Fruktose zu sich. Alle 30 Minuten wird dann über mindestens 2 Stunden der Fruktosegehalt in der Ausatmungsluft gemessen. Steigt der Wert gegenüber dem Anfangswert um mehr als 20 ppm, ist dies ein dringender Hinweis auf eine Fruktosemalabsorption. Dann ist es sinnvoll, die Werte für Zink, Vitamin C und Folsäure im Serum zu messen.

Behandlung

Die Behandlung besteht in einer Einschränkung der Fruktose ( auf 10 Gramm pro Tag)– und Sorbitaufnahme sowie von Alkohol. Sorbit vermindert die Fruktoseaufnahme ebenfalls, was dann noch zu der ohnehin verminderten Aufnahmefähigkeit an Fruktose hinzukommt, außerdem wird Sorbit im Darm zu Fruktose umgebaut. Deshalb ist bei einer Sorbitunverträglichkeit auch die Begrenzung des Anteils an Fruktose wichtig. Sind die Blutwerte für Zink und Folsäure erniedrigt, sollen diese zugeführt werden. Durch Eiweiß kann eine Linderung der Beschwerden erreicht werden und durch Fettaufnahme verhindert man ein zu schnelles Anfluten der Fruktose durch eine Verlangsamung der Magenentleerung. Außerdem kann das Nahrungsergänzungsmittel Fructosin helfen, da das darin enthaltene Enzym Xylose-Isomerase im Darm die Umwandlung von Fruktose zu Glukose anregt.

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