Bösartige Tumoren der Speicheldrüsen sind selten. Sie machen unter 1 % sämtlicher bösartiger Erkrankungen aus. Das Mukoepidermoidkarzinom ist das häufigste Karzinom der Speicheldrüsen.
Ursache:
Über einen Zusammenhang mit ionisierenden Strahlen wird berichtet (Überlebende der Atombombenexplosion sind gehäuft erkrankt), auch über einen Zusammenhang mit Strahlenbehandlungen zu Therapiezwecken. Die Tumoren entwickeln sich auf dem Boden eines pleomorphen Adenoms.
Beschwerden:
Die bösartigen Tumoren können jahrzehntelang „stumm“ sein und keine Beschwerden machen. Beschwerden entstehen erst durch die Mitbeteiligung des Fazialisnervs(Gesichtsnerv) oder durch örtliche Probleme des Tumors bzw. durch Beschwerden von Seiten der Metastasen.
Feststellen der Erkrankung:
Bei der Untersuchung tastet man einen Knoten. In 30 - 40 % der Fälle tritt eine Gesichtslähmung durch Beteiligung des Fazialisnervs auf. Metastasen werden in 22 - 50 % gefunden und machen sich oft nicht bemerkbar.
Behandlung:
Man entfernt die ganze Ohrspeicheldrüse mit dem Tumor, wobei eine Verletzung des Gesichtsnervs nicht immer zu umgehen ist. Liegen bereits Lymphknotenmetastasen vor, muss man eine ausgedehnte Operation(neck dissection = eadikale Entfernung der Halslymphknoten)) durchführen. Meist ist eine begleitende Bestrahlung(adjuvante Strahlentherapie) zu empfehlen, da hierdurch weniger Rezidive(Wiederauftreten) entstehen.
Prognose:
Fernmetastasen können sich in Lunge, Leber und Knochen bilden. Eine Verletzung des Gesichtsnervs ist gefürchtet. In 5 - 50 % können örtliche Rezidive auftreten. Die 5 - Jahres - Überlebensrate beträgt je nach Tumorstadium zwischen 65 und 97 %.
Ihr Bericht zum Thema Mukoepidermoidkarzinom der Glandula parotis
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